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Item 15: Ich bin entspannt, lasse mich durch Stress nicht aus der Ruhe bringen. |
Nein |
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Item 15: Ich bin entspannt, lasse mich durch Stress nicht aus der Ruhe bringen. Die Testpersonen nutzen die volle Skalenbreite. Berichtenswerte Auffälligkeiten, die sich auch in unterschiedlichen Antworten auf das Original- und Alternativitem widerspiegeln, zeigen sich bei insgesamt drei Testpersonen. Testperson 04 (15 Jahre, Hauptschule) und Testperson 12 (14 Jahre, Hauptschule) interpretieren den Begriff „Stress“ nicht in der intendierten Weise (z.B. Zeitdruck, viele Klassenarbeiten, Aufregung vor wichtigen Ereignissen), sondern in seiner jugendsprachlichen Konnotation als „Ärger bzw. Stress mit anderen Personen (wie z.B. mit Eltern oder Freunden) haben.“ Daher vergeben beide Testpersonen auch recht unterschiedliche Antworten auf das Original- und Alternativitem: TP 04 beantwortet Item 15 mit „trifft eher zu“, Item 19 dagegen mit „trifft eher nicht zu“. TP 12 beantwortet Item 15 mit „trifft voll und ganz zu“, Item 19 hingegen mit „trifft teilweise zu“. Ein anderes Problem bei der Beantwortung des Items tritt bei Testperson 11 (12 Jahre, Hauptschule) auf. Diese Testperson übersieht die Negation des zweiten Teils der Aussage („lasse mich durch Stress nicht aus der Ruhe bringen“). Sie antwortet mit „trifft überhaupt nicht zu“, argumentiert jedoch, dass sie immer entspannt sei, und „den Stress gar nicht erst hochkommen“ lasse.
Befund zu Item 19: Ich bleibe ruhig und entspannt, auch wenn es sehr viel zu tun gibt. (Alternative zu Item 15) Diese Aussage wird von allen 16 Testpersonen in der intendierten Weise interpretiert. Die Testpersonen denken bei der Beantwortung dieses Items vor allem an Stresssituationen wie „viele Hausaufgaben erledigen zu müssen“ oder „Klassenarbeiten vorbereiten zu müssen“ und begründen ihre Antworten damit, wie sie gewöhnlich auf solche Situationen reagieren. Hier einige Beispiele:
- „Wenn ich merke, dass ziemlich viel von mir erwartet wird, dann werde ich eher aufgeregt und denke, das müsste ich jetzt super gut machen.“ (TP 01, 10 Jahre)
- „Ich kann nicht ruhig sein, wenn ich zum Beispiel im Kopf habe, dass ich viele Hausaufgaben machen muss.“ (TP 04, 15 Jahre)
- „Wenn ich zum Beispiel sehr viele Hausaufgaben habe, dann bin ich nicht ganz so entspannt. Wenn ich zum Beispiel um 15 Uhr mit meinem Freund spielen möchte und wir viele Hausaufgaben haben. Dann mache ich mir schon Stress, dass ich pünktlich nach dem Essen hochgehe, die Hausaufgaben mache. Damit das alles klappt. Aber wenn wir zum Beispiel einen Mathetest schreiben, dann bleibe ich eher ganz entspannt.“ (TP 09, 10 Jahre)
- „Wenn es viel zu tun gibt, dann bleibe ich ganz ruhig, sonst gibt es ja nur noch mehr Stress.“ (TP 11, 12 Jahre)
- „Wenn ich jetzt total viele Hausaufgaben auf habe, dann ist das schon anstrengend und ich bin schon sehr konzentriert. Das kann ich nicht in Ruhe angehen. Aber normale Aufgaben von der Schule oder von meiner Mutter, da bin ich ganz ruhig.“ (TP 12, 14 Jahre)
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Item 16: Ich denke gerne über Sachen nach. |
Nein |
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Item 17: Ich trödele und faulenze gerne. |
Nein |
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Item 17: Ich trödele und faulenze gerne. (Alternative zu Item 12) Auch bei der Alternativformulierung wurde die volle Skalenbreite genutzt und die Häufigkeitsverteilung fällt nahezu identisch aus. Alle Testpersonen haben die Aussage korrekt interpretiert. Auf die Nachfrage hin, was sie denn unter „trödeln“ und „faulenzen“ verstehen, wird schnell klar, dass die Begriffe als zwei unterschiedliche Stimuli wahrgenommen werden. Hier einige Beispiele:
- Trödeln erläutert TP 03 (13 Jahre) so: „Wenn man einen Termin hat und man läuft ganz langsam, man beeilt sich nicht, dass man pünktlich da ist.“ Faulenzen hingegen interpretiert sie so: „Wir Jugendlichen sagen dazu chillen.“
- Für TP 04 (15 Jahre) bedeutet trödeln „etwas ganz langsam machen“ und faulenzen, „faul sein, gar nichts machen.“
- TP 16 (16 Jahre) differenziert die Begriffe noch mehr aus: „Zwischen „faulenzen“ und „Faulheit“ würde ich schon unterscheiden. Faulenzen, das mache ich auch am Wochenende mal, wenn ich nichts zu tun habe oder schlechtes Wetter ist. Dann mache ich auch einmal einen Faulenzertag. Faul sein bedeutet für mich aber eher, dass man dauerhaft so ist. „Trödeln“, das habe ich jetzt nicht direkt negativ gesehen, sondern auch dass man sich Zeit lässt, nicht hektisch ist.“
Die Wahrnehmung zweier unterschiedlicher Stimuli führt dazu, dass drei Testpersonen (TP 02, TP 13, TP 16) für die einzelnen Begriffe gerne unterschiedlich geantwortet hätten. Während das ursprüngliche Item 12 mangelnde Motivation bzw. mangelnden Tatendrang misst, erfasst das alternative Item 17 eher die Dimension des sich Zeitlassens.
Befund zu Item 12: Ich bin bequem, neige zur Faulheit. Die Testpersonen nutzen die volle Skalenbreite. Keine der Testpersonen hat Schwierigkeiten mit dem Frageverständnis. Bei der Begründung ihres Antwortverhaltens argumentieren 14 Testpersonen mit ihrer (vorhandenen oder nicht vorhandenen) Faulheit, während zwei Personen sich explizit auf den Begriff „bequem“ beziehen. Auf die Nachfrage hin, was die befragten Kinder und Jugendlichen unter den beiden Begriffen verstehen, gibt es drei unterschiedliche Einschätzungen. Vier Testpersonen setzen „faul sein“ und „bequem sein“ gleich. Für sechs Testpersonen gehen die beiden Begriffe in dieselbe Richtung, allerdings wird „faul sein“ als eine extremere Variante von „bequem sein“ eingestuft. Für die übrigen sechs Testpersonen ist „faul sein“ negativ, „bequem sein“ jedoch positiv konnotiert und wird eher im Sinne von „gemütlich“ aufgefasst. Aufgrund der Erläuterungen für ihr Antwortverhalten wird klar, dass sich diese Testpersonen beim Beantworten auf den Aspekt des „faul sein“ beziehen. Testperson 02 (10 Jahre) und Testperson 16 (16 Jahre) machen die wahrgenommene Diskrepanz zwischen den beiden Stimuli explizit:
- TP 02: „Ich bin nicht faul. Bequem bin ich schon.“
TL: „Was hättest du angekreuzt, wenn da stehen würde, ich bin bequem?“ TP 02: „Dann hätte ich „trifft voll und ganz zu“ angekreuzt.“ TL: „Und wenn da nur steht, ich neige zur Faulheit?“ TP 02: „Dann hätte ich das angekreuzt, was ich jetzt angekreuzt habe.“
- TP 16: „Bequem“, das wirkt auf mich eher positiv, wie gemütlich. Faul ist für mich eher negativ.
TL: „Bei deiner Antwort, hast du da eher an Faulheit gedacht?“ TP 16: „Ja.“
Beide entscheiden sich – in der Annahme, dass „faul sein“ das zentrale Element der Aussage ist – für „trifft eher nicht zu“. |
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Item 18: Ich bin eher der „stille Typ“ und sage nicht so viel. |
Nein |
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Item 19: Ich bleibe ruhig und entspannt, auch wenn es sehr viel zu tun gibt. |
Nein |
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Item 19: Ich bleibe ruhig und entspannt, auch wenn es sehr viel zu tun gibt. (Alternative zu Item 15) Diese Aussage wird von allen 16 Testpersonen in der intendierten Weise interpretiert. Die Testpersonen denken bei der Beantwortung dieses Items vor allem an Stresssituationen wie „viele Hausaufgaben erledigen zu müssen“ oder „Klassenarbeiten vorbereiten zu müssen“ und begründen ihre Antworten damit, wie sie gewöhnlich auf solche Situationen reagieren. Hier einige Beispiele:
- „Wenn ich merke, dass ziemlich viel von mir erwartet wird, dann werde ich eher aufgeregt und denke, das müsste ich jetzt super gut machen.“ (TP 01, 10 Jahre)
- „Ich kann nicht ruhig sein, wenn ich zum Beispiel im Kopf habe, dass ich viele Hausaufgaben machen muss.“ (TP 04, 15 Jahre)
- „Wenn ich zum Beispiel sehr viele Hausaufgaben habe, dann bin ich nicht ganz so entspannt. Wenn ich zum Beispiel um 15 Uhr mit meinem Freund spielen möchte und wir viele Hausaufgaben haben. Dann mache ich mir schon Stress, dass ich pünktlich nach dem Essen hochgehe, die Hausaufgaben mache. Damit das alles klappt. Aber wenn wir zum Beispiel einen Mathetest schreiben, dann bleibe ich eher ganz entspannt.“ (TP 09, 10 Jahre)
- „Wenn es viel zu tun gibt, dann bleibe ich ganz ruhig, sonst gibt es ja nur noch mehr Stress.“ (TP 11, 12 Jahre)
- „Wenn ich jetzt total viele Hausaufgaben auf habe, dann ist das schon anstrengend und ich bin schon sehr konzentriert. Das kann ich nicht in Ruhe angehen. Aber normale Aufgaben von der Schule oder von meiner Mutter, da bin ich ganz ruhig.“ (TP 12, 14 Jahre)
Befund zu Item 15: Ich bin entspannt, lasse mich durch Stress nicht aus der Ruhe bringen. (Orginalitem) Die Testpersonen nutzen die volle Skalenbreite. Berichtenswerte Auffälligkeiten, die sich auch in unterschiedlichen Antworten auf das Original- und Alternativitem widerspiegeln, zeigen sich bei insgesamt drei Testpersonen. Testperson 04 (15 Jahre, Hauptschule) und Testperson 12 (14 Jahre, Hauptschule) interpretieren den Begriff „Stress“ nicht in der intendierten Weise (z.B. Zeitdruck, viele Klassenarbeiten, Aufregung vor wichtigen Ereignissen), sondern in seiner jugendsprachlichen Konnotation als „Ärger bzw. Stress mit anderen Personen (wie z.B. mit Eltern oder Freunden) haben.“ Daher vergeben beide Testpersonen auch recht unterschiedliche Antworten auf das Original- und Alternativitem: TP 04 beantwortet Item 15 mit „trifft eher zu“, Item 19 dagegen mit „trifft eher nicht zu“. TP 12 beantwortet Item 15 mit „trifft voll und ganz zu“, Item 19 hingegen mit „trifft teilweise zu“. Ein anderes Problem bei der Beantwortung des Items tritt bei Testperson 11 (12 Jahre, Hauptschule) auf. Diese Testperson übersieht die Negation des zweiten Teils der Aussage („lasse mich durch Stress nicht aus der Ruhe bringen“). Sie antwortet mit „trifft überhaupt nicht zu“, argumentiert jedoch, dass sie immer entspannt sei, und „den Stress gar nicht erst hochkommen“ lasse. |
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Item 20: Ich kann mich anderen gegenüber abweisend verhalten. |
Nein |
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Item 20: Ich kann mich anderen gegenüber abweisend verhalten.
Insgesamt können bei der Aussage „Ich kann mich anderen gegenüber abweisend verhalten“ nur 12 der 16 Testpersonen eine gültige Antwort geben. Drei Testpersonen (TP 02, TP 10, TP 13) können die Frage nicht beantworten, da sie nicht wissen, was „abweisend“ bedeutet:
- „Ich habe das Wort nicht verstanden.“ (TP 02, 9 Jahre)
- „Hier verstehe ich nicht, was mit „abweisend“ gemeint ist.“ (TP 10, 9 Jahre)
- „Die verstehe ich nicht genau, das mit dem „abweisend“.“ (TP 13, 11 Jahre)
Testperson 15 (11 Jahre) weiß ebenfalls nicht, was „abweisend“ bedeutet und kreuzt aus diesem Grund zwei Antworten an („trifft überhaupt nicht zu“ und „trifft eher nicht zu“).
Auch Testperson 04 (15 Jahre) äußert spontan Verständnisschwierigkeiten, entscheidet sich aber für eine Antwortkategorie („trifft teilweise zu“): „Ich verstehe den Satz nicht. Bedeutet das, dass ich den nicht an mich ran lasse? Das Wort, das geht mir gerade nicht in den Kopf rein.“ (TP 04).
Die übrigen elf Testpersonen verstehen, was mit „abweisend“ gemeint ist und können die Aussage beantworten. Allerdings haben davon insgesamt vier Testpersonen (TP 06, TP 11, TP 12, TP 16) Schwierigkeiten, die richtige Antwort für sich zu finden, weil Ihnen die Formulierung „kann“ Probleme bereitet:
- „Man kann sich gegenüber anderen Leuten abweisend verhalten, aber das ist auch unhöflich. Abweisend, in dem Sinne, bin ich eigentlich nicht. Außer die Leute sind….naja, kommt darauf an wie sie sind. Ich kann das schon sein, aber normalerweise mache ich das nicht.“ (TP 06, 16 Jahre)
- „Wenn die so abweisend sind, dann kann ich das auch. Aber ich mache das ja nicht. Nur wenn die das machen.“ (TP 11, 12 Jahre)
- „Das kann eigentlich jeder. Wenn ich mit einem Stress hatte und er zu mir abweisend war, dann denke ich mir, was er kann, kann ich auch. Und dann bin ich auch abweisend zu ihm.“ (TP 12, 14 Jahre)
- „Ist damit jetzt gemeint, ich „kann“ mich so verhalten oder dass ich es auch „tue“? Es steht ja so da, als ginge es um das „kann“. Ich kann das schon gut, aber ich mache es eigentlich kaum. Wegen dem „kann“ hätte ich jetzt eigentlich „trifft voll und ganz zu“ geantwortet. Ich denke mal, dass das jeder kann. Aber es ist ja die Frage, ob man das auch macht.“ (TP 16, 16 Jahre)
Befund zu Item 23: Ich kann mich anderen gegenüber unfreundlich verhalten. (Alternative zu Item 20)
Im Vergleich zu Item 20 können sich bei der alternativen Formulierung alle Testpersonen auf der Skala einordnen und nutzen dabei die volle Skalenbreite.
Der Begriff „unfreundlich“ wird von allen Testpersonen richtig verstanden. Allerdings wird auch hier von zwei Testpersonen (TP 12, TP 14) angemerkt, dass sie das „könnten“, die Frage jedoch sei, ob sie es auch machten. Dies hinge ja auch davon ab, wie sich der Gegenüber verhalten würde. Beide Testpersonen entscheiden sich aus diesem Grund für die Antwortkategorie „trifft teilweise zu“:
- „Das kann auch jeder. Wenn jemand ein Problem mit mir hat, dann bin ich auch unfreundlich und abweisend.“ (TP 12, 14 Jahre)
- „Kann, also es kommt darauf an, wenn die Person unfreundlich mir gegenüber ist, dann bin ich auch unfreundlich ihr gegenüber. Je nachdem, wie sich die Person mir gegenüber verhält. Wenn die Person mir gegenüber respektvoll ist, dann bin ich das auch und wenn nicht, dann nicht.“ (TP 14, 16 Jahre)
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Item 21: Ich bin fleißig und arbeite schnell. |
Nein |
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Die Testpersonen nutzen die volle Skalenbreite.
Testperson 09 lässt bei der Beantwortung dieser Frage Unsicherheit erkennen. Auf Nachfrage des Testleiters gibt sie an, dass sie zwar fleißig sei, jedoch nicht schnell arbeite. Daher habe sie sich bei der Beantwortung für die Option „trifft teilweise zu“ entschieden. Testperson 09 nimmt hier eindeutig zwei unterschiedliche Stimuli wahr („fleißig sein“ vs. „schnell arbeiten“) und gibt an, dass „fleißig sein“ eher oder voll und ganz auf sie zutreffe, während „schnell arbeiten“ überhaupt nicht auf sie zutreffe.
Von Seiten der anderen 15 Testpersonen gab es keine nennenswerten Kommentare zu diesem Item.
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Item 22: Ich habe viel Phantasie. |
Nein |
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Item 22: Ich habe viel Phantasie. Die Testpersonen nutzen die volle Skalenbreite. Die Aussage wird von allen Testpersonen korrekt verstanden. Im Folgenden einige Beispiele:
- „Ich stelle mir manchmal Sachen vor, da fragen mich meine Freunde, was in meinem Kopf vorgeht. Zum Beispiel, dass wir mit einem Flugzeug abstürzen und im Meer in einem Wal landen.“ (TP 03, 13 Jahre)
- „Wenn ich mir ausmale, was passieren könnte, wenn dies oder jenes eintritt. Wenn ich z.B. von Sachen träume, die total unwahrscheinlich sind, aber man sich trotzdem vorstellt, dass das irgendwann mal passiert. Zum Beispiel, dass ich irgendwann in Hollywood lebe, eine Villa habe und berühmt bin.“ (TP 06, 16 Jahre)
- „Ich male mir Sachen in meiner Phantasie aus, die wahrscheinlich nie passieren werden. Ich glaube das macht jeder, vor allem Mädchen. So Traumprinz auf dem weißen Pferd oder so. Oder dass man über seine Zukunft phantasiert und denkt, irgendwann habe ich ein Boot und ein riesiges Auto. Das sind ja so Wunschphantasien.“ (TP 08, 15 Jahre)
- „Beim Legospielen habe ich eher weniger Phantasie. Aber wenn ich draußen mit einem Freund spiele, dann stellen wir uns zum Beispiel vor, dass da eine Mauer ist und eine Tür, ein Haus, ein Keller.“ (TP 09, 10 Jahre)
- „Früher hatte ich noch sehr viel Phantasie, heute mache ich eigentlich nur noch Sachen, die Sinn machen. Früher habe ich z.B. mit einem Freund versucht aus einer Kiste einen Helikopter zu bauen und wir haben auch Sachen drauf geklebt und uns vorgestellt, der könnte fliegen.“ (TP 12, 12 Jahre)
- „Wenn wir in Kunst z.B. die Aufgabe kriegen, einfach in einer Stunde mal ein Bild zu malen, dann fehlt mir da so ein bisschen die Kreativität und ich weiß nicht so schnell, was ich jetzt malen sollte. Zum anderen ist es aber so, dass wenn wir in Deutsch z.B. Bücher oder Geschichten lesen, dann kann ich mir die Szenen im Kopf schon gut vorstellen.“ (TP 16, 16 Jahre)
Befund zu Item 28: Ich habe viel Phantasie, stelle mir gerne Sachen vor. (Alternative zu Item 22) Die Testpersonen nutzen die gesamte Skalenbreite und verorten sich identisch zur Originalaussage Item 22. Insgesamt verweisen die Testpersonen darauf, dass es die gleiche bzw. eine ähnliche Aussage sei wie die bereits zuvor beantwortete Aussage (Item 22). Während es die Alternativformulierung für Testperson 08 (15 Jahre) noch deutlicher macht, was gemeint ist („Wie vorhin schon gesagt, habe ich ziemlich viel Phantasie. Hier würde ich sogar sagen, trifft es noch mehr zu, weil hier ja auch steht, „stelle mir gerne Sachen vor.“), sprechen sich Testperson 09 (10 Jahre) und 10 (9 Jahre) dafür aus, die ursprüngliche Formulierung zu verwenden, da sie leichter verständlich sei. |
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Item 23: Ich kann mich anderen gegenüber unfreundlich verhalten. |
Nein |
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Item 23: Ich kann mich anderen gegenüber unfreundlich verhalten. (Alternative zu Item 20) Im Vergleich zu Item 20 können sich bei der alternativen Formulierung alle Testpersonen auf der Skala einordnen und nutzen dabei die volle Skalenbreite. Der Begriff „unfreundlich“ wird von allen Testpersonen richtig verstanden. Allerdings wird auch hier von zwei Testpersonen (TP 12, TP 14) angemerkt, dass sie das „könnten“, die Frage jedoch sei, ob sie es auch machten. Dies hinge ja auch davon ab, wie sich der Gegenüber verhalten würde. Beide Testpersonen entscheiden sich aus diesem Grund für die Antwortkategorie „trifft teilweise zu“:
- „Das kann auch jeder. Wenn jemand ein Problem mit mir hat, dann bin ich auch unfreundlich und abweisend.“ (TP 12, 14 Jahre)
- „Kann, also es kommt darauf an, wenn die Person unfreundlich mir gegenüber ist, dann bin ich auch unfreundlich ihr gegenüber. Je nachdem, wie sich die Person mir gegenüber verhält. Wenn die Person mir gegenüber respektvoll ist, dann bin ich das auch und wenn nicht, dann nicht.“ (TP 14, 16 Jahre)
Befund zu Item 20: Ich kann mich anderen gegenüber abweisend verhalten. Insgesamt können bei der Aussage „Ich kann mich anderen gegenüber abweisend verhalten“ nur 12 der 16 Testpersonen eine gültige Antwort geben. Drei Testpersonen (TP 02, TP 10, TP 13) können die Frage nicht beantworten, da sie nicht wissen, was „abweisend“ bedeutet:
- „Ich habe das Wort nicht verstanden.“ (TP 02, 9 Jahre)
- „Hier verstehe ich nicht, was mit „abweisend“ gemeint ist.“ (TP 10, 9 Jahre)
- „Die verstehe ich nicht genau, das mit dem „abweisend“.“ (TP 13, 11 Jahre)
Testperson 15 (11 Jahre) weiß ebenfalls nicht, was „abweisend“ bedeutet und kreuzt aus diesem Grund zwei Antworten an („trifft überhaupt nicht zu“ und „trifft eher nicht zu“). Auch Testperson 04 (15 Jahre) äußert spontan Verständnisschwierigkeiten, entscheidet sich aber für eine Antwortkategorie („trifft teilweise zu“): „Ich verstehe den Satz nicht. Bedeutet das, dass ich den nicht an mich ran lasse? Das Wort, das geht mir gerade nicht in den Kopf rein.“ (TP 04). Die übrigen elf Testpersonen verstehen, was mit „abweisend“ gemeint ist und können die Aussage beantworten. Allerdings haben davon insgesamt vier Testpersonen (TP 06, TP 11, TP 12, TP 16) Schwierigkeiten, die richtige Antwort für sich zu finden, weil Ihnen die Formulierung „kann“ Probleme bereitet:
- „Man kann sich gegenüber anderen Leuten abweisend verhalten, aber das ist auch unhöflich. Abweisend, in dem Sinne, bin ich eigentlich nicht. Außer die Leute sind….naja, kommt darauf an wie sie sind. Ich kann das schon sein, aber normalerweise mache ich das nicht.“ (TP 06, 16 Jahre)
- „Wenn die so abweisend sind, dann kann ich das auch. Aber ich mache das ja nicht. Nur wenn die das machen.“ (TP 11, 12 Jahre)
- „Das kann eigentlich jeder. Wenn ich mit einem Stress hatte und er zu mir abweisend war, dann denke ich mir, was er kann, kann ich auch. Und dann bin ich auch abweisend zu ihm.“ (TP 12, 14 Jahre)
- „Ist damit jetzt gemeint, ich „kann“ mich so verhalten oder dass ich es auch „tue“? Es steht ja so da, als ginge es um das „kann“. Ich kann das schon gut, aber ich mache es eigentlich kaum. Wegen dem „kann“ hätte ich jetzt eigentlich „trifft voll und ganz zu“ geantwortet. Ich denke mal, dass das jeder kann. Aber es ist ja die Frage, ob man das auch macht.“ (TP 16, 16 Jahre)
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Item 25: Ich kann mich unhöflich anderen gegenüber verhalten. |
Nein |
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Alle 16 Testpersonen können die Aussage beantworten und nutzen dabei die volle Skalenbreite.
Testperson 11 (12 Jahre), die „trifft voll und ganz zu“ ankreuzt, hat wie auch schon bei den Items 20 und 23 Schwierigkeiten mit der Formulierung „kann“ („Das kann jeder“).
Insgesamt merken neun Testpersonen an, dass für sie zwischen „unfreundlich“ (Item 23) und „unhöflich“ kein oder kein nennenswerter Unterschied bestehe. Einige dieser Testpersonen begründen ihre Antwort daher in der gleichen Weise wie ihre Antwort zu Item 23.
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