Item List

Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
e) Genügend Zeit für Familie, Partner und Kinder haben Nein Neben dem spontanen Kommentar von TP 11, die dieses Item "nicht beantworten kann. Natürlich will ich genügend Zeit für Familie und Kinder haben, aber wenn es die Firma fordert…“, gibt es einen weiteren spontanen Kommentar von TP 06: „Ich habe genug Zeit, ich brauche nicht mehr. Deshalb ist die Frage so komisch, wie soll ich denn dann darauf antworten“.

Ähnlich wie beim Item „gutes Einkommen“ gibt es hier sehr unterschiedliche Angaben, hier die Zeit betreffend, die man als „genügend“ bezeichnen würde. Teilweise wird die Frage direkt beantwortet („6 Stunden mit der Familie“ – TP 08), meistens aber indirekt, indem die Arbeitszeit genannt wird, die genügend Zeit für die Familie lasse („wenn ich 20 Wochenstunden arbeite“ – TP 04). Teilweise werden aber auch Verhaltensbeschreibungen formuliert („Dass man nicht heimkommt, und die Kinder sind schon im Bett…", TP 07; oder: „geregelter Feierabend und Wochenende“, TP 15).

Wie bei Item C gilt auch hier: die Itemformulierung führt zu Antworten in verschiedene Richtungen, aber auch hier dürfte das nicht von Belang sein, weil die Vorstellung, was „genügend Zeit“ sei, eben wirklich sehr unterschiedlich sein kann.
a) Bei meiner Tätigkeit habe ich viel denken müssen. Nein 14 Testpersonen haben hier mit „voll und ganz zugetroffen“ geantwortet, weitere fünf mit „eher zugetroffen“. Damit ist die Beurteilung dieses Items praktisch unabhängig von der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit; der Programmierer muss viel denken, wenn er Programme schreibt, der Vollzugsbeamte muss die einschlägigen Gesetzestexte kennen und die Putzfrau (TP 02) „muss ja denken, was [sie] machen muss, was [sie] zu desinfizieren habe“.

Alle Antworten auf die entsprechende Nachfrage werden also im Wesentlichen über die Aufgabenstellung in der eigenen beruflichen Tätigkeit gefunden, ebenso selbstverständlich auch die Beispiele für konkrete Situationen, in denen man bei der Ausübung der Berufstätigkeit „viel denken“ musste.

Selbst bei der Nachfrage, was man unter „viel denken müssen“ bei einer beruflichen Tätigkeit generell verstehe, beziehen sich die Testpersonen wesentlich auf ihre eigene Tätigkeit. Zwei Testpersonen grenzen den Begriff gegen körperliche Arbeiten bzw. mechanische Tätigkeiten ab.
b) Bei meiner Tätigkeit habe ich mich um viele Dinge gleichzeitig kümmern müssen. Nein 14 Testpersonen haben hier mit „voll und ganz zugetroffen“ geantwortet, weitere drei mit „eher zugetroffen“ bzw. „eher nicht zugetroffen“. Wenn „eher nicht zugetroffen“ gewählt wurde, wurde die Tätigkeit eher in „große Einheiten“ aufgeteilt: „Ich fange mit der Cafeteria an und schaffe mich dann vorwärts. […] Hintereinander. Anders geht es nicht.“ (TP 02); oder: „Wenn ich einen Entstempelungsauftrag hatte, habe ich den gemacht, da habe ich gleichzeitig nichts anderes machen können.“ (TP 18).

Für die Zustimmung zu dem Item gilt im Grunde das Gleiche wie bei Item a) auch: Unabhängig von der konkreten Tätigkeit sind es viele Dinge, die gleichzeitig erledigt werden müssen. Exemplarisch TP 20: „Aber ich muss, während ich den Stoff vermittle, auch die Schüler beobachten und alles im Griff haben. Dann muss man auch mal spontan reagieren und eingreifen.“ Oder aus dem eher handwerklichen Bereich (TP 05): „Da kommt der Betriebsleiter […]. Dann kommen meine Mitarbeiter und fragen mich […]. Dann muss ich wieder den Winkel einstellen. Dann kommt der von der Montage […]. Dann kommt der von der UPS und bringt ein Paket, das ich abzeichnen muss […]. Dann kommt der Hauptchef und sagt […]. Und so ergibt sich das den ganzen Tag“. Aber auch hier gibt es Testpersonen, die in „großen Einheiten“ denken: „Weil ich habe […] nicht nur Softwareentwicklung gemacht, sondern ich habe auch einen Internetstore geleitet und […] gleichzeitig für den Deutschen Fußballbund […] unter mir gehabt.“ (TP 03).

Item b) wird also aus unterschiedlichen Perspektiven beantwortet, was wir aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeiten der Personen aber für legitim halten.
c) An meinem Arbeitsplatz habe ich mich mit anderen Menschen austauschen können. Nein
d) Mein Vorgesetzter hat sich für das Wohlergehen der Mitarbeiter interessiert. Nein Dieses Item wurde nicht systematisch getestet. Es könnte zu technischen Problemen kommen, wenn die Testpersonen selbstständig sind (z. B. TP 14) oder wenn man mehrere Vorgesetzte hatte (TP 04) – oder wenn man keine Vorgesetzten hatte (TP 07).
e) Das Verhältnis zu meinen Arbeitskollegen war gut. Nein 16 Testpersonen haben hier mit „voll und ganz zugetroffen“ geantwortet, weitere drei mit „eher zugetroffen“. TP 18 spricht das Problem des Items direkt an: „Teilweise, bei manchen war’s gut, bei anderen nicht“. Aber davon abgesehen haben sich bei der Bewertung des Items keine Schwierigkeiten ergeben.

Die Antworten auf die Probing-Fragen zu diesem Item überraschen nicht und decken das ganze Spektrum positiver Interaktion ab: hervorragender Austausch untereinander, Freundlichkeit, keine Intrigen, kein Mobbing, gegenseitige Unterstützung, nette Kollegen, man hat sich einfach wohlgefühlt, dass man sich einfach versteht.
f) Die Arbeit war körperlich anstrengend. Nein Dieses Item wurde nicht systematisch getestet. Es könnte zu technischen Problemen kommen, wenn Schreibtischarbeit zwar nicht als Muskelarbeit definiert wird, aber immerhin doch als „körperlich anstrengend […] den ganzen Tag da zu sitzen ist auch anstrengend, kraftzehrend“ (TP 06) oder als „kopfmäßig vielleicht anstrengend“ (TP 08).
g) Bei meiner Arbeit war das Unfallrisiko hoch. Nein Beim Durchführen der Tests ist die Ähnlichkeit zwischen den Items g) und h) aufgefallen.
h) Meine Arbeitsumgebung war frei von Gesundheitsgefahren. Nein Dieses Item wurde nicht systematisch getestet. Es könnte zu technischen Problemen kommen, wenn darauf verwiesen wird, dass man gar nicht wisse, welche Risiken am Arbeitsplatz bestünden, z.B. „weil ich nicht weiß, was im Teppichboden ist. Was in den Wänden ist […]“ (TP 06).

Beim Durchführen der Tests ist die Ähnlichkeit zwischen den Items g) und h) aufgefallen.
i) Meine Arbeit war mir sehr wichtig. Nein Beim Durchführen der Tests ist die Ähnlichkeit zwischen den Items i) und j) aufgefallen.