Item List
| Frage Thema | Item Text | Antwort Format | Konstrukt | Eingesetzte Kogn Techniken | Ergebnis |
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| a) Bei Erreichen des gesetzlichen Ruhestandsalters sollte jeder mit dem Arbeiten aufhören. | Nein | Dieses Item wurde nicht systematisch getestet. Die Verteilung der Antworten hinsichtlich der Regelungen für den Ruhestand in Deutschland ist bei den Items a) und b) recht eindeutig. Die Mehrheit der Testpersonen ist der Ansicht, dass man im Ruhestand frei entscheiden dürfen sollte, ob man erwerbstätig ist (Item b) und die Mehrheit der Testpersonen stimmt der Aussage (eher) nicht zu, dass man bei Erreichen des gesetzlichen Ruhestandsalters mit dem Arbeiten aufhören sollte (Item a). |
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| b) Im Ruhestand sollte man frei entscheiden dürfen, ob man erwerbstätig ist. | Nein | Dieses Item wurde nicht systematisch getestet. Die Verteilung der Antworten hinsichtlich der Regelungen für den Ruhestand in Deutschland ist bei den Items a) und b) recht eindeutig. Die Mehrheit der Testpersonen ist der Ansicht, dass man im Ruhestand frei entscheiden dürfen sollte, ob man erwerbstätig ist (Item b) und die Mehrheit der Testpersonen stimmt der Aussage (eher) nicht zu, dass man bei Erreichen des gesetzlichen Ruhestandsalters mit dem Arbeiten aufhören sollte (Item a). |
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| c) Der Ruhestandseintritt sollte sich nicht nach dem Alter richten, sondern nach der Anzahl der Jahre, die man gearbeitet hat. | Nein | Eine Testperson kann sich auch nach wiederholtem Vorlesen der
Skala keiner Antwortkategorie zuordnen („Da kann ich weder das eine noch das andere.“, TP 06). Weitere fünf Personen verstehen den Inhalt und die Intention der Frage nicht oder nicht richtig. Darunter ist eine Person (TP 02), die die Frage auch nach wiederholtem Vorlesen nicht versteht und sich aus diesem Grund auch keiner Antwortkategorie zuordnen kann. Die anderen vier Testpersonen geben zwar eine Antwortkategorie an, anhand der spontanen Kommentare und der Antworten auf die Nachfragen wird allerdings klar, dass die Frage nicht hundertprozentig verstanden wurde. Eine Testperson stimmt der Aussage beispielsweise „voll und ganz zu“, argumentiert auf Nachfrage allerdings in die entgegengesetzte Richtung: TP 12: „Man könnte zum Beispiel bei 60 Jahren die Grenze machen.“ TL: „Ok, wenn Sie sagen, ab 60 kann man in Rente gehen. Würden Sie sagen, man kann auf jeden Fall mit 60 in Rente gehen oder nur wenn man z.B. schon 40 Jahre gearbeitet hat, also wenn man z.B. schon mit 20 angefangen hat und nicht erst mit 30.“ TP 12: „Auf jeden Fall, egal ob man 20, 30 oder 10 Jahre gearbeitet hat, dann bekommt man eben weniger Geld.“ Eine weitere Testperson begründet ihre Antworten mit einer Aussage, die mit dem vorhergehenden Item a) zusammenhängt: „Es ist ja ein Unterschied zwischen früher und heute. Früher waren die Alten nur alt und kaputt und zahnlos, da ging nichts mehr. Aber die heutigen (Alten) sind ganz anders. Die haben Interessen, die bilden sich weiter, die machen Computerkurse, die sind fit wie ein Turnschuh. Das ist etwas anderes. Wenn jemand Krebs hat oder sonst ganz furchtbar krank ist, dann sollte man in Rente gehen. Das liegt doch in meinem Ermessen, ob ich noch die Kraft habe, körperlich, seelisch, geistig […].“ (TP 04) Die spontanen Kommentare der Testpersonen zu Item c) und die Ergebnisse des Specific Probings zeigen, dass sechs Personen eine Regelung, bei der sich der Ruhestandseintritt nach der Anzahl der Jahre richtet, die man gearbeitet hat, für „schwierig“, „nicht durchführbar“ und „nicht realistisch“ halten. Die Ergebnisse des Comprehension Probing zeigen, dass der Begriff „Ruhestandseintritt“ von allen Testpersonen korrekt als Übergang in den Ruhestand bzw. Pensionierung, als das Ausscheiden aus dem Arbeitsleben bzw. den Rentenbeginn verstanden wird. |
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| d) Vor dem Ruhestandseintritt sollte man die Möglichkeit haben die Arbeit nach und nach zu verringern. | Nein | Dieses Item wurde nicht systematisch getestet. Etwas weniger eindeutig als bei Item a) und b) ist die Verteilung hinsichtlich der Aussage, ob man vor dem Ruhestandseintritt die Möglichkeit haben sollte, die Arbeit nach und nach zu verringern (Item d). |
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| a) Ältere Menschen sind in vielen Bereichen genauso aktiv wie Jüngere. | Nein | Für die Mehrheit
der Testpersonen (15) trifft diese Aussage zu. Das Item wird von den Testpersonen sehr unterschiedlich interpretiert. Jeweils etwa ein Viertel der Testpersonen interpretiert den Begriff „viele Bereiche“ als
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| b) Ältere Menschen sind eine finanzielle Belastung für die Gesellschaft. | Nein | IDieses Item wurde nicht systematisch getestet. Diese Aussage ruft bei einigen Testpersonen eine relativ heftige emotionale Reaktion hervor und wird entschieden abgelehnt (TP 01: „Das ist eine Frechheit, diese Frage.“, TP 05: „Die Frage dürfte gar nicht vorhanden sein.“, TP 08: „Diese Frage ist ein bisschen arg krass.“, TP 18: „Das wäre teuflisch.“). |
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| c) Wer im Ruhestand ist, gilt als unproduktiv. | Nein | Dieses Item wurde nicht systematisch getestet. Alle vier Testpersonen, die dieser Aussage voll und ganz zustimmen, beziehen sich lediglich auf Produktivität im beruflichen Kontext (z.B. TP 07: „Unproduktiv, ja, weil man keiner Arbeit mehr nach geht.“, TP 05: „Man produziert selbst nichts mehr.“). Weitere vier Testpersonen haben Probleme mit dem Perspektivenwechsel zwischen eigener Einschätzung und Meinung der Gesellschaft (sind unsicher, ob es sich hier um ihre eigene Einschätzung oder die der Gesellschaft handelt). Zwei dieser vier Testpersonen geben an, dass sie nicht wissen, wie die Allgemeinheit diese Frage beantworten würde. |
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| d) Die Leistungen älterer Menschen werden in unserer Gesellschaft nicht anerkannt. | Nein | ||||
| e) Unternehmen mit vielen älteren Arbeitnehmern sind weniger konkurrenzfähig. | Nein | ||||
| f) Ältere sind nicht mehr so leistungsfähig. | Nein | Dieses Item wurde nicht systematisch getestet. Drei Testpersonen, die „weiß nicht“ antworten, geben an, dass ihre Antworten unterschiedlich ausfallen würden, je nachdem, ob sie dabei an geistige oder körperliche berufliche Tätigkeiten denken (z.B. geistige Tätigkeiten => trifft überhaupt nicht zu, körperliche Tätigkeiten => trifft eher zu). |