Item List

Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
f) muss ich nichts mehr für die Gesellschaft leisten. Nein Dieses Item wurde nicht systematisch getestet.

Fünf Testpersonen stören sich an dem Wort „muss“ (Bsp.: TP 03: „Ich kann was leisten, muss aber nicht.“, TP20: „Also das muss ist in diesem Zusammenhang nicht richtig, das stört. Das sollten Sie ändern.“).
g) möchte ich auch noch eine Aufgabe haben. Nein
h) möchte ich mich unentgeltlich nützlich machen. Nein Der Begriff „unentgeltlich nützlich machen“ wird überwiegend richtig verstanden als „ehrenamtliches Engagement“, als Mitarbeit in Vereinen oder Organisationen oder als freiwillige Tätigkeit ganz allgemein, aber auch als Unterstützung innerhalb der Familie. Dreizehn Testpersonen sind explizit der Ansicht, dass „unentgeltlich nützlich machen“ auch innerhalb der Familie geschehen kann, z.B. bei der Betreuung von Enkelkindern. Die anderen Testpersonen, die auf eine entsprechende Probing-Frage mit „Nein“ geantwortet haben, haben dies nur deshalb getan, weil sie Hilfe innerhalb der Familie nicht als „unentgeltlich nützlich machen“ verstehen, sondern durchweg als „Selbstverständlichkeit“.

TP 02 wollte sich nicht einstufen, weil unentgeltlich nützlich machen davon abhängt, ob sie sich unentgeltliche Arbeit finanziell leisten kann.
i) möchte ich jüngeren Menschen meine Erfahrungen weitergeben. Nein
j) möchte ich mich auch noch weiterqualifizieren. Nein Dieses Item wurde nicht systematisch getestet.

Der Begriff „weiterqualifizieren“ wird von vier Testpersonen eindeutig mit beruflicher Qualifikation in Verbindung gebracht, was zu einem „weiß nicht“ und zu einer Nicht-Einstufung auf der Skala führt.

TP 03 kann sich hier nicht einstufen, weil sie den Begriff „weiterqualifizieren“ mit einem Studium oder einer qualifizierten Weiterbildungsmaßnahme in Verbindung bringt und das nicht auf ihre Situation zutrifft.
k) möchte ich etwas für andere tun. Nein Die spontanen Kommentare zu diesem Item wie auch die Antworten auf die entsprechenden Probing-Fragen lassen eine sehr starke Nähe zu Item h) erkennen („Das wiederholt sich jetzt praktisch wieder.“, TP 17, „Da habe ich an das gedacht, was wir vorhin besprochen haben.“, TP 19. Beide Personen rekurrieren auf Item h). Auch hier wird auf ehrenamtliche Tätigkeiten in Kirche, Gemeinde und Vereinen oder auf Tätigkeiten innerhalb der Familie verwiesen.

Die Testpersonen 03, 06 und 09 sehen sich aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage, dieses Item zu beantworten.
l) möchte ich weiter Geld verdienen. Nein Dieses Item wurde nicht systematisch getestet.

Keine nennenswerten Kommentare, aber in zwei Fällen der Bezug zur Notwendigkeit dazu (Bsp.: „Ich werde müssen in meiner Lage. Wenn ich es kann.“, TP 01). Die Testpersonen 02 und 19 haben sich nicht eingestuft; TP 02 meint, sie möchte nicht, aber sie müsse weiter Geld verdienen, TP 19 meint, sie möchte schon, aber sie tue es nicht.
a) wenn ich es vorher mal vergessen habe. Nein 16 Nennungen auf „trifft voll und ganz zu“. Das Item läuft ohne Probleme („Also die erste Frage ist relativ leicht zu beantworten“ – TP 03), nur TP 07 hat Verständnisprobleme; sie verstehe die Formulierung „ehrlich gesagt nicht. Wenn ich es mal vergessen habe […]. Also vom Sinn: ‚Ich bin mir sicher, dass ich mir auch dann wieder […] meine Hände desinfizieren kann, wenn ich es vorher mal vergessen habe. Warum soll man das nicht können?“
b) wenn ich das Desinfektionsmittel zuerst holen muss. Nein 15 Nennungen auf der „Trifft zu“-Seite der Skala. Hier wird eine Situation beschrieben, die offensichtlich eher selten vorkommt, weil in der Klinik und der Intensivstation überall Desinfektionsmittel-Spender angebracht seien, und wenn mal einer leer sei, würde man eben zum nächsten gehen, „da steht immer etwas in der Nähe rum“ (TP 06) bzw. „es gibt immer irgendwo einen Spender“ (TP 11) oder „bei uns gibt es überall Desinfektionsmittel“ (TP 19).
a) wie ich mir vor und nach jeder infektionsgefährdenden Tätigkeit die Hände desinfiziere. Nein

Anhand der spontanen Reaktionen der Testpersonen wird deutlich, dass sie in der Regel nicht planen, wie sie sich die Hände desinfizieren:

  • „Das plane ich gar nicht.“ (TP 01)
  • „Das ist ein automatisierter Ablauf, denke ich, wenn man sich die Hände desinfiziert und da denkt man eigentlich selten über das „wie“ nach. „Wie“ genau man das jetzt macht. Also man nimmt halt zwei, drei Hub aus einem Spender und macht das halt. Deswegen muss man da wohl nicht groß drüber nachdenken. Also, aber gut.“ (TP 02)
  • „Das ist mir eigentlich schon lange klar, wie man das macht. Und darüber brauche ich eigentlich keine Gedanken mehr zu fassen. Von daher trifft die Frage für mich überhaupt nicht zu.“ (TP 03)
  • „Nein, habe ich überhaupt nicht konkret geplant.“ (TP 07)
  • „Nein, ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, wie ich mir die Hände desinfiziere. Ich habe es einfach getan.“ (TP 09)
  • „Das habe ich nicht konkret geplant. Also ich habe keinen Plan darüber, wie ich mir morgen oder irgendwann, wenn ich was mache, die Hände desinfiziere. In keinster Weise.“ (TP 13)
  • „Das trifft überhaupt nicht zu, weil das ist ein Bewegungsmuster, wie ich die Zwischenräume der Hände, den Daumen, die Finger. Das sollte drin, oder ist auf jeden Fall in mir drin. Konkret planen tue ich das nicht.“ (TP 15)
  • „Das passiert schon ganz automatisch. Das plane ich nie, wie und wo ich das mache.“ (TP 18)
  • „Nein, das stimmt nicht. Das plant man nicht, das ist integriert in den Arbeitsablauf. Das hört sich hier so an: ‚Ab heute nehme ich mir vor, mir die Hände zu desinfizieren.’ Aber das ist ja so nicht. Man macht das ja schon immer. Also ich habe das nicht geplant, nein.“ (TP 19)