Item List
| Frage Thema | Item Text | Antwort Format | Konstrukt | Eingesetzte Kogn Techniken | Ergebnis |
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| der wirtschaftlichen Erfolge? | Nein | Die Beurteilung der wirtschaftlichen Erfolge fällt im Großen und Ganzen positiv aus. 15 Testpersonen
beantworten die Frage mit „sehr stolz“ (sieben TPs) und „eher stolz“ (acht TPs). Lediglich vier Testpersonen
geben an „nicht sehr“ (zwei TPs) oder „überhaupt nicht stolz“ (zwei TPs) zu sein. Gründe hierfür
sind entweder, dass „stolz sein“ der falsche Begriff sei (TP 03) oder aber, dass man unzufrieden damit
sei, dass aufgrund der gestiegenen Lohnnebenkosten Firmen ins Ausland abwanderten und die kleinen
Läden vor Ort schließen müssten (TP 02, TP 12, TP 15). Testperson 10 kann sich auf der Antwortskala
nicht verorten:
Testperson 18 beantwortet die Frage ohne eine Begründung für Ihr Antwortverhalten zu geben. |
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| der sozialstaatlichen Leistungen? | Nein | Die häufigste Assoziation im Zusammenhang mit sozialstaatlichen Leistungen ist der Aspekt der sozialen
Absicherung. Zur Beantwortung dieses Items werden zwei unterschiedliche Perspektiven eingenommen:
Zusammenfassend lässt sich bei Item d) feststellen, dass die meisten Befragten eine Beurteilung der sozialstaatlichen Leistungen vornehmen und eine Begründung für ihr Antwortverhalten liefern können. |
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| der wissenschaftlichen und technologischen Leistungen? | Nein | Dieses Item weist eine rechtsschiefe Verteilung auf: 16 Personen sind „sehr“ bzw. „eher stolz“, lediglich
vier Personen geben an, „nicht sehr stolz“ zu sein. Unabhängig von der Beurteilung denken nahezu alle
Testpersonen an Innovation und Forschung. Lediglich die Testpersonen 09 und 15 begründen ihr Antwortverhalten
(„nicht sehr stolz“) mit der Abwanderung von Wissenschaftlern aus Deutschland. Die Testpersonen, die (eher) stolz hinsichtlich der wissenschaftlichen und technologischen Leistungen sind, begründen dies vor allem damit, dass Deutschland ein „Innovationsstandort“ sei. Gedacht wird unter anderem an Entwicklungen im Bereich Medizin, in der Automobilindustrie oder an die Raumfahrt:
Testperson 03 begründet ihre Antwort damit, dass es gute und schlechte Sachen gibt, die sie aber eben nicht stolz machen. Bei diesem Item fällt auf, dass häufiger auf den Begriff „Stolz“ zurückgegriffen wird. Eine mögliche Ursache wird von Testperson 10 genannt: „Das ist wie ich vorhin schon gesagt habe mit dem Stolz, dass man irgendwo dran Anteil hat. […] Vielleicht ist es deswegen für Punkt c) und d) auch schwierig, weil man da relativ weit entfernt von ist.“ Einen alternativen Grund benennt die Testperson 20: „Aber das, was in Deutschland geschieht ist schon gut und wenn es da einmal gute Leistungen gibt, kann man stolz darauf sein.“ |
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| der sportlichen Erfolge? | Nein | Hinsichtlich der sportlichen Erfolge sind drei Viertel der Testpersonen stolz („sehr stolz“ (sechs TPs) und
„eher stolz“ (neun TPs)) auf Deutschland. Dies begründen 11 Testpersonen damit, dass Deutschland in
vielen Sportarten bzw. sportlichen Wettkämpfen erfolgreich sei. Hauptsächlich werden dabei die
Olympischen Spiele (Leichtathletik) und Fußball genannt. Drei Testpersonen äußern mangelndes Interesse, geben dennoch aber an „eher stolz“ zu sein. TP 16 ist „froh, wenn die Deutschen dann gewinnen“,
hat aber gezögert, weil sportliche Erfolge keine Leistung des Landes seien. Auch TP 19 kann nur auf etwas stolz sein, das sie selbst geleistet hat. TP 03 hat sich für „nicht sehr stolz“ entschieden, weil sie auch diesbezüglich keinen Stolz verspüre. Der Grund dafür, dass sich Testperson 11 für „überhaupt nicht stolz“ und zwei Testpersonen (TP13, TP 15) für „kann ich nicht sagen“ entschieden haben, liegt in der Bedeutungslosigkeit dieses Themas für die Testpersonen. |
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| der Leistungen in Kunst und Literatur? | Nein | Insgesamt bezeichnen sich fünf Testpersonen als „sehr stolz“ und neun Testpersonen als „eher stolz“
hinsichtlich der Leistungen in Kunst und Literatur. TP 18 erklärt, dass man diesbezüglich wirklich einmal
von „Stolz“ sprechen kann. Die positiven Antworten werden vor allem damit begründet, dass Deutschland als Land der „Dichter und Denker“ gilt, wobei dabei vor allem an Goethe und Schiller gedacht wird (sieben TPs). Sechs Personen stellen einen internationalen Vergleich an und begründen ihre Antwort entweder damit, dass es in Deutschland ein „breit gefächertes Angebot“ (TP 12) gebe oder aber damit, dass Deutschland sich eben nicht besonders hervortue hinsichtlich der literarischen bzw. künstlerischen Leistungen (drei TPs). Drei Testpersonen assoziieren spontan Negatives mit den deutschen Leistungen (z.B. „Sarrazin“) oder dass die „Moderne in Kunst und Literatur […] schwach [sei]“ (TP 15). Testpersonen 16 und 17 denken an aktuelle Literatur, Kunstausstellungen oder Designermöbel, die auch heute noch Verkaufsschlager darstellen würden. Zwei Testpersonen beantworten diese Frage mit “kann ich nicht sagen“, was mit Unwissenheit (TP 02) und fehlender Begeisterung dafür (TP 04) begründet wird. TP 08 gibt zusätzlich zu bedenken, „dass man da quer durch ein paar hundert Jahre denken könnte. Meint man jetzt Goethe oder meint man einen kontemporären Künstler?“. Insgesamt denken vier Testpersonen sowohl an die Vergangenheit, als auch an die Gegenwart, jeweils fünf Testpersonen sprechen von der Gegenwart und fünf von Kunst und Literatur aus der Vergangenheit. |
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| der deutschen Streitkräfte? | Nein | Eine Testperson fragt beim Beantworten der Frage nach, ob damit die Bundeswehr gemeint sei. Abgesehen davon fällt auf, dass sich mit sieben von 20 Testpersonen ein relativ großer Anteil für die Antwortkategorie “kann ich nicht sagen” entscheidet. Darunter ist lediglich eine Testperson, die diese Frage aus inhaltlichen Gründen nicht beantworten kann (TP 19), da es vom jeweiligen Zweck abhinge, zu dem die deutschen Streitkräfte eingesetzt würden. In zwei Fällen wird die Wahl der Antwortkategorie mit Unwissenheit und in einem Fall mit Irrelevanz begründet. Die übrigen drei Testpersonen finden den Inhalt der Frage nicht eindeutig:
Drei Testpersonen sind „nicht sehr stolz“, wobei dies von zwei Testpersonen damit begründet wird, dass die deutschen Streitkräfte im Vergleich zu anderen Ländern nicht hervorstechen oder besondere Leistungen zeigen würden (TP 07, TP 09). TP 18 sagt, sie könne dies eigentlich aufgrund fehlender Erfahrung nicht beurteilen, entscheidet sich aber für „nicht sehr stolz“. Testpersonen, die „eher stolz“ sind, begründen dies vor allem mit spezifischen Aufgaben der Bundeswehr, die in vielen anderen Ländern hilft, Aufbauhilfe leistet und Friedenstruppen entsendet. TP 17 zählt auch die deutsche Polizei zu den Streitkräften und ist „froh, dass sie da sind“. Lediglich eine Testperson ist hinsichtlich der deutschen Streitkräfte „sehr stolz“ und begründet dies damit, dass sie selbst bei der Bundeswehr war und ihr das gut gefallen habe. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass unter den Testpersonen ein auffallend heterogenes Frageverständnis vorherrscht. Dies spiegelt sich auch in der hohen Anzahl der „kann ich nicht sagen“- Antworten wider. |
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| der deutschen Geschichte? | Nein | Bei der Begründung ihrer Antworten teilen sich die Testpersonen in zwei Gruppen auf: in der ersten
Gruppe überlagert die Zeit des Nationalsozialismus andere Ereignisse der deutschen Geschichte, in der
zweiten Gruppe wird auch an andere zeitliche Epochen (Bismarcks Sozialgesetzgebung, Wiederaufbau
Deutschlands, Entwicklung zur Demokratie 1832) gedacht, die jedoch durch den Nationalsozialismus
relativiert werden. Die erste Gruppe, deren Antworten von der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands überlagert werden, entscheidet sich ausnahmslos für die Antwortkategorien „nicht sehr stolz“ oder „überhaupt nicht stolz“:
Auch einige spontane Äußerungen der Testpersonen machen deutlich, dass die Aussage nicht eindeutig bezüglich des Zeitraums deutscher Geschichte ist:
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| der gerechten und gleichen Behandlung aller gesellschaftlichen Gruppen? | Nein | Hinsichtlich der Beurteilung der Behandlung gesellschaftlicher Gruppen teilen sich die Testpersonen in
zwei etwa gleich große Lager: Auf der einen Seite gibt es Personen, die die gerechte und gleiche Behandlung aller gesellschaftlichen Gruppen negativ beurteilen und daher angeben „nicht sehr stolz“ (sieben TPs) oder „überhaupt nicht stolz“ (eine TP) zu sein. Von den meisten Testpersonen (fünf TPs) wird dies damit begründet, dass es gesellschaftliche Gruppen gebe, die nicht gerecht und gleich behandelt würden (Homosexuelle, Ausländische Mitbürger, Arme vs. Reiche). TP 15 geht noch weiter und sagt, die gesamte Gesellschaft sei in Gruppen aufgeteilt, die nicht gleich behandelt würden. Dabei denkt sie an Armut, Ausländerfeindlichkeit und an Bildungschancen. Testperson 07 ist der Meinung, dass diesbezüglich „zu viel“ gemacht würde und Deutschland „übertrieben tolerant“ sein wolle. Zwei Testpersonen beurteilen die gerechte und gleiche Behandlung aller gesellschaftlichen Gruppen negativ, da sie sich im Vergleich zu Ausländern persönlich ungerecht behandelt bzw. benachteiligt fühlten (TP 02, TP 12). Auf der anderen Seite gibt es sechs Personen, die hinsichtlich der gerechten und gleichen Behandlung aller gesellschaftlichen Gruppen „eher stolz“ sind. Drei Testpersonen sind der Meinung, dass dies in Deutschland (im Grunde) gegeben sei, die anderen drei Testpersonen sehen noch etwas Verbesserungspotential, loben aber den Willen und die dafür geschaffenen Maßnahmen. Insgesamt äußern drei Testpersonen Verständnisschwierigkeiten in Bezug auf den Begriff der „gesellschaftlichen Gruppen“. TP 01 fragt sich, wie sie „gesellschaftliche Gruppen“ deuten solle. TP 04 und TP 08 geben an, die Frage nicht verstanden zu haben und entscheiden sich daher für die Antwortkategorie „kann ich nicht sagen“:
TP 05 hat eine Meinung zu dem Thema, kann dies aber aufgrund des Begriffs „stolz“ nicht ausdrücken:
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| Zuwanderer erhöhen die Kriminalitätsrate. | Nein | ||||
| Zuwanderer nehmen Menschen, die in Deutschland geboren sind, Arbeitsplätze weg. | Nein |