Item List
| Frage Thema | Item Text | Antwort Format | Konstrukt | Eingesetzte Kogn Techniken | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| g. Erstellen von Diagrammen oder Graphiken oder Ausfüllen von Tabellen mit statistischen oder numerischen Informationen | Nein | Eine TP konnte sich keiner Kategorie zuordnen, weil diese Tätigkeit unregelmäßig anfällt. | |||
| h. Verwendung von einfacher Algebra oder von Formeln, um unbekannte Werte zu ermitteln | Nein | Offensichtlich verwenden TP einfache Algebra, kennen jedoch den Begriff nicht und haben deshalb mit „nie“ geantwortet. | |||
| a. Anleitung, Schulung, oder Unterricht von Personen, einzeln oder in Gruppen | Nein | Von den 16 Befragten, die derzeit aktuell erwerbstätig oder in den letzten 12 Monaten erwerbstätig gewesen sind, geben/gaben die Hälfte häufiger Anleitung, Schulung oder Unterricht an Personen. Die derzeit nicht aktuell erwerbstätigen TP dominieren die Angabe „mindestens einmal pro Tag“ ( 4 gegen 2 Nennungen; umgekehrt ist das bei „mindestens einmal pro Monat“ (2 gegen 3).
In einem Fall (TP 11) wird deutlich, dass die Skala falsch verstanden wird: Auf Nachfrage des Interviewers macht die TP aus der spontanen Antwort „ein mal im Monat“ die Skalenantwort „mindestens 1 mal im Monat“. |
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| b. Reden oder Vorträge vor mindestens fünf Personen halten | Nein | Sieben der 16 TP halten/hielten häufiger Reden oder Vorträge vor mindestens fünf Personen. Allerdings werden dazu auch täglich stattfindende „Teambesprechungen“ (TP 02) gezählt oder „die Bedienung einer Pumpe erklären“ (TP 24). Auffällig ist hier, dass fünf von sieben TP, die sich den beiden ersten Kategorien zuordnen, derzeit nicht erwerbstätig sind, sondern sich an ihre letzte berufliche Tätigkeit erinnern. | |||
| c. Überzeugung von oder Einflussnahme auf andere | Nein | Die meisten der betroffenen TP überzeug(t)en oder beeinfluss(t)en oft andere, alleine neun davon mindestens einmal pro Tag. Der Mitarbeiter im Außendienst einer Pumpenfabrik macht das sogar „dauernd, nicht nur 1 mal am Tag“. Unterschiede zwischen den aktuell erwerbstätigen und den aktuell nicht erwerbstätigen TP gibt es dabei praktisch nicht. | |||
| d. Verhandlung mit anderen Personen innerhalb oder außerhalb Ihres Betriebs, Ihrer Firma oder Organisation | Nein | Die meisten der betroffenen TP müssen/mussten intern oder extern Verhandlungen führen. Nur drei TP mach(t)en das seltener als einmal pro Monat oder nie. Unterschiede zwischen den beiden Gruppen treten nicht auf.
TP 24 weist wieder darauf hin, dass er lieber mit „fast jeden Tag“ geantwortet hätte als mit „mindestens einmal pro Woche“. Hier wäre sicherlich zu diskutieren, ob die Skala den Regelmäßigkeiten bzw. Häufigkeiten der diversen Tätigkeiten am Arbeitsplatz gerecht wird, oder ob nicht besser mit Skalen wie „täglich – fast täglich – etc.“ zu messen wäre. |
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| e. Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung | Nein | Wunderbare Zweiteilung: Die Hälfte der TP verkauft/e Produkte oder Dienstleistungen „mindestens einmal pro Tag“, die andere Hälfte „nie“. Es gibt also Verkäufer und Nicht-Verkäufer. Die Verteilung nach aktuell und aktuell nicht Erwerbstätigen ist genau halbe/halbe.
TP 24, der Pumpenverkäufer, moniert die Antwortvorgaben: „Das mache ich täglich... Die Antworten passen da nicht so richtig dazu“. |
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| f. Beratung von Personen | Nein | Elf von sechzehn TP beraten/berieten „mindestens einmal pro Woche“ bei gleicher Verteilung über die beiden Gruppen aktuell Erwerbstätige und aktuell nicht Erwerbstätige. Nur TP 01 fragt nach, was genau unter Beratung verstanden werden solle. | |||
| g. Unterstützung bei emotionalen Problemen oder Unterstützung, Pflege oder Behandlung bei körperlichen Problemen | Nein | Fünf der sechzehn TP geben an, häufiger Unterstützung bei emotionalen Problemen oder Unterstützung, Pflege oder Behandlung bei körperlichen Problemen zu leisten/geleistet zu haben; zwischen aktuell Erwerbstätigen und aktuell nicht Erwerbstätigen zeigt sich dabei kein Unterschied.
Probleme gibt es mit dem – technisch gesprochen – doppelten Stimulus; fünf Personen kritisieren, dass die Frage so nicht gestellt und eigentlich geteilt werden müsste: „War das eine Frage? Es sollten zwei sein. Unterstützung bei emotionalen Problemen: 1, bei körperlichen Problemen: 4“. Darüber hinaus scheint es wohl Berufe zu geben, für die Unterstützung bei emotionalen Problemen eher der Ausnahmefall ist: „Höchstens wenn die Leute weinen, wenn ihre Pumpe nicht funktioniert. {TP lacht}. Im Ernst, was soll das denn? Ich verkaufe Pumpen, ich bin doch kein Psychiater“ (TP 24). Oder: „Das gilt doch nicht für mich. Fragen Sie Krankenschwestern oder Ärzte, die können hier was sagen“ (TP 24) Gefragt, was denn „emotionale Probleme“ seien, versuchen 15 der 16 TP eine Definition; nur TP 20 sagt, sie kenne das Wort zwar, könnte es aber nicht erklären. Drei TP beziehen den Begriff auf Probleme von oder mit KollegInnen bzw. am Arbeitsplatz, drei schließen das definitiv aus; der Rest lässt das bei der Antwort offen. Auch die Unterstützung bei körperlichen Problemen wird nur von wenigen Personen auf die berufliche Arbeit bezogen; die meisten Antworten sind auch hier nicht erkennbar dem Privat- oder dem Berufsbereich zuzuordnen. Die Definition körperlicher Probleme ist dabei höchst diffus und reicht von „Rollstuhlfahrer“ (TP 01) über „wenn man Behinderte oder pflegebedürftige Leute unterstützt“ (TP 08) bis hin zu „wenn Kinder hingefallen sind oder Bauchweh haben“ (TP 14). Der Begriff wird aber auch als auf den eigenen Beruf zutreffend abgelehnt („Das trifft auf meine Arbeit nicht zu“, TP 13) oder auch völlig „falsch“ verstanden („Ob jemand sauber ist oder stinkt“, TP 17). |
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| a. Kollegen oder Mitarbeitern aufmerksam zuzuhören? Hiermit sind Personen gemeint, die bei dem gleichen Unternehmen oder dem gleichen Arbeitgeber arbeiten wie Sie. | Nein | Relativ gleichmäßige Verteilung der sechzehn TP auf die Antwortkategorien mit einem Übergewicht bei „bis zu einem Viertel der Zeit“. Die aktuell nicht Erwerbstätigen dominieren diese Antwortkategorie mit vier gegen zwei, während die aktuell Erwerbstätigen stärker in den Kategorien 4 und 5 vertreten sind (drei gegen eine Nennung).
Die meisten (10 von 16) TP beziehen die Frage ausschließlich auf berufliche Gespräche bzw. Gespräche im beruflichen Kontext; nur vier TP denken dabei auch explizit an sowohl berufliche als auch private Gespräche. Die Frage wird von TP 22 als lange kritisiert und muss in zwei Fällen (TP 12 und 22) ein zweites Mal vorgelesen werden. |