Item List
| Frage Thema | Item Text | Antwort Format | Konstrukt | Eingesetzte Kogn Techniken | Ergebnis |
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| d) Die meisten Politikerinnen und Politiker sind vertrauenswürdig. | Nein | ||||
| e) Die Politikerinnen und Politiker sind das Hauptproblem in Deutschland. | Ja | Bei dieser Frage tauchen bei zwei Testpersonen Probleme auf: 1. Testperson 01 („stimme eher zu“) versteht die Frage falsch und interpretiert sie dahingehend, dass Politiker benötigt werden um sich stellvertretend für das Volk um die Hauptprobleme zu kümmern. 2. Testperson 07 („weder noch“) gibt an, nicht zu wissen, was das Hauptproblem in Deutschland sei, weshalb sie die Frage eigentlich nicht beantworten kann („Ich weiß nicht was das Hauptproblem in Deutschland ist, da könnte ich mich nicht festlegen.“, TP 07). Nichtsdestotrotz wählt sie die Mittelkategorie statt die Frage unbeantwortet zu lassen (vgl. auch Befund zu Item a) und Item c). Die restlichen 14 Testpersonen geben entweder an, (1) dass sie die Politikerinnen und Politiker tatsächlich für das Hauptproblem halten, da sie den Willen des Volkes ignorieren (TP 04, 09), (2) dass die Politikerinnen und Politiker nicht das Hauptproblem sind, sondern andere Dinge (wie z.B. die Flüchtlingskrise) als problematischer einzustufen sind (TP 02, 04, 05, 06, 11, 12, 13, 14, 16), oder (3) dass sie sich nicht pauschal festlegen können, da es sowohl Politiker gibt, die sich falsch verhalten, als auch solche, die sich bemühen, das Richtige zu tun (TP 03, 08, 10). |
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| f) Eine starke Führungspersönlichkeit in der Regierung zu haben ist gut für Deutschland, auch wenn diese sich nicht so genau an die Regeln hält um Dinge Vorwärts zu bringen. | Ja | Sechs Testpersonen stimmen der Aussage „voll und ganz zu“ (TP 10, 11) oder „eher zu“ (TP 01, 04, 07,
16), während fünf Testpersonen ihr „eher nicht“ (TP 02, 05) oder „überhaupt nicht“ (TP 03, 12, 15)
zustimmen. Vier Testpersonen entscheiden sich für die Antwortkategorie „weder noch“ (TP 06, 08, 09,
14) und eine Testperson antwortet „weiß nicht“ (TP 13). Bei allen Testpersonen lässt sich erkennen, dass sie es für sinnvoll halten, eine starke Führungspersönlichkeit an der Spitze des Staates zu haben („Jemand mit einem klaren Profil, einer klaren Kante, der auch mal gegen den Widerstand der eigenen Partei was durchsetzt.“, TP 12). Einige der Testpersonen (z.B. TP 07, 11) denken bei dem Begriff „Führungspersönlichkeit“ an konkrete Politiker, wie Angela Merkel, Helmut Schmidt oder Lothar Späth. Testperson 13, die „weiß nicht“ antwortet, ist zwar auch der Meinung, dass eine starke Führungspersönlichkeit wichtig sei, empfindet aber den Teil der Aussage „auch wenn diese sich nicht so genau an Regeln hält um Dinge vorwärts zu bringen“ als ein „moralisches Dilemma“ (TP 13). Diejenigen Testpersonen, die der Aussage zustimmen, begründen ihre Antworten hauptsächlich damit, dass der Zweck die Mittel heilige:
Abschließend wurden die Testpersonen noch nach konkreten Beispielen gefragt, bei denen sich eine Führungsposition nicht so genau an Regeln hält um Dinge vorwärts zu bringen. Hierbei wurde oft die Flüchtlingspolitik von Merkel erwähnt (TP 01, 02, 07, 08, 11). Manche der Befragten dachten aber auch an das Nichteinhalten von derzeit geltenden Gesetzen (06, 10, 12, 13, 14) und andere zogen Vergleiche zum Vorgehen von Diktatoren (Kim Yong Un, Hitler) oder „Autokraten“ (Erdogan, Putin), die sich ihre eigenen Gesetze machen (TP 03, 05, 12). Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Formulierung „sich nicht so genau an die Regeln halten um Dinge vorwärts zu bringen“ relativ viel Interpretationsspielraum zulässt. Die Antworten der Testpersonen unterscheiden sich dahingehend, ob sie vornehmlich an ein grobes Vergehen (z.B. einen Gesetzesbruch) oder eher an ein „Kavaliersdelikt“ (wie z.B. das Vorpreschen mit der eigenen, nicht mit der Partei abgestimmten Meinung) denken. Im ersten Fall stimmen sie der Aussage eher nicht zu, während sie ihr im zweiten Fall eher zustimmen. |
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| g) Das Volk, und nicht die Politikerinnen und Politiker, sollte unsere wichtigsten politischen Entscheidungen treffen. | Nein | ||||
| h) Die meisten Politikerinnen und Politiker kümmern sich nur um die Interessen der Reichen und Mächtigen. | Nein | ||||
| i) Arme Menschen sollten in der Politik mehr Mitspracherecht haben. | Ja | Dieser Aussage stimmen drei Testpersonen „eher zu“ oder „voll und ganz zu“ (TP 09, 10, 11), zwölf
Testpersonen „eher nicht zu“ oder „überhaupt nicht zu“ und eine Testperson antwortet „weder noch“
(TP 08). Die drei Testpersonen, die Item i) zustimmen, begründen ihre Antworten damit, dass Betroffene, wie z.B. Rentner mehr Mitspracherecht bei z.B. Rentenreformen haben sollten (TP 09), es insgesamt mehr Volksentscheide geben sollte, damit arme Menschen genauso viel Einfluss erhalten wie wohlhabende Lobbyisten (TP 10) und dass die Interessen von armen Menschen von den Regierenden mehr berücksichtigt werden sollten (TP 11). Testperson 08, die „weder noch“ antwortet, denkt beim Beantworten der Frage an das aktive Ausüben von politischen Ämtern und ist der Meinung, dass es in Deutschland keine allzu großen Unterschiede in den Zugangsmöglichkeiten zur Politik, zwischen armen und reichen Menschen, gibt: „Ich kann die Frage nicht 100% nachvollziehen, weil ich nicht weiß, wo da unterschieden wird zwischen Arm und Reich in der Politik. Klar, vielleicht haben Reiche eher die Möglichkeit, in die Politik reinzukommen aufgrund eines höheren Bildungsstandes. Aber ansonsten denke ich, dass wenn in Deutschland jemand in die Politik will, aber nicht wohlhabend ist, dann kommt der trotzdem in die Politik.“ (TP 08). Diejenigen Testpersonen, die der Aussage nicht zustimmen, begründen ihre Antworten zum einen damit, dass arme Menschen häufig aus bildungsfernen Schichten stammten und nicht über das nötige Wissen verfügten, um in politischen Fragen kompetent mitzuentscheiden (TP 03, 12, 15). Zum anderen sind die Testpersonen der Meinung, dass man weder aufgrund von Armut, noch aufgrund eines anderen Kriteriums bevorzugt behandelt werden sollte (TP 01, 02, 04, 05, 06, 07, 13, 14, 16):
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| a) Minderheiten sollten sich den deutschen Gepflogenheiten anpassen. | Nein | Mit dem Begriff „Gepflogenheiten“ haben drei Testpersonen Probleme (TP 03, 07, 13):
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| b) Einwanderer sind im Allgemeinen gut für die deutsche Wirtschaft. | Nein | ||||
| c) Die deutsche Kultur wird durch Einwanderer bedroht. | Nein | Dieser Aussage stimmen zwei Testpersonen eher zu (TP 12, 15), wohingegen sieben eher nicht zustimmen (TP 01, 02, 04, 10, 13, 14, 16) und fünf Testpersonen (TP 03, 05, 06, 07, 08) überhaupt nicht zustimmen. Zwei Testpersonen (TP 09, 11) können keine Antwort geben.
Die beiden Testpersonen, die der Aussage eher zustimmen (TP 12, 15), begründen ihre Antworten wie folgt:
Diejenigen Testpersonen, die der Aussage „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“ zustimmen, begründen ihre Antworten damit, dass sie Einwanderer eher als Bereicherung denn als Bedrohung wahrnehmen (6 TPs), dass die Deutschen selbst für das Fortleben ihrer Kultur verantwortlich seien (2 TPs) oder dass die Anzahl an Einwanderern noch zu gering sei, als dass diese eine Bedrohung für die deutsche Kultur darstellen könnte (4 TPs):
Auf die Nachfrage hin, wie die deutsche Kultur bedroht werden könnte, nannten mit Ausnahme von fünf Testpersonen (TP 03, 07, 08, 13, 14), die sich kein solches Szenario vorstellen konnten, alle Testpersonen Einflüsse des Islams. Insbesondere das als anders wahrgenommene Verständnis von Geschlechterrollen („Ich möchte nicht, dass meine Töchter mit Kopftuch rumlaufen müssen.“, TP 12), die Verdrängung der Mehrheitsreligion Christentum („Da denke ich an Debatten wie die Einführung von Islam-Unterricht an Schulen.“, TP 04) sowie Extremisten werden als (potentiell) bedrohlich eingestuft. |
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| a) In Deutschland geboren zu sein. | Nein | Nur drei Testpersonen sind der Meinung, in Deutschland geboren zu sein, sei „sehr wichtig“ (TP 04, 09)
oder „ziemlich wichtig“ (TP 12), um eine richtige Deutsche/ein richtiger Deutscher zu sein. Während
Testperson 09 ihre Meinung nicht weiter erläutert, erklären die anderen beiden Testpersonen ihre Meinung
mit der Prägekraft der Umgebung während der Sozialisationsphase:
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