Item List

Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
B – Ich kann auch mit Unerwartetem gut zurechtkommen. Nein Eine Testperson bemerkte spontan, dass der Begriff „Unerwartetes“ durchaus unterschiedlich interpretiert werden könnte: „Also wenn ich unerwartet Besuch bekomme und jemand unerwartet stirbt, das sind ganz unterschiedliche Gewichtungen“, und deshalb müsse man schon sagen, was man mit „unerwartet“ meine (TP 02).

Ansonsten haben fünfzehn der 20 Testpersonen keine Schwierigkeiten, dieses Item zu bewerten, hielten seine Bewertung für „sehr leicht“. Probleme entstehen bei zwei Testpersonen durch den Begriff „Unerwartetes“, der sehr unterschiedliche Assoziationen bewirken könne.
C – Ich kann mich in schwierigen Situationen auf meine Fähigkeiten verlassen. Nein Siebzehn der 20 Testpersonen hatten keine Schwierigkeiten, dieses Item zu bewerten, hielten seine Bewertung für „sehr leicht“. Nur zwei Personen tun sich schwer mit dem Begriff „schwierige Situationen“: „Weil da ist die Frage wieder ist, was sind schwierige Situationen, und meint man damit berufliche Situationen oder irgendwelche Schicksalsschläge oder etwas völlig unerwartetes, und welche Fähigkeiten sind gemeint, da kann man sich wieder alles und nichts drunter vorstellen" (TP 05).
D – Was auch immer passiert, ich werde schon klarkommen. Nein Item D ist eines der problematischeren. So geben auch nur 12 Testpersonen an, bei der Bewertung keine Probleme gehabt zu haben. Testpersonen, für die die Bewertung des Items nicht sehr leicht gewesen ist, kritisieren fast ausnahmslos, dass die Aussage viel zu allgemein gehalten sei. Dies zeigen die Zitate in der folgenden Übersicht (Ausriss):
  • „Mir hat die Frage nicht so gefallen, weil die klingt so egal was passiert, ja ja ich schaff das schon, das klingt für mich ein bisschen negativ. Ich werde schon klar kommen, da fühlt man sich nicht ernst genommen bei so was bzw. ich selbst fühle mich nicht ernst genommen, wenn ich zu mir selbst sage was immer auch passiert ich werde schon klarkommen." (TP 02)
  • „Ja was auch immer passiert ich werde schon klarkommen, man kann sich ja nicht alles vorstellen was passieren kann und dann die Frage danach beantworten. Gut man kann dann sagen, das ist einfach eine dumpfe Zuversicht, aber dann würde man doch dazu tendieren die Frage vorsichtig zu beantworten, man weiß ja nicht was alles passieren kann und ob man dann klarkommt. Ich denke es gibt keinen Menschen der mit allem klarkommt was passiert, ich denke das ist unmöglich.“ (TP 05)
  • „Wenn ich das lese „was auch immer passiert, ich werde schon klarkommen“, der, der das von sich behauptet, muss ein sehr selbstsicherer Mensch sein. Und es gibt bestimmt wieder Situationen wo man nicht so schnell klar kommt mit und es gibt bestimmt auch wieder Situationen die man schneller meistern kann.“ (TP 08)
  • „Das Wort immer ist zu absolut, bis heute bin ich mit allem klargekommen, aber ob das in der Zukunft so sein wird, weiß ich nicht. [Auf Rückfrage:] Besser wäre: was auch passieren mag, …“. Das immer sollte raus.“ (TP 12)
  • „Das ist viel zu allgemein, was ist damit gemeint?“ (TP 18)
E – In unerwarteten Situationen weiß ich oft, wie ich mich verhalten soll. Nein Keine besonderen Probleme. Vierzehn Testpersonen halten es für sehr leicht, diese Aussage zu bewerten. Drei Testpersonen stören sich daran, dass – ähnlich wie bei Aussage B – der Begriff „unerwartet“ zu vielschichtig sein kann: „Weil auch hier sehr unterschiedliche Situationen da sind, die unterschiedlich zu bewerten wären“ (TP 17).

Eine Person stört sich an der Verwendung des Wortes „oft“, weil sie immer schnell reagiere und auf unerwartete Situationen eingehen könne; ihrem Vorschlag, deshalb „oft“ ersatzlos zu streichen (TP 17), sollte allerdings nicht Folge geleistet werden.
F – Wenn ein Problem auftaucht, kann ich es aus eigener Kraft gut meistern. Nein Auch hier keine besonderen Probleme. Vierzehn Testpersonen halten es für sehr leicht, diese Aussage zu bewerten. Vier Testpersonen weisen darauf hin, dass auch hier wieder sehr allgemein formuliert wäre, und dass es sehr von dem jeweiligen Problem abhänge, ob man es meistern könne: „Weil es unterschiedliche Probleme gibt. Manche kann man selbst meistern, andere nicht.“ (TP 18)

TP 12 stört sich an dem Begriff „gut meistern“: „Entweder ich kann das meistern, oder ich kann das nicht meistern. ‚Gut’ braucht man da nicht“.
G – Auch schwierige Aufgaben kann ich gut lösen. Nein Eine Testperson bemerkt spontan, dass es immer schwierige Aufgaben gebe, die man gut lösen könne und dann wieder solche „Aufgaben, da steht man da und sagt nein da komme ich nicht weiter, da brauche ich eben Hilfe“ (TP 08). Ansonsten das unproblematischste der sieben Items. Nur eine Person gibt an, dass es nicht sehr leicht zu bewerten gewesen sei.
a) Wenn ich etwas erreichen will, setze ich mir Ziele und überlege, mit welchen Mitteln ich diese genau erreichen kann. Nein Findet deutliche Zustimmung, alle 19 Testpersonen befinden sich auf der „trifft zu“-Seite der Skala. Keine nennenswerten spontanen Kommentare der Testpersonen.

Auf die standardisierte Probing-Frage, woran sie beim Beantworten des Items a) gedacht hätten, gaben acht Testpersonen an, sie hätten „an ihre berufliche Arbeit“ gedacht, sieben „allgemein an die Art und Weise, wie sie vorgehen, wenn sie etwas erreichen wollen“, und vier Testpersonen entschieden sich für „sowohl als auch“. Die Frage, ob eine Fokussierung des Items auf berufliche Arbeit beim Beantworten hilfreich gewesen wäre, wird unterschiedlich beantwortet: Es gibt Testpersonen, für die das Item dann klarer wäre (Bsp.: „Wenn das auf den Beruf hin formuliert wäre, hätte ich das vielleicht noch weiter rechts angekreuzt“, TP 04), es gibt Testpersonen, die aufgrund des Kontexts der Befragung auf einen Hinweis auf die berufliche Arbeit verzichten können („[…] weil der Kontext selbst sagt, wir reden über meine Arbeit“, TP 05), und schließlich gibt es Testpersonen, für die eine Unterscheidung zwischen beruflich und privat irrelevant ist (Bsp.: „Also wenn da Arbeitsplatz stehen würde, wüsste man natürlich, dass die Frage eher darauf zugeschnitten ist. Aber im Prinzip, wenn ich etwas erreichen will, dann ist das egal, ob es privat oder bei der Arbeit ist.“, TP 12).
b) Eine Organisationsstruktur, bei der Beschäftigte mehr als einen Vorgesetzten haben, sollte vermieden werden. Nein Die Werte streuen relativ gleichmäßig über die gesamte Skala, wobei sich drei Testpersonen nicht einordnen können oder wollen. TP 03 schwankt zwischen den Skalenwerten 5 und 6 und möchte sich nicht festlegen. TP 11 meint, sie könne das „pauschal nicht beantworten“; aus vergleichbarem Grund kreuzt auch TP 13 keinen Skalenpunkt an. TP 12 entscheidet sich für den Skalenwert 4, weil er eine Situation mit mehreren Vorgesetzten nicht kennt; sie nutzt die „Skalenmitte“ also als Fluchtpunkt.

TP 09 macht einen „konkreten Verbesserungsvorschlag: ‚Eine Organisationsstruktur, bei der Beschäftigte mehr als einen direkten Vorgesetzten haben, sollte vermieden werden.“
English version:
a) Exchange emails

German version:
a) Senden/ Empfangen von E-Mails
Nein
English version:
b) Use social media to work

German version:
b) Nutzung sozialer Netzwerke zu beruflichen Zwecken
Nein