Item List
| Frage Thema | Item Text | Antwort Format | Konstrukt | Eingesetzte Kogn Techniken | Ergebnis |
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| i. Ihre eigene Zeit einzuteilen. | Nein | Die meisten betroffenen TP müssen ihre eigene Zeit einteilen. Es gibt keine Probleme mit dem Item. | |||
| j. Vorauszudenken | Nein | Die meisten betroffenen TP geben an, dass sie bei ihrer Arbeit häufig voraus denken müssen. Keine Unterschiede zwischen aktuell und aktuell nicht Erwerbstätigen.
Die Nachfrage ergibt – in Abhängigkeit von den Arbeitsplätzen und Arbeitsfeldern der TP – unterschiedliche Beispiele für Arbeiten, bei denen vorausgedacht wird, aber praktisch alle dürften der Intention der Fragestellung entsprechen. |
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| k. Schwere Gegenstände zu tragen, zu schieben oder zu ziehen. | Nein | Neun der 16 TP sind in der glücklichen Lage, dass sie bei ihrer Berufsarbeit „nie“ schwere Gegenstände zu bewegen haben.
Kritisiert wird von zwei TP die Antwortskala, die hier als nicht ganz passend wahrgenommen wird. TP 20 schlägt vor, hier die Show Card zu verwenden, die auch bei Frage F1 eingesetzt wird (in unserer Terminologie das „blaue Kärtchen“), denn schwere Gegenstände bewege sie „den ganzen Tag. Mindestens einmal pro Tag, das kann auch wieder den ganzen Tag sein, das kann aber auch nur eine Stunde sein, das kann der halbe Tag sein“. Und TP 24 fragt: „Ab und zu mal, meistens sind die schweren Teile schon geliefert, wenn ich komme. Was soll ich da sagen? 3?“ |
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| l. Über längere Zeit hinweg körperlich zu arbeiten. | Nein | Die Ergebnisse sind auf den ersten Blick ein wenig widersprüchlich zu den Ergebnissen bei Item k. Drei TP, die dort angaben, nie oder mindestens einmal im Monat bei ihrer Arbeit schwere Gegenstände bewegen zu müssen, geben jetzt an, dass sie mindestens einmal pro Tag körperlich hart arbeiten müssten.
Das erklärt sich daraus, dass TP harte körperliche Arbeit anders verstehen als womöglich der Fragekonstrukteur. So merkt der Interviewer bei TP 18 an: „TP meint damit, Unterricht zu halten“. |
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| m. Mit Ihren Händen oder Fingern Geschicklichkeits- oder Präzisionsarbeit zu erbringen. | Nein | Die Hälfte der TP muss nie mit Händen oder Fingern Geschicklichkeits- oder Präzisionsarbeit erbringen. Diejenigen, die das „mindestens einmal pro Tag“ machen, zählen dazu „Elektronik, löten, Fingerfertigkeit“ (TP 02), „Schmuckstücke herstellen“ (TP 08), „an die PC-Tatstatur“ (TP 09) und „die Kasse bedienen, das Eintippen“ (TP 17).
Diejenigen, die solche Arbeiten „nie“ erbringen, zählen – wenn sie überhaupt eine Definition wagen – dazu „Uhrmacher“ (TP 01), „handwerkliche Tätigkeiten“ (TP 14), „Basteln im Werkunterricht“ (TP 18), „einen Schrank zusammenbauen“ (TP 19), „Fuddeles-Arbeit, feine Arbeit wie beim Löten, Elektronik, Feinelektronik“ (TP 20), „Handarbeit“ (TP 22) oder „Chirurgen“ (TP 23). Ansonsten werden noch „kleine Dinge, z.B. Elektrikerarbeiten“ (TP 11), „Maus und Tastatur“ mit Fragezeichen (TP 12), „Uhrmacher oder Goldschmiede“ (TP 24) und „Papierschneidearbeiten“ (TP 25) genannt. |
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| n. Werkzeug, Geräte oder Maschinen zu bedienen (außer Computer oder computergesteuerten Geräten)? | Nein | Neun von 16 TP bedienen bei ihrer Arbeit nie Werkzeuge, Geräte und Maschinen. Aktuell Erwerbstätige unterscheiden sich nicht von aktuell nicht Erwerbstätigen. Das Spektrum der genannten Werkzeuge reicht von „Bohrer bis Bandschleifer“ (TP 02) über „Schmuckzange“ (TP 08) hin zu „Laubsauger, elektrische Heckenschere“ (TP 23). Klingt alles wie im Sinne des Fragebogenkonstrukteurs. | |||
| a. Rückschläge entmutigen mich nicht. | Nein | Zunächst ist unklar, ob die Items immer noch auf die berufliche Arbeit bezogen werden sollen oder auf die Person ganz allgemein. Zwei TP (12, 13) fragen spontan nach, eine andere (TP 14) fragt, ob sich das jetzt wieder auf das letzte Jahr beziehen soll.
Sieben der 25 TP lassen spontan oder nach Intervention durch den Interviewer erkennen, dass sie auf das Item falsch reagiert haben, weil sie die Verneinung im Zusammenhang mit der Skala nicht in den Griff bekommen haben. Bsp.: „Muss ich jetzt 1 sagen oder 5?“ (TP 18) oder „Da muss ich überlegen, weil das ja verneint ist“ (TP 25). Oder, als Beispiele für die Intervention des Interviewers: „Eins. (Auf Intervention des Interviewers) Nein, Rückschläge entmutigen mich nicht wirklich. Also die 5“ (TP 22) oder „So schnell bringt mich nichts um. (Int.: TP wählt den Wert 1. Auf Rückfrage dann allerdings den Wert 5) Das ist ja tricky, das muss man erst verstehen“ (N. 24). Auf die spezielle Nachfrage geben 6 TP an, dass Item a) für sie schwierig zu beantworten gewesen sei. Ursache dafür war in vier Fällen das Problem mit der Verneinung des Items im Zusammenspiel mit der Skala gewesen. |
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| b. Ich bin über kürzere Zeiträume von bestimmten Ideen geradezu besessen, verliere dann jedoch später das Interesse. | Nein | Zwei TP (09, 15) kritisieren den Begriff „besessen“ als zu hart. TP 20 versteht die Skala zunächst wieder falsch und korrigiert dann auf Intervention des Interviewers. Auf die spezielle Nachfrage geben 4 TP an, dass Item b) für sie schwierig zu beantworten gewesen sei. Kritisiert wird in einem Fall (TP 22) die Länge des Items, ansonsten geht es um das Fragenverständnis allgemein (wobei diese Kritik eher diffus ist). | |||
| c. Egal was ich tue, ich will immer der /die Allerbeste sein. | Nein | Kein Befund.
Auf die spezielle Nachfrage geben 2 TP an, dass Item c) für sie schwierig zu beantworten gewesen sei. Kommentare: „Hat Strebertouch“ (TP 01) und „Klingt zu harsch, borniert“ (TP 12). |
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| d. Man sagt mir nach, ich hätte eine eiserne Selbstdisziplin. | Nein | Drei TP (12, 15, 24) stellen fest, dass sie nicht wissen, was „man“ ihnen nachsage: „Woher soll ich wissen, was man mir nachsagt. Ist mir auch egal“ (TP 24). Von daher erklären sich auch die drei „weiß nicht“-Antworten.
TP 20 beklagt sich, dass der Begriff „eisern“ schwierig sei, das klänge „so hart, so egoistisch“. Auf die spezielle Nachfrage wird diese Kritik erneuert und auf 5 TP erweitert, die angeben, dass Item d) für sie schwierig zu beantworten gewesen sei. Weiterer Kommentar: „Es ist sehr schwer rauszukriegen, wie einem die anderen einschätzen“ (TP 07). Und ein Vorschlag (ebenfalls TP 07): „Aber den ersten Teil vom Satz hätte man weglassen können“. |