Item List
| Frage Thema | Item Text | Antwort Format | Konstrukt | Eingesetzte Kogn Techniken | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| d) Ihr allgemeines Wohlbefinden | Nein | Grundsätzlich hat sich Item d) im Pretest nicht als problematisch
erwiesen. Lediglich unter den Erwerbstätigen wurde geäußert, dass man noch nicht in der
Situation sei und eine Einschätzung der Richtung, also verbessern oder verschlechtern, darum schwer
falle. Mit dem Begriff „allgemeines Wohlbefinden“ assoziieren die Testpersonen vor allem ihren körperlichen bzw. ihren Gesundheitszustand. Hinzu kommen Begriffe, wie Freiheit, weniger Zwang, Lebensfreude und Lebenszufriedenheit. Eine der Testpersonen gibt an, bei der Frage nach dem allgemeinen Wohlbefinden und der vorhergehenden Frage an das Gleiche gedacht zu haben. |
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| a) weiterhin Geld zu verdienen. | Nein | Bei Item a) gab es eine „Weiß nicht“-Antwort. Die Testperson (TP 09) erklärte, dass sie mit „Geld verdienen“ einen höheren Geldbetrag assoziiere als die maximal zulässigen 400 Euro im Monat. Daher fiele ihr die Beantwortung dieser Aussage schwer bzw. träfe nicht auf ihre Lebenssituation zu. | |||
| b) das Gefühl, gebraucht zu werden. | Nein | Die Testpersonen assoziieren mit dieser Aussage die konkrete Situation, dass sie aufgrund ihres Wissens, ihrer Erfahrungen oder ihrer Kenntnisse um Rat oder Hilfe im beruflichen Kontext gebeten werden bzw. dass ihre Firma oder ihr Chef gar auf sie angewiesen sei. Dieses Gefühl der Nützlichkeit und Anerkennung wird von den Testpersonen durchweg als sehr positiv bewertet. Testpersonen, für die diese Aussage „eher nicht“ zutrifft, geben an, dass sie keinen Vorgesetzten haben (selbständige Tätigkeit, TP 10), der ihnen dieses Gefühl vermitteln könnte, oder dass „jeder diesen Job machen könnte“ (TP 01) und daher andere Gründe für die Erwerbstätigkeit im Ruhestand ausschlaggebend seien (geringe Rente, Spaß an der Arbeit). | |||
| c) Kontakt zu anderen Menschen. | Nein | ||||
| d) Anerkennung und Wertschätzung. | Nein | ||||
| e) Weitergabe von Wissen und Erfahrungen. | Nein | ||||
| f) Spaß an der Arbeit. | Nein | ||||
| g) ein geregelter Tagesablauf. | Nein | Unter einem „geregelten Tagesablauf“ verstehen alle Testpersonen eine feste Struktur, die bestimmt, zu welchen Zeiten alltägliche Tätigkeiten wie Aufstehen, Essen oder Haushaltspflichten regelmäßig durchgeführt werden. Testpersonen, auf die diese Aussage nicht zutrifft, argumentieren entweder, dass sie auch ohne berufliche Tätigkeit einen geregelten Tagesablauf hätten oder dass ihre Erwerbstätigkeit eher ein hohes Maß an Flexibilität fordere. | |||
| h) Weiterentwicklung und Weiterbildung. | Nein | ||||
| i) fit zu bleiben. | Nein | Auf Nachfrage erklären fünf Testpersonen, dass sie beim Beantworten dieses Items ausschließlich an die körperliche Fitness gedacht haben und vier Testpersonen, dass sie sowohl an die körperliche als auch geistige Fitness gedacht haben. Vier der fünf Personen, die das Item lediglich als „körperlich fit“ interpretierten, geben an, dass diese Aussage „eher“ oder „überhaupt nicht“ zutreffe. Diese Personen argumentieren, dass für sie Fitness etwas mit sportlicher Aktivität zu tun habe und dies entweder bei einem Bürojob keine Relevanz habe oder dass sie aufgrund ihrer mangelnden körperlichen Fitness keine körperlich anstrengenden Tätigkeiten ausüben würden. Im Gegensatz dazu geben drei der vier Personen, für die das Item sowohl körperliche als auch geistige Fitness umfasst, an, dass die Aussage „voll und ganz“ auf sie zutreffe und dass man durch eine berufliche Tätigkeit körperlich und geistig leistungsfähig bliebe. Die Unterschiede im Verständnis des Items scheinen sich hier also systematisch auf die Beantwortung der Frage auszuwirken („körperlich“ => trifft eher nicht zu, „körperlich und geistig“ => trifft voll und ganz zu). |