Item List

Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
b) wo ich mir vor und nach jeder infektionsgefährdenden Tätigkeit die Hände desinfiziere. Nein

Auch bei Item b) wird anhand der spontanen Aussagen deutlich, dass die Testpersonen nicht „konkret planen“, wo sie sich die Hände desinfizieren. Das hat zum einen den Grund, dass bekannt ist, wo die Spender hängen und zum anderen, dass die Spender, zumindest auf Intensivstationen, nahezu überall zu finden sind und man sie nie suchen muss. Dafür exemplarisch:

  • „Da mache ich mir auch keine Gedanken, weil ich weiß, wo unsere Desinfektionsspender stehen. Die sind an jedem, in jeder Patientenbox selber drin. Von daher brauche ich mir da auch keine Gedanken machen.“ (TP 03)
  • „Nein, da gibt es so viele Möglichkeiten.“ (TP 06)
  • „Ich habe mir auch keine Gedanken darüber gemacht, wo ich mir die Hände desinfiziere. Muss ich allerdings sagen, habe ich in meinem Bereich auch keinerlei Mangel daran. Ich muss nie suchen.“ (TP 09)
  • „Diese Mittel, diese Flaschen sind fast überall. Daher sind die ganz leicht zu finden und man denkt auch nicht daran, wo man die finden soll.“ (TP 18)
  • „Das finde ich Quatsch. Wo ich mir die Hände desinfiziere. Das kann ich überall machen. Ich finde, das macht keinen Sinn. Gerade auf einer Intensivstation, da hängt an jedem Waschbecken ein Desinfektionsspender, an jedem Patientenplatz ist einer.“ (TP 19, die keine Antwort wählen konnte)

Eine Testperson findet es außerdem schwierig, einen örtlichen Bezug herzustellen: „Wo ich mir die Hände desinfiziere. Meistens am Bett. Jeder Arbeitsplatz ist ja ein bisschen anders. Ich habe jetzt nicht zu jeder Box einen Ort, wo ich mir die Hände desinfiziere. Man nimmt das ja auch in die Hand und läuft dann ein Stück. Dieses örtliche ist etwas schwierig, finde ich.“ (TP 02)

c) wie ich mit Hindernissen und Ereignissen umgehe, die mir die Händedesinfektion erschweren. Nein

Im Vergleich zu den beiden vorherigen Items stößt diese Aussage auf mehr Zustimmung und Verständnis, was sich auch in der Verteilung der Antworten bemerkbar macht.

  • „Das ist tatsächlich so. […] Das heißt, ich plane das schon vorher, aber nur bei gewissen Tätigkeiten.“ (TP 01)
  • „Ja das trifft schon zu. Man überlegt schon, warum habe ich mir da jetzt nicht die Hände desinfiziert. Und hat es an der Zeit gelegen oder habe ich es einfach vergessen.“ (TP 13)
  • „Ja das trifft schon zu. Man überlegt schon, warum habe ich mir da jetzt nicht die Hände desinfiziert. Und hat es an der Zeit gelegen oder habe ich es einfach vergessen.“ (TP 13)
  • „Da macht man sich schon mal eher Gedanken, also würde ich es eher im vorderen Drittel ankreuzen.“ (TP 17)

Dennoch sind auch hier einige der Testpersonen der Ansicht, dass sie dies nicht konkret planen oder dann spontan entscheiden:

  • „Also das muss man dann ja im Einzelfall entscheiden. Also nein, das habe ich nicht konkret geplant.“ (TP 02)
  • „Jetzt muss ich nachdenken, was Hindernisse und Ereignisse sind, die mir die Händedesinfektion erschweren. Weil irgendwelche Sachen nicht da sind, weil es schnell gehen muss oder sonstiges. Das habe ich aber auch nicht konkret geplant. Aber einen Plan habe ich mir dazu nicht zurecht gelegt. Da gibt es einen Plan im Kopf, aber konkret geplant, habe ich es nicht. Ich würde mal, weil ich mir darüber vielleicht eher mal Gedanken gemacht habe, als die beiden anderen Punkte, ein Kästchen vorgehen.“ (TP 07)
  • „Ehrlich gesagt habe ich das nie geplant. Ich habe schon daran gedacht, z.B. was mache ich, wenn ich diese Mittel nicht in der Nähe finde? Weiß ich wo der Vorrat ist? Kann ich da hingehen und das holen? So zum Beispiel.“ (TP 18)

Auf die Nachfrage, welche Hindernisse und Ereignisse die Händedesinfektion erschweren können, nennen 15 der 19 Testpersonen Zeitnot bzw. Notfallsituationen. Als Hindernis werden vor allem nicht erreichbare, leere oder nicht auffindbare Desinfektionsmittelspender genannt (12 Nennungen).

  • „Hindernisse: Wenn ein Desinfektionsbehälter vielleicht leer ist und man nach etwas Neuem suchen muss, wobei das normalerweise nicht die Regel ist. Ereignisse: Dass man vielleicht, wenn man zu einem Notfall gerufen wird, nicht unbedingt die Zeit hat, ausgiebig seine Hände zu desinfizieren. Also das kann dann schon einmal vorkommen. Das stellt durchaus ein Ereignis dar, bei dem die vitale Bedrohung des Patienten vorgeht.“ (TP 06)
  • „Zum Beispiel dass eben kein Desinfektionsmittel vorhanden ist oder dass man mit einer Tätigkeit fertig ist, sich noch nicht die Hände desinfiziert hat und dann würde zum Beispiel ein Notfall auftreten und man müsste eigentlich sofort dahin rennen. Das würde mir jetzt spontan einfallen.“ (TP 08)

Zwei Testpersonen empfinden komplexe Krankheitsbilder unter Umständen als Hindernis (TP 01,17). Jeweils eine Testperson zählt Verletzungen an den Händen (TP 03) oder Personalknappheit (TP 14) zu Ereignissen, welche die Händedesinfektion erschweren können.

d) was ich tue, wenn ich die Händedesinfektion vorher mal vergessen habe. Nein

Neben Äußerungen, dass man das nicht plant, gibt es hier auch positive und selbstreflektierende Aussagen:

  • „Der letzte Punkt ist eine richtig gute Frage und da muss ich sagen, darüber sollte ich mal Nachdenken. Aber es wäre gelogen, was anderes anzukreuzen (als „Trifft überhaupt nicht zu“). Ich war etwas verblüfft, habe ich mir schon einmal darüber Gedanken gemacht, wenn ich feststelle, ich habe es vergessen. Und ich habe schon angefangen, irgendetwas zu tun oder den Patienten zu untersuchen, abzuhören oder sonst etwas. Ich habe tatsächlich noch nie darüber nachgedacht, ob es jetzt sinnvoll ist, hinterher den ganzen Patienten zu desinfizieren oder was auch immer. Habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht.“ (TP 09)
  • „Ja, da macht man sich schon Gedanken und geht dann z.B. Händewaschen.“ (TP 17)
  • „Da habe ich schon mal gedacht, was kann man da machen: wieder desinfizieren oder Handschuhe anziehen.“ (TP 18)

Beim Nachfragen, wie die Testpersonen das Item verstanden haben, zeigt sich, dass die meisten zwar inhaltlich wiedergeben können, was erfragt wird, dennoch stößt die Aussage bei einigen Testpersonen auf Unverständnis. Sie bereitet vor allem Schwierigkeiten, weil die Testpersonen nach eigenen Angaben nicht merken, wenn sie die Händedesinfektion vergessen haben und sich für eine solche Situation dann auch keinen Plan überlegt haben bzw. spontan entscheiden und handeln:

  • „Also ich verstehe das so, dass wenn ich jetzt irgendeine sterile, oder egal was für eine Tätigkeit tue, wo ich mir davor die Hände desinfizieren sollte, ich es vergessen habe, dass ich mir dann überlege, was mache ich jetzt. Also da bin ich mir aber ehrlich gesagt unsicher, weil mir fällt jetzt nichts ein, dass ich mal aktiv dran denke, oh ich habe mir grad vergessen, die Hände zu desinfizieren. Jetzt höre ich auf mit allem und fange von vorne an. Und das hätte ich dann schon gar nicht wieder geplant.“ (TP 12)
  • „Die war mir etwas unklar. Worauf die Aussage hinzielt? ‚Was tue ich wenn ich die Händedesinfektion vorher einmal vergessen habe?’ Nichts. Also wenn ich vor einer Tätigkeit am Patienten, wenn ich das vergessen habe, dann denke ich nicht dran. Also ich weiß nicht, worauf die Aussage abzielt. (Überlegt). Nein, ich habe mir darüber auch keine Gedanken gemacht. Also so was kommt mal vor, so was sollte nicht vorkommen, aber so was kommt mal vor und wenn es dann aber vorgekommen ist, ja dann kann man sich Handschuhe anziehen. Aber mir fällt es ganz arg schwer, jetzt im Bezug auf die Frage mir eine Alltagssituation vorzustellen.“ (TP 13)
  • „Was für Möglichkeiten bestehen, wenn ich mal die Händedesinfektion vergessen habe. Also wenn es einfach unterblieben ist. Dann muss man es eben nachholen, je nachdem was für eine Tätigkeit ich vorher gemacht habe. Also wenn ich einen Verbandswechsel gemacht habe, habe mir aber vorher nicht die Hände desinfiziert, da habe ich wenige Interventionsmöglichkeiten. Die ist ein bisschen komisch die Frage.“ (TP 14)
  • „Ich sag jetzt ein Beispiel: Wenn ich am Patienten stehe und bemerke, dass ich vergessen habe, mir vor dem Verbandswechsel die Hände zu desinfizieren. Aber da mache ich keinen Plan, dann hole ich es eben nach.“ (TP 19)
a) Ich kontrolliere, ob ich mir vor und nach jeder infektionsgefährdenden Tätigkeit die Hände desinfiziere. Nein

Kontrollieren wird in diesem Zusammenhang als „unzutreffend“ (TP 14), „zu stark“ (TP 15) und „seltsam formuliert“ (TP 04) wahrgenommen. Testperson 15 wählt aus diesem Grund keinen Antwortwert. Vier Testpersonen fragen spontan nach, „wie man das kontrolliert“ oder „was sie kontrollieren sollen“, vier weitere Testpersonen geben an, dass man das nicht kontrollieren kann (TP 08: „Ich kann mir aktuell keine Möglichkeit vorstellen, wie man kontrollieren kann, ob man es wirklich getan hat“). Neun Testpersonen sehen die Händedesinfektion nicht als einen Vorgang, den man aktiv und bewusst „kontrolliert“, z.B. in Form des Führens einer Strichliste, sondern vielmehr als einen automatischen und unbewussten Vorgang:

  • „Ich kontrolliere. Wie kontrolliere ich denn? Also ich kontrolliere, da hänge ich mich jetzt wieder auf. Ich denke daran, ob ich das gemacht habe, aber ich mache ja keine Häkchenliste für mich, wo ich mir abhake: Ja ich habe mir die Hände desinfiziert. Deswegen, wegen diesem Kontrollieren, das ist kein aktiver Prozess, ob ich das jetzt gemacht habe.“ (TP 07)
  • „Also es ist kein bewusster Vorgang. Also ich registriere, dass ich mir die Hände desinfiziere, aber ich kontrolliere […] Ich nehme es wahr. Kontrollieren würde ja bedeuten: „Check. Habe ich das gemacht?“ Und so ist es nicht. Ich nehme das in meinem Kopf letztendlich wahr. Kontrollieren finde ich zu stark.“ (TP 15)
  • „Also bewusst kontrolliere ich das gar nicht mehr, das ist schon so in den Ablauf integriert. Ich denke, man macht das eher unbewusst. Kontrolle hat ja schon etwas mit Bewusstsein oder Aufmerksamkeit zu tun. Dass man sich auch konkret darüber Gedanken macht.“ (TP 06)
  • „Das ist auch wieder ein inneres Hygieneverständnis. Und das ist auch wieder ein Automatismus. Und das gehört einfach dazu. Das ist, wie wenn ich morgens vergessen habe die Zähne zu putzen, das merke ich einfach. Und wenn ich an einen Patienten gehe und ich habe mir nicht die Hände desinfiziert, dann merke ich das auch. Dann ist mir das in irgendeiner Form bewusst, aber ich kontrolliere es nicht in Form von einer Checkliste.“ (TP 13)
  • „Das kann ich nicht sagen, dass ich mich kontrolliere. Sondern, wie gesagt, das passiert automatisch und wenn ich zum Patienten kommen muss um etwas zu machen, dann desinfiziere ich mir zuerst einmal die Hände.“ (TP 18)
b) Ich bin mir den leitliniengerechten Anforderungen an die hygienische Händedesinfektion bewusst. Nein Von 19 Testpersonen geben 17 an, sich den leitliniengerechten Anforderungen an die hygienische Händedesinfektion bewusst zu sein. Eine Testperson begründet ihre Antwort, dass dies „eher nicht zutrifft“ damit, dass sie die Leitlinien zwar „schon mal durchgelesen (hat), aber wenn man mal was gelesen hat […] dann vergisst man das auch wieder“ und „dann kann man das schlecht reproduzieren“ (TP 05). Eine weitere Testperson, die ebenfalls antwortet, dass dies „eher nicht zutrifft“ gibt an, diese Leitlinien nicht zu kennen: „Die habe ich ehrlich gesagt in der Form noch nie gelesen“ (TP 02).

Unter „leitliniengerechten Anforderungen an die hygienische Händedesinfektion“ verstehen 14 Testpersonen Richtlinien, wie, wie lange, mit was, wann und an welchen Stellen die Hände desinfiziert werden sollen (Schritte der Händedesinfektion); sechs Personen weisen auf die Hygieneleitlinien/Richtlinien des Krankenhauses hin.
c) Ich bemühe mich, mir vor und nach jeder potentiell infektionsgefährdenden Tätigkeit die Hände zu desinfizieren. Nein Die Formulierung des Items c) wird positiv wahrgenommen (TP 19: „Ich bemühe mich, das ist eine ehrliche Aussage“). Lediglich eine Testperson verbindet mit „Bemühen“ die in der ‚Zeugnissprache’ häufig verwendete Formulierung „Er bemühte sich stets. Aber im Endeffekt war er eine Null.“ (TP 20).

Insgesamt sind sich 18 der 19 Testpersonen „sehr sicher“ (9) oder „eher sicher“ (9) bei der Beantwortung dieser Frage; eine Testperson gibt an „eher unsicher“ zu sein, was vor allem auf Item a) zurückgeführt wird.
a) Die personelle Ausstattung mit Pflegekräften auf meiner Station ist dem Bedarf angemessen. Nein

Zwölf Testpersonen (darunter sieben Pflegekräfte) geben an, dass die Aussage „eher/überhaupt nicht“ auf ihre Arbeitssituation zutrifft, sieben Testpersonen (darunter drei Pflegekräfte) antworten „trifft (eher) zu“.

Die Formulierung „ist dem Bedarf angemessen“ wird generell so verstanden, dass eine adäquate Versorgung der Patienten gewährleistet ist. Bei der Bewertung der Aussage wird zumeist an das zahlenmäßige Verhältnis von Pflegekraft zu Patient gedacht. Der Betreuungsschlüssel von 2:1 sei im Prinzip angemessen, sofern es nicht zu krankheitsbedingten Ausfällen bei den Pflegekräften komme (was allerdings häufig der Fall sei). Drei Testpersonen geben an, dass der Bedarf an Pflegekräften auch jeweils von der Schwere der Erkrankung der Patienten abhinge:

  • „Je kränker die Patienten sind, desto mehr Pflege benötigen sie.“ (TP 02)
  • „Auch die Schwere der Erkrankung, dass dann vielleicht auch eine 1:1 Betreuung notwendig ist oder sogar zwei Pflegekräfte auf einen Patienten kommen.“ (TP 06)
  • „[…] wenn jemand total instabil ist, dann kann man als Pflegekraft nur diesen einen Patienten betreuen.“ (TP 16)
b) Die personelle Ausstattung mit Ärzten auf meiner Station ist dem Bedarf angemessen. Nein Für acht Testpersonen (darunter fünf Ärzte) trifft diese Aussage eher/überhaupt nicht zu, für zehn Testpersonen (darunter vier Ärzte) eher zu. Eine Testperson ordnet sich in der Mitte der Skala ein.

Die Formulierung „ist dem Bedarf angemessen“ wird hier analog zu Item a) interpretiert: Angemessen bedeutet, „dass die Anzahl der Ärzte ausreicht, um jedem Patienten gerecht zu werden“ (TP 04). Vier Pflegekräfte betonen hier zusätzlich, dass eine angemessene Anzahl an Ärzten nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Pflegekräfte selbst wichtig sei (z.B. TP 14: „[…] dass ich dann immer auch einen Ansprechpartner habe, sprich einen Arzt zur Verfügung habe, der mir bei Problemen zur Seite steht.“).
c) Die räumliche Ausstattung meiner Station ist dem Bedarf angemessen. Nein

Sechs Antworten „trifft eher/überhaupt nicht zu“, 13 Antworten „trifft eher/voll und ganz zu“.

14 Testpersonen denken bei diesem Item vor allem an den Platz, der ihnen unmittelbar um die Patientenbetten oder –boxen herum zur Verfügung steht (z.B. TP 06: „Zum einen die Größe, dass man auch gewisse Eingriffe durchführen kann, ohne dass man beengt ist. Und insgesamt, wo gewisse Geräte ihren Platz finden, ob das dann auch wirklich so angemessen ist.“). Darüber hinaus wird vereinzelt auch das Vorhandensein bzw. die Größe anderer Räumlichkeiten genannt, wie z.B. Schleusen, das Arztzimmer, Pausenräume, Umkleiden, Lagerräume oder Warteräume für Besucher.

Fünf Testpersonen (alles Pflegekräfte) assoziieren mit dem Begriff „räumliche Ausstattung“ auch oder ausschließlich die materielle Ausstattung in den Räumen:

  • „Da bin ich mir gar nicht so sicher, was sie damit meinen. Ich schwanke etwas […], ob sie nicht auch die materielle Ausstattung meinen.“ (TP 11)
  • „Vor allem auch Platz. […] Und die Gerätschaften.“ (TP 13)
  • „Platz, Licht, Betten, Desinfektionsmittel. Aber wenn etwas nicht da ist, dann kann man das gleich bestellen.“ (TP 16)
  • „Wenn ich beim Patienten bin, dass ich alles dabei habe, was ich benötigen könnte. Also, dass alles in der Nähe ist. Das ist bei uns eigentlich so.“ (TP 18)
  • „Also einmal habe ich an die medizinischen Geräte gedacht, die in Frage d) drin sind. Und die räumliche Ausstattung ist, was quasi im Kern dieser Station ist, also wie die Zimmer aufgebaut sind, wie die einzelnen Abstände zwischen den Patientenbetten sind. Aufenthaltsraum, Schmutzraum, Lager, das ist für mich die räumliche Ausstattung.“ (TP 20)

Die Formulierung „ist dem Bedarf angemessen“ wird von 14 Testpersonen so verstanden, dass der Platz am Patientenbett oder der Patientenbox ausreicht, um die notwendigen Tätigkeiten ohne Beengung durchführen zu können. Zwei Testpersonen denken dabei explizit an den „Bedarf der Isolierbarkeit“ von Patienten:

  • „[…], ob die räumliche Situation bei uns dem Bedarf der Isolierbarkeit gerecht wird.“ (TP 04)
  • „Und heute ist der Bedarf ein anderer. Heute baut man geschlossene Einheiten, geschlossene Zimmer, um die Übertragung der Infektionen vom einen auf den anderen Patienten so gering wie möglich zu halten.“ (TP 14)
  • Drei weitere Testpersonen denken an die materielle Ausstattung am Arbeitsplatz (TP 16: „Dass man alles bekommt, was man benötigt.“, TP 18: „Dass wir alles da haben, was wir benötigen könnten. Also dass alles in der Nähe ist.“, TP 20: „Der Bedarf ist für mich auch wie meine Station ausgestattet ist. Also habe ich alles, ist alles da, ist irgendetwas veraltet […].“
d) Die Ausstattung meiner Station mit medizinischen Geräten ist dem Bedarf angemessen. Nein Die Aussage findet überwiegend Zustimmung; zwei Testpersonen ordnen sich in der Mitte der Skala ein.

Auf die Nachfrage, was man alles zu „medizinischen Geräten“ zähle, nennen nahezu alle Testpersonen Dinge wie Beatmungsgeräte und Überwachungsmonitore, gefolgt von Ultraschall- und Infusionsgeräten.

Analog zu den Items a) und b) wird die Formulierung „ist dem Bedarf angemessen“ hier wieder generell so verstanden, dass die Anzahl der Geräte ausreicht, um alle Patienten bestmöglich zu versorgen. Fünf Testpersonen gehen dabei auch auf die Modernität der Geräte ein (z.B. TP 17: „Ich habe hier auch ein bisschen daran gedacht, wie modern die Geräte sind. Nicht nur ob wir genug Geräte haben, sondern auch, ob die auf dem neusten Stand sind.“).