Item List

Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
e) Auf meiner Station besteht ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Vorgesetzten. Nein

14 Testpersonen geben an, diese Aussage treffe eher/voll und ganz auf ihre Arbeitssituation zu, vier Personen ordnen sich in der Mitte der Skala ein und eine Person kreuzt „trifft eher nicht zu“ an.

Zwei Testpersonen äußern sich dahingehend, dass bei diesem Item unklar sei, ob es sich auf das eigene Verhältnis zu den Vorgesetzten beziehe oder auf das des gesamten Teams:

  • „Ist da jetzt die Allgemeinheit gemeint, wie es generell ist? Entweder ich gehe von mir aus oder ich gehe vom Insgesamt aus. Insgesamt wäre es eher nicht, von mir aus kann ich jetzt nichts wirklich Schlechtes berichten. Auf Ihre Arbeitssituation? Aber hier steht ja ‚auf meiner Station’?“ (TP 06)
  • „Für mich oder für die Pflegekräfte generell? Also was ich jetzt für ein Gefühl für das ganze Team habe oder wie ich das für mich einschätze? Auf meiner Station, das schließt ja die anderen mit ein.“ (TP 11)

Eine Testperson (TP 09) gibt an, dass die Frage aufgrund des Plurals „Vorgesetzten“ schwierig zu beantworten sei:

„Die klassische Situation: Sie haben ein vertrauensvolles Verhältnis zu einem Vorgesetzten und zu dem anderen vielleicht eher nicht. Wenn sie nur einen Vorgesetzten erwähnt hätten, hätte ich es eindeutiger beantworten können. Aber es entspricht ja auch der Realität, es sind meistens mehrere Vorgesetzte und da war ich am Schwanken. Da kommt dann halt das Mittelmaß raus, da macht man dann halt den Mittelwert zwischen den beiden. Und das ist letzten Endes eher nichtssagend. Ich glaube, dass diese Frage keine Aussagekraft hat. Die werden alle irgendwo in der Mitte landen. Außer es ist irgendjemand absolut stinksauer.“

f) Auf meiner Station ist man immer wieder mit Problemen bei der Belegung konfrontiert. Nein

Die Aussage findet überwiegend Zustimmung. Lediglich zwei Testpersonen kreuzen „trifft eher nicht zu“ an und eine Person ordnet sich in der Mitte der Skala ein.

Für drei Testpersonen ist unklar, was genau mit „Problemen bei der Belegung“ gemeint ist:

  • „Hat man ein Problem damit, dass eine Station Leerlauf hat und leer oder halb voll ist? Oder hat ein Problem damit, Betten wieder freizubekommen? Das müsste man deutlicher machen. Würde ich aus meiner Sicht anders formulieren. […] Probleme mit Bettenkapazitäten, so ist es üblich bei uns, die Bezeichnung.“ (TP 01)
  • „Der Belegung mit Patienten oder […]? Es könnte ja auch die Belegung mit Mitarbeitern gemeint sein. Eigentlich geht es ja hier bei der Frage um die sozialen Konflikte zwischen den Mitarbeitern und um die Arbeitsbelastung.“ (TP 06)
  • „Was heißt Probleme bei der Belegung? Ob alle Betten besetzt sind? Ja, ich arbeite ja nicht auf der Station. Die Frage trifft bei mir also nicht zu.“ (TP 18)

Die TP 18 kann sich darum bei diesem Item nicht einstufen. Falls das Item mit „Problemen bei der Belegung“ auf die Belegung von Betten abziele, träfe die Aussage auf sie nicht zu, da sie nicht auf der Station arbeite.

g) Auf meiner Station ist man immer wieder mit Gerüchten konfrontiert, z. B. über personelle oder organisatorische Veränderungen Nein Keine berichtenswerten Kommentare.
h) Auf meiner Station gibt es aufgrund von… Nein

Die Aussage findet überwiegend Zustimmung bei einer „trifft eher nicht zu“-Antwort und einer Einordnung in der Mitte der Skala.

Sechs Testpersonen äußern spontan, dass unklar sei, auf wessen Abwesenheit oder welche Form von Abwesenheit sich das Item beziehe:

  • „Aber auch bei dieser Frage: Was ist mit Abwesenheit gemeint? Abwesenheit der Ärzte oder des Pflegepersonals?“ (TP 01)
  • „Geht es da um Krankheitsausfälle oder wie soll das gemeint sein? Ich hätte jetzt gesagt Krankheitsausfälle oder Abwesenheiten, dass Kollegen irgendwie in einer Besprechung sind. Also Abwesenheit ist für mich, da geht immer das rote Lämpchen an. Abwesenheit heißt Krankheitsausfall und das wäre jetzt meine Assoziation gewesen. Aber ich finde es nicht ganz klar. Also ich bin mir unsicher, was damit gemeint ist.“ (TP 13)
  • „Also Krankheit?“ (TP 15)
  • „Meinen Sie damit meine Abwesenheiten oder die von Kollegen?“ (TP 16)
  • „Hier ist mir nicht klar, welche Abwesenheit gemeint ist. […] Zum Beispiel Abwesenheit des Patienten, sind da Transporte gemeint? Oder meinen Sie Abwesenheit von mir selber, dass ich weg bin? Oder Abwesenheit aufgrund von Personalmangel? Das ‚Abwesenheit’ ist sehr allgemein. Das kann ich so nicht beantworten. Es stimmt schon, dass Abwesenheiten Probleme machen. Aber das ist ja im Grunde […], wenn man sagt, ‚die Ausstattung mit Pflegekräften ist nicht angemessen’, das spiegelt das ja wieder.“ (TP 19)
  • „Die Frage ist auch nicht eindeutig. Was ist eine Abwesenheit? Ist es eine Abwesenheit von mir? Von meinen Kollegen oder ist es eine Abwesenheit vom Patienten?“ (TP 20)

TP 19 und TP 20 konnten sich deshalb nicht einstufen.

Auf die Nachfrage, was man unter „Abwesenheiten“ in dieser Aussage verstehe, geben 17 Testpersonen ungeplante Abwesenheiten durch Krankheitsausfälle an. In sechs Fällen werden auch planbare Abwesenheiten wie z.B. Urlaub, Fortbildungen, Verwaltungs- oder Vortragstätigkeiten genannt.

a) mit der Patientenaufnahme und anderen Stationen (z. B. bei Verlegungen) immer wieder belastet. Nein Keine nennenswerten Kommentare, allerdings konnte sich die TP 20 nicht einstufen, denn es komme immer darauf an, woher die Patienten kämen (z.B. von der Straße vs. vom OP) bzw. wohin sie verlegt würden.
b) mit Kollegen immer wieder belastet. Nein Keine nennenswerten Kommentare, aber die TP 02 konnte sich nicht einstufen, da unklar sei, ob hier nur ihre direkten (anästhesiologisch tätigen) Kollegen gemeint seien oder auch Kollegen von den chirurgischen Fachdisziplinen, die täglich mehrfach zur Visite auf der Station seien. Das würde in ihrem Fall einen Unterschied machen.
c) mit Vorgesetzten immer wieder belastet. Nein Keine nennenswerten Kommentare.
d) …die Zusammenarbeit mit den Patienten immer wieder belastet Nein Die Aussage trifft auf zwölf Testpersonen eher/überhaupt nicht zu, auf zwei Testpersonen eher zu. Vier Testpersonen stufen sich in der Mitte der Skala ein.

Acht Testpersonen geben an, dass die Formulierung „Zusammenarbeit mit den Patienten“ merkwürdig sei, da man mit Patienten im eigentlichen Sinne nicht zusammenarbeite. Auf der Intensivstation seien die Patienten häufig sediert und könnten nicht kommunizieren (z.B. TP 03: „Also häufig sind unsere Patienten nicht wirklich zur Mitarbeit bereit, da sie künstlich sediert sind oder es ihnen sonst irgendwie nicht möglich ist, ihren Willen zu äußern. Von daher ist die Frage ein bisschen schwierig zu beantworten.“, TP 20: „Ich habe keine Zusammenarbeit mit dem Patienten. Ich arbeite ja nicht mit ihm zusammen. Er liegt ja da und ich betreue ihn. Das ist für mich keine Zusammenarbeit. Das passt nicht zusammen. Ich arbeite mit Kollegen zusammen, mit Vorgesetzten, ich arbeite auch bei der Übergabe mit jemandem zusammen, aber nicht mit dem Patienten.“ Die TP 20 kann sich bei diesem Item nicht einstufen.).
a) Einen direkten Vorgesetzten zu haben, den Sie respektieren können. Nein Das Item wird von 18 der 19 Testpersonen mit dem Skalenwert 6 bzw. 7 = „sehr wichtig“ bewertet. Keine nennenswerte Kritik an dem Item. Nur TP 13 ist ein wenig unsicher wegen des Begriffs „können“ und meint, sie könne klarer urteilen, wenn man auf den Begriff verzichten würde: „[…] das respektieren ‚können’ verwirrt mich irgendwie. Einfach das Wort ‚können’.“
b) Genügend Zeit für Sie persönlich oder für Ihr Familienleben zu haben. Nein 18 Nennungen auf „sehr wichtig“. Keine nennenswerten Probleme, nur TP 15 fragt, was denn „genügend“ sei. TP 05 regt an, nicht nur die Wichtigkeit dieser Aspekte abzufragen, sondern auch den Ist-Zustand: „Muss absolut rein. Leuten, die noch nie auf einer Intensivstation gearbeitet haben, ist nicht bewusst, was das bedeutet […].“ (TP 05)