Item List
| Frage Thema | Item Text | Antwort Format | Konstrukt | Eingesetzte Kogn Techniken | Ergebnis |
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| b) dass Sie mit anderen Personen kommunizieren müssen | Nein | Bei Item B wird vereinzelt die Breite der Skala kritisiert, es werden Antwortkategorien
wie „ständig“, „sehr häufig“ und „täglich“ gefordert. Unter dieser Formulierung werden Gespräche mit KundInnen, KollegInnen, Vorgesetzten und der Geschäftsleitung verstanden. Die Testpersonen zählen häufig die verschiedenen Kommunikationswege wie Telefon, E-Mail, Fax oder direkte Gespräche auf, z.B. „Telefonie mit Kunden, Kollegen, Vorgesetzten, Rechtsanwälten und so weiter. Kommunikation per Telefon, Fax, E-Mails. Die ganze Palette.“ (TP 12) Die Kommunikation wird nach Inhalten unterschieden. Zum einen wird auf private Inhalte verwiesen, zum anderen handelt es sich um Themen, die den Beruf und das Geschäft betreffen. Es wird auf jeden Fall unterstrichen, wie wichtig Kommunikation im Berufsleben der Testpersonen ist, dass sie eine zentrale Rolle einnimmt und dass ohne Kommunikation die Arbeit nicht möglich wäre, wie z.B. bei TP 07: „Ich sitze vier Stunden am Telefon und rede“. Aufgrund der Randverteilungen stellt sich die Frage, ob Item B wirklich aussagekräftig ist: Wenn alle Testpersonen angeben, sie müssten „häufig“ mit anderen Personen kommunizieren, könnte auf das Item verzichtet werden. |
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| c) dass Sie andere überzeugen oder Kompromisse aushandeln müssen | Nein | Bei Item C wird vereinzelt die Breite der Skala kritisiert, es werden die Antwortkategorien „oft“ und „täglich“ gefordert. Kompromisse werden bei vielen Testpersonen in Zusammenhang mit der Geschäftsleitung/den Vorgesetzten und den Kunden gesehen. Hier gilt es, unterschiedliche Vorstellungen dieser beiden Parteien aufeinander abzustimmen, damit beide Parteien zufriedengestellt werden können. Kompromisse müssen auch bei unzufriedenen Kunden gefunden werden. Eine Testperson nimmt einen Zusammenhang zwischen diesem Item und Item B wahr. Kompromisse müssen schließlich auch bei Meinungsverschiedenheiten ausgehandelt werden, „wenn man anderer Meinung ist, wie der Rest…“ (TP 09), wird diskutiert und darüber gesprochen, „ …dass man sich irgendwie einig wird" (TP 15). |
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| d) dass Sie mit Konflikten umgehen und diese lösen müssen | Nein | Bei Item D wird die Antwortkategorie „täglich“ gefordert. Konflikte entstehen bei vielen Testpersonen, wenn ihre Kunden unzufrieden sind und es Meinungsverschiedenheiten zwischen KollegInnen, oder zwischen ihnen und ihren MitarbeiterInnen gibt. Dabei wird von einigen Testpersonen auf einen wahrgenommenen Zusammenhang zwischen diesem Item und dem vorherigen Item C („andere überzeugen und Kompromisse aushandeln") hingewiesen. Für diese Testpersonen müssen Kompromisse für zugrunde liegende Konflikte gefunden werden. Drei Testpersonen verwenden in ihren Erläuterungen nicht das Wort „Konflikte“, sondern „Probleme“ und eine weitere gibt bei Nachfrage, was unter Konflikten zu verstehen sei, an, dass Konflikte eben Probleme seien. |
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| e) dass Sie auf Probleme reagieren und diese lösen müssen | Nein | Bei Item E wird die Antwortkategorie „täglich“ gefordert. Darüber hinaus wird spontan
darauf hingewiesen, dass „Probleme und Konflikte eigentlich das gleiche“ bedeute (TP
13). Auffallend bei diesem Item ist, dass mehr als die Hälfte der Testpersonen ihre Antworten mit einem Verweis auf das vorherige Item beginnen. „Das ist das Gleiche wie eben“ (TP 06), „Das ist genau das Selbe“ (TP 05), „Das bezieht sich wieder auf die Konflikte“ (TP 13) stellen eine Auswahl dieser Verweise dar. Menschen nehmen bei diesen Problemen eine zentrale Rolle ein, wobei in diesem Fall nochmals zwischen Kollegen und Kundschaft unterschieden wird. Auch Maschinen können für Testpersonen eine Problemquelle sein, wie bei TP 10: „Probleme gibt es hauptsächlich mit der Maschine, dass die nicht richtig läuft. Das muss man in den Griff bekommen, die Maschine richtig einstellen beziehungsweise reparieren.". |
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| f) dass Sie eigenständig schwierige Entscheidungen treffen müssen | Nein | Bei Item F wird die Skala kritisiert; vermisst wird eine Antwortkategorie „zwischen
häufig und manchmal“, und es wird die Kategorie „täglich“ gefordert. TP 02 äußert sich
spontan dahingehend, dass sie mit der Formulierung „schwierige Entscheidungen“
Probleme habe. Sie würde zwischen Entscheidungen und schwierigen Entscheidungen
einen Unterschied sehen: „Entscheidungen muss ich natürlich häufig treffen, schwierige
Entscheidungen nur manchmal". Schwierige Entscheidungen werden häufig mit den Vorgesetzten oder der Geschäftsleitung in Verbindung gebracht. Hierbei unterscheiden sich aber zwei Gruppen von Testpersonen. In der ersten Gruppe sind Testpersonen, die einer selbstständigen Arbeit nachgehen oder im Angestelltenverhältnis mit großer Entscheidungsbefugnis ausgestattet sind. Beide Gruppen geben an, sie müssten dauernd schwierige Entscheidungen treffen. Die zweite Gruppe von Testpersonen steht in einem Beschäftigungsverhältnis mit anscheinend geringerer Entscheidungsbefugnis. Diese Personen müssen Entscheidungen entweder an den Chef weiterleiten („…aber wenn es darüber liegt, gebe ich das an Chefin weiter.“ TP 07) oder ihren Vorgesetzten nach der Vorgehensweise fragen. Ebenfalls macht es einen Unterschied, ob die zu treffende Entscheidung zu einem Problem mit dem Vorgesetzten führen könnte, wie z.B. bei TP 03, die sagt, sie „…gehe dieses Risiko ein, dass mir mein Chef dann Probleme macht.“, oder ob die Testperson die zu treffende Entscheidung einfach nicht treffen darf. |
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| g) dass Sie eigene Wissenslücken erkennen und schließen müssen | Nein | Bei Item G wird darauf hingewiesen, dass „nie“ eigentlich keine passende Antwortvorgabe
sei, denn: „Wenn man hier nie sagen würde, würde man lügen“ (TP 04). Wissenslücken treten dann auf, wenn die Testpersonen „…mit einer Frage konfrontiert werden, wo einfach das Fachwissen fehlt“. (TP 04). Neue, ungewohnte Situationen wie ein Abteilungswechsel, fremde Produkte, etc. lassen ebenfalls Wissenslücken erkennen, die dann mit Hilfe von „Fachlektüre“ (TP 15), dem Internet oder dem Wissen von Kollegen geschlossen werden. Eine Testperson nennt als Grund für das Auftreten von Wissenslücken „…moderne Zeiten…“ (TP 03), zwei Testpersonen merken neue oder besondere Rechtslagen an, die „…man sich aneignen muss um gegebenenfalls vertragliche Vereinbarungen zu ergänzen…“ (TP 01), bevor „…jemand falsche Auskünfte gibt.“ (TP 12). |
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| a) Beruflich Karriere machen | Nein | Bei Item A gibt es keine erwähnenswerten spontanen Kommentare der Testpersonen. Beruflich Karriere zu machen wird praktisch ausnahmslos verstanden als hierarchischer Aufstieg, als berufliches Fortkommen, verbunden mit mehr (Führungs-)Verantwortung und Leitungsfunktion. Karriere ist – etwas blumig formuliert: „… vom Lehrling bis zum Chef“. Von diesem weitgehenden Konsens gibt es nur drei Abweichungen: „anderen Beruf wählen, Weiterbildung“ (TP 06), „viel Geld verdienen, sich einen Namen machen“ (TP 13) und „dass man sich in seine Ziele reinhängt, dass man den beruflichen Anforderungen gerecht wird“ (TP 15). Ansonsten aber scheint der Begriff „beruflich Karriere machen“ relativ eindeutig und allgemein verständlich zu sein. |
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| b) Persönliche Interessen verwirklichen | Nein | Bei Item B gibt es – abgesehen von Testperson 11 - keine
erwähnenswerten spontanen Kommentare der Testpersonen. Diese beantwortet die Frage nicht, weil das „im Berufsleben schlecht möglich“ sei: „Man ist den
Zwängen unterworfen. Ich muss ja meine persönlichen Interessen hinter der Firma zurückstecken“. Der Begriff wird in drei Richtungen interpretiert. Auf der einen Seite gibt es eine berufsorientierte Interpretation: Im Beruf mehr Projekte übernehmen, für die man sich wirklich interessiert (TP 01), „Wieder: Karriere machen“ (TP 05) oder „Ideen einbringen, die dann angenommen werden, Verbesserungsvorschläge einbringen, und diese werden dann umgesetzt“ (TP 08). Auf der anderen Seite – und deutlich überwiegend – gibt es eine in das Private zielende Interpretation: Es geht vor allem um Hobbies, Reisen, neue Urlaubsziele entdecken, ein neues Auto kaufen, Zeit für die Familie haben, ein Haus bauen oder kaufen. Und schließlich gibt es eine dritte, etwas seltenere Richtung, die in dem Versuch besteht, den Zusammenhang zwischen Beruf und Freizeit herzustellen: „dass ich meine Verantwortung und Freizeit in Einklang bringe“ (TP 14) und „dass man sein Hobby zum Beruf macht“ (TP 07). Es ist also erkennbar, dass die Formulierung „persönliche Interessen verwirklichen“ äußerst unterschiedliche Bedeutungen hat. |
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| c) Ein gutes Einkommen erzielen | Nein | TP 01 merkt spontan an, dass sie „eher nicht“ gewählt habe, „weil ich da keine
Möglichkeit zu sehe“. Die Frage, was man unter einem „guten Einkommen“ verstehe, wir sehr unterschiedlich beantwortet. Zunächst einmal gibt es Testpersonen, die konkrete Zahlen nennen, welche selbst wiederum sehr unterschiedlich sind; die Zahlen reichen von „800 – 900 Euro“ im Monat (TP 07) bis „über 100.000“ im Jahr (TP 01). Die Antworten sind abhängig von der beruflichen Position der Person, an die man beim Beantworten der Frage denkt, aber sie sind auch deutlich abhängig von der beruflichen Position, in der die Testpersonen selbst sind. Daneben gibt es Testpersonen, die „ein gutes Einkommen“ nur umschreiben können oder wollen. Sie formulieren in Worten: „Der Arbeit angemessen“ (TP 06), „zumindest so hoch, dass wir was sparen können“ (TP 09) oder „dass ich meine Miete zahlen kann, dass ich keine Schulden machen muss, dass ich mir nebenbei noch eine Kleinigkeit leisten kann“ (TP 11). Auch hier führt die Itemformulierung zu Antworten in verschiedene Richtungen, nur dürfte das nicht von Belang sein, weil die Vorstellung, was ein „gutes Einkommen“ sei, eben wirklich sehr unterschiedlich sein kann. |
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| d) Einen sicheren Arbeitsplatz haben | Nein | TP 05 kommentiert dieses Item mit einem schlichten „Oh ja!“, TP 15 nicht minder direkt
mit „100%“. TP 10 kann sich zunächst nicht entscheiden, ob sie dieses Ziel „stark“ oder
„eher nicht“ verfolgt, sie sei „mittendrin" entscheidet sich dann aber für „eher nicht“. Die Vorstellung davon, was ein sicherer Arbeitsplatz ist, ist diejenige, die am deutlichsten konsensual geäußert wird: Ein Arbeitsplatz ist dann sicher, wenn man sich keine Gedanken machen muss darüber, ob man ihn morgen oder später noch haben wird oder nicht. Dies wird teilweise mit zeitlich unbefristeten Verträgen näher erläutert, teilweise mit der Stabilität des Unternehmens, in dem man arbeitet. Ganz generell besteht aber eindeutig Konsens über den Begriff. |