Item List
| Frage Thema | Item Text | Antwort Format | Konstrukt | Eingesetzte Kogn Techniken | Ergebnis |
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| meiner Beschäftigung insgesamt | Nein | ||||
| Ich bin bereit, härter zu arbeiten als ich normalerweise muss, um die allerhöchsten Anforderungen an meinen Beruf zu erfüllen. | Nein | Jeweils fünf Testpersonen stimmen der Aussage zu (bzw. voll und ganz zu) und nicht zu. Drei Testpersonen
(TP 03, TP 04, TP 15) antworten „Weder noch“ und zwei Testpersonen „Kann ich nicht sagen“ (TP
05, TP 08). Drei der Testpersonen, die „Weder noch“ oder „Kann ich nicht sagen“ antworten (TP 04, TP 05, TP 08), begründen ihre Antwort damit, dass ihnen unklar sei, worauf die Frage abziele bzw. was mit den „allerhöchsten Anforderungen an den Beruf“ gemeint sei:
Drei Testpersonen (TP 07, TP 11, TP 12) geben an, dass die Formulierung „allerhöchste“ Anforderungen ein wenig überzogen sei, weshalb sie ihre Antwort eher abschwächen und angeben, der Aussage in geringerem Maße zuzustimmen:
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| Ich bin stolz darauf, in meinem derzeitigen Beruf zu arbeiten. | Nein | Die Mehrheit der Testpersonen (n = 11) stimmt dieser Aussage zu bzw. voll und ganz zu. Zwei Testpersonen
(TP 01, TP 09) antworten mit „weder noch“ und zwei weitere Testpersonen mit „Stimme nicht
zu“ (TP 05, TP 10). Testperson 05 begründet ihre „Stimme nicht zu“-Antwort mit ihrer Ablehnung des „Stolz“-Begriffes: „Ich bin froh in meiner Firma zu arbeiten und mache meine Arbeit auch gerne und gut. Aber stolz? Stolz ist eh etwas, das ich persönlich nicht so kenne. Stolz wäre ich darauf, wenn ich etwas Edleres machen würde, z.B. Tierretter, Arzt, Rettungsdienst, die retten wirklich Leute. Oder Entwicklungshilfe.“ (TP 05). Drei Testpersonen (TP 02, TP 03, TP11) geben an, bei der Beantwortung dieser Aussage an ihre Firma/ Organisation und nicht wie intendiert an die aktuelle Tätigkeit gedacht zu haben. Die restlichen 12 Testpersonen haben nach eigener Angabe an die aktuelle Tätigkeit bzw. den (identischen) gelernten Beruf gedacht. Lediglich Testperson 15 bezieht sich (fälschlicherweise) beim Beantworten des Items auf ihren gelernten Beruf, der jedoch nicht ihrer aktuellen Tätigkeit entspricht. |
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| Ich würde eine andere, besser bezahlte Stelle ablehnen, um in meinem Beruf zu bleiben. | Nein | Die Mehrheit der Testpersonen (n = 8) stimmt dieser Aussage nicht zu bzw. überhaupt nicht zu. Wie
bereits bei Frage 5 wurde durch die Nachfragen der Testleiter allerdings deutlich, dass eine Testperson
(TP 13) aufgrund des negativ formulierten Items und der damit verbundenen Schwierigkeit, mit der
Antwortskala auszudrücken, dass sie ihren aktuellen Beruf weiterhin ausführen möchte, eine „falsche“
Antwort angekreuzt hatte und eigentlich „stimme zu“ anstelle von „stimme nicht zu“ antworten wollte:
„Da würde ich bei dieser Frage nicht zustimmen (dass ich wechseln würde), weil ich eigentlich
meine Aufgabe sehr gern mag und die gegebenenfalls in einer anderen Firma ausüben würde. Aber ich
wollte nicht etwas Beliebiges anderes machen.“ (TP 13, stimme nicht zu). Testperson 01 gibt ebenfalls an, aufgrund der negativen Formulierung Schwierigkeiten bei der Beantwortung der Aussage gehabt zu haben: „Die fand ich schwer zu beantworten. Ich musste überlegen, welche Antwort ich ankreuzen muss, um das auszusagen, was ich meine.“ (TP 01) Die Testpersonen 02 („Kann ich nicht sagen“) und 15 („Weder noch“) begründen ihre Antworten wie (teilweise) schon bei Frage 5 damit, dass es auf die jeweiligen Umstände ankomme, ob man eine solche Stelle ablehnen würde oder nicht. Hier würden mehrere Faktoren (und nicht nur die Bezahlung) eine Rolle spielen:
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| In Deutschland geboren zu sein | Nein | ||||
| Die deutsche Staatsangehörigkeit zu besitzen | Nein | Für zwölf Testpersonen ist es „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“, die deutsche Staatsangehörigkeit zu
besitzen, um wirklich ein Deutscher/eine Deutsche zu sein. Acht dieser Testpersonen begründen ihre
Antwort damit, dass dies einfach „mit dazu gehöre“: Zum einen sei es Teil der Identität, zum anderen
eine Voraussetzung dafür, um als Deutscher zu gelten, auch im rechtlichen Sinne:
Fünf derjenigen Testpersonen, die angeben, dass es „nicht sehr wichtig“ sei, die deutsche Staatsangehörigkeit zu besitzen, um wirklich ein Deutscher/eine Deutsche zu sein, sehen die deutsche Staatsbürgerschaft als etwas Formales an, das nur auf dem Papier existiere. Wichtiger sei für diese Testpersonen, dass die Institutionen, Gesetze und der Rechtsstaat geachtet würden, dass man sich hier wohl und zugehörig fühle, dass man hier lebe, arbeite und Steuern zahle. Die zwei anderen Testpersonen, die das Item als „nicht sehr wichtig“ einstufen, missverstehen die Intention der Frage. TP 02 interpretiert die Frage so, als ob es darum ginge, welche Vorteile man durch die deutsche Staatsangehörigkeit habe bzw. welchen Wert man der deutschen Staatsangehörigkeit beimesse. Ihre Antwort begründet sie dann mit dem Hinweis, dass Einwanderer die deutsche Staatsangehörigkeit heute ohne weiteres, einfach so bekommen würden und es daher nicht mehr wichtig sei, vorweisen zu können, in Deutschland geboren zu sein:
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| Den größten Teil des Lebens in Deutschland gelebt zu haben | Nein | ||||
| Ein Christ zu sein | Nein | Die Mehrzahl der Testpersonen gibt an, es sei „nicht sehr wichtig“ (vier TPs) oder „überhaupt nicht
wichtig“ (13 TPs) ein Christ zu sein, um wirklich ein Deutscher/eine Deutsche zu sein. Begründet wird
dies von allen Testpersonen damit, dass „Christ sein“ keine Relevanz für die Definition eines Deutschen/
einer Deutschen habe. Um ein Deutscher/eine Deutsche zu sein müsse man überhaupt nicht
religiös sein, zumal es auch Deutsche gäbe, die keine Christen seien. Lediglich eine Testperson (TP 20) findet es „eher wichtig“, ein Christ zu sein, um wirklich ein Deutscher/ eine Deutsche zu sein. Begründet wird dies damit, dass auch im Grundgesetz „christliche Traditionen“ verankert seien und dass in Deutschland immer Christen gelebt hätten. Zwei weitere Testpersonen entscheiden sich für die Antwortkategorie „kann ich nicht sagen“. Während die eine Testperson (TP 03) bei jeder Frage „kann ich nicht sagen“ gewählt hat, weil ihr die Fragen insgesamt thematisch widerstrebten („Also ich finde die Fragen echt daneben. Man muss kein Christ sein, um Deutscher zu sein. Also es gibt nichts, das man machen muss, um Deutscher zu sein oder Deutscher zu werden.“), stößt bei TP 18 nur diese Aussage auf Ablehnung. Diese Testperson fragt nach, was diese Frage bedeuten soll und ist der Meinung, dass man sie weglassen könnte, da Deutschland ein laizistischer Staat sei. Mit dem Begriff „Christ sein“ verbinden die Testpersonen insbesondere gläubig zu sein (neun TPs), einer Kirche anzugehören (drei TPs) bzw. getauft zu sein (drei TPs). Eine Testperson verbindet damit zusätzlich moralische Grundwerte. Diese Nachfrage wurde insgesamt nur 16 Testpersonen gestellt, wovon eine Testperson sagt, sie könne diese Frage nicht beantworten (TP 04). Trotz dieser heterogenen Definitionen liefern unsere (verbalen) Daten jedoch keine Hinweise darauf, dass die Antworten der Testpersonen sich in Abhängigkeit der jeweiligen Definition systematisch voneinander unterscheiden. |
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| Die deutschen politischen Institutionen und Gesetze zu achten | Nein | Zwei Testpersonen konnten mit dem Begriff „politische Institutionen“ nichts anfangen, davon stellt sich eine Testperson zusätzlich die Frage, welche Gesetze in der Frage gemeint seien. Die andere Testperson beantwortet die Frage aufgrund der Unklarheit bzgl. des Begriffes der „politischen Institutionen“ mit „kann ich nicht sagen“. | |||
| Sich als Deutscher/Deutsche zu fühlen | Nein |