Item List

Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
Mit Ihrer Mutter Nein
Ich bin froh darüber, dass ich mich an meine Familie wenden kann, wenn mich etwas bedrückt. Nein

Bezüglich des ersten Items zeugten die Antworten der Testpersonen auf die kognitiven Nachfragen davon, dass die allermeisten Befragten das Item problemlos verstanden und eine für sich passende Antwortkategorie auswählten.

    • „In der Regel wende ich mich an jemand anderen.“ (TP85, Antwort: Manchmal)
    • „Ich kann mich immer an meine Familie wenden, wenn mich etwas bedrückt.“ (TP129, Antwort: Fast immer)
    • „Ich muss nicht unbedingt mit jemandem darüber sprechen.“ (TP133, Antwort: Manchmal)
    • „Meine Eltern haben meine Probleme oft ignoriert, weshalb ich mich mit der Zeit immer seltener an sie gewandt habe, wenn mich etwas bedrückt hat.“ (TP145, Antwort: Fast nie)
    • „Weil es nicht auf alle Familienmitglieder zutrifft und vom spezifischen Thema abhängig ist.“ (TP327, Antwort: Manchmal)
    • „Im Prinzip war das in erster Linie auf meine Frau bezogen (Kinder sind noch zu jung um mit ihnen bedrückende Situationen ernsthaft zu besprechen). Meine Frau ist immer für mich da, wenn ich Unterstützung brauche (umgekehrt genauso).“ (TP361, Antwort: Fast immer)

Nur eine Testperson bezog die Frage offensichtlich nur auf ihr Elternhaus, nicht aber auf ihren Ehepartner (“Ich kann mich mit Problemen nicht an meine Familie wenden, außer an meinen Mann.”, TP462, Antwort: Fast nie). 

Ich bin froh über die Art und Weise, wie meine Familie mit mir Dinge bespricht und Probleme mit mir teilt. Nein
Ich bin froh, dass meine Familie meinen Wunsch akzeptiert und unterstüzt, wenn ich etwas Neues machen oder neue Wege gehen möchte. Nein

Auch beim dritten Item passten die Antworten auf die offenen Nachfragen meistens gut zu den gegebenen Survey-Antworten.

    • „Meine Eltern haben mir immer freie Hand gelassen, ob Schule, Ausbildung oder Sportverein. Sie haben meine Entscheidungen immer unterstützt. Heute ist es mein Ehemann, der auch zum Beispiel meinen Berufswechsel voll unterstützt.“ (TP259, Antwort: Fast immer)
    • „Sie waren bei solchen Sachen oft zögerlich und ich musste sie erst mal breitklopfen. Aber nach einer Zeit waren sie dann bereit, mich zu unterstützen.“ (TP145, Antwort: Manchmal)
    • „Meine Wege, vor allem beruflich, trafen nie besonders auf Unterstützung. Suche mir hier auch eher bei Freunden Rat und Unterstützung.“ (TP300, Antwort: Fast nie)

Mehrere Befragte thematisierten den doppelte Stimulus in der Fragestellung, bspw. weil die Familie Wünsche zwar grundsätzlich akzeptiere, aber nicht immer unterstütze, oder auch wenn die Familie Wünsche grundsätzlich unterstütze, auch wenn sie nicht immer damit einverstanden seien. Dennoch passten auch in diesen Fällen die Antworten auf die Survey-Frage zu den Begründungen in den offenen Nachfragen.

    • „Ich konnte immer machen, was ich wollte, und es mit meinen Eltern besprechen. Es gab mal Bedenken, aber nie wirklich Verbote.“ (TP127, Antwort: Manchmal)
    • „Meine Mutter unterstützt nicht immer alles. Vor allem wenn ich etwas neues ausprobieren möchte, hängt sie sehr an alten Mustern. Sie hält mich aber nicht wirklich davon ab.“ (TP192, Ant-wort: Manchmal)
    • „Meine Familie sagt ihre Meinung, unterstützt mich aber immer.“ (TP437, Antwort: Fast immer)
    • „Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, werde ich bei meinen Entscheidungen unterstützt.“ (TP448, Antwort: Fast immer)

Bei beiden Aussagen merkten mehrere Befragte, die „Fast immer“ bei einem der Items angegeben hatten, an, dass sie eine Antwortoption „Immer“ ausgewählt hätten, wenn diese zur Verfügung gestanden hätte.

    • „Wenn ‚immer‘ zur Auswahl gestanden hätte, wäre es diese Antwort.“ (TP182)
    • „Ich hätte ‚immer‘ gewählt, wenn es zur Wahl gestanden hätte. Meine Eltern unterstützen soweit eigentlich jegliche Vorhaben meinerseits.“ (TP149)

Beim dritten Item fiel zudem auf, dass mehrere Befragte als Antwort „Manchmal“ wählten, obwohl „Fast nie“ auf Basis ihrer offenen Angaben passender gewesen wäre.

    • „Meine Eltern trauen mir neue Wege nicht wirklich zu.“ (TP218, Antwort: Manchmal)
    • „Weil sie kein Verständnis für mich haben.“ (TP293, Antwort: Manchmal)
    • „Ich fühle mich von meiner Familie nicht unterstützt.“ (TP462, Antwort: Manchmal)
Ich bin froh über die Art und Weise, wie meine Familie ihre Zuneigung zeigt und auf meine Gefühle wie Wut, Trauer oder Liebe reagiert. Nein
Ich bin froh über die Art und Weise, wie meine Familie und ich Zeit miteinander verbringen. Nein
Item 24: Ich bin gerne mit anderen Kindern/Jugendlichen zusammen Nein
Item A: Ich mache mir wegen des Klimawandels Sorgen, in welche Welt Kinder hineingeboren werden. Nein
In der ersten Aussage geht es darum, ob die Befragten sich wegen des Klimawandels Sorgen machen, in welche Welt Kinder hineingeboren werden. Befragte, die der Aussage zustimmten, erklärten einvernehmlich, dass sie die Klimakrise, und häufig auch weitere Krisen, beunruhige. Teilweise sorgten sie sich deswegen darum, ob sie selbst Kinder kriegen sollten, teilweise galten diese Sorgen den nachfolgenden Generationen im Allgemeinen.
  • „Meine Kinder werden viele Folgen (des Klimawandels) erleben, die ich nicht mehr erleben werde.“ (TP150, Stimme eher zu)
  • „Ich habe das Gefühl, wir haben schon alle Ressourcen aufgebraucht, und habe Angst, dass es Krieg um sowas wie Wasser geben wird.“ (TP295, Stimme eher zu)
  • „Die Erde ist mehr als überbevölkert und braucht vieles, aber nicht mehr Kinder.“ (TP1322, Stimme eher zu)
  • „In meinen Augen ist es unverantwortlich, ein Kind in diese Welt zu setzen. Der Klimawandel, Ressourcenknappheit, Krieg in Europa...“ (TP1336, Stimme voll zu)

Einzelne Testpersonen stimmten der Aussage zwar zu, bezogen dies aber nicht auf ihre Entscheidung für oder gegen eigene Kinder.

  • „Es bereitet etwas Sorge, dass meine Kinder eine andere Welt sehen als ich, dass sie auf mehr verzichten müssen. Aber trotzdem finde ich es doof, dass man nur wegen so etwas auf sein eigenes Leben verzichtet und nie Kinder haben wird.“ (TP273, Stimme eher zu)
Befragte, die „Weder noch“ antworteten oder der Aussage nicht zustimmten, gaben sehr unterschiedliche Begründungen hierfür an. Die Mehrheit dieser Befragten erklärte, dass der menschengemachte Klimawandel entweder nicht stattfinde, übertrieben dargestellt werde oder sie aus anderen Gründen nicht interessiere (56,7 %).
  • „Ich denke nicht, dass der Klimawandel die unüberwindbare Hürde, die all unser Leben gefährden wird, ist.“ (TP126, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Ich glaube, dass das nicht so schlimm wird mit dem Klimawandel.“ (TP153, Stimme eher nicht zu)
  • „Der Klimawandel hat keine Auswirkungen auf Kinder.“ (TP255, Stimme eher nicht zu)
Andere erklärten, dass sie den Klimawandel zwar nicht leugnen, die Menschheit aber Lösungen für den Klimawandel finden oder aber sich anpassen werde (34,4 %).
  • „Der Klimawandel ist existent und der Mensch wird sich an diesen anpassen und auch Lösungen finden. An denen können auch meine Kinder mitarbeiten und entscheiden.“ (TP146, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Die Menschheit muss sich an die veränderten Bedingungen in der Zukunft anpassen.“ (TP187, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Ich denke, dass der Klimawandel zwar ein wichtiges Thema ist, aber dass die Entwicklung neuer Technologien und Maßnahmen uns helfen werden, die Herausforderungen zu bewältigen.“ (TP231, Stimme eher nicht zu)
Unabhängig von ihrer Einstellung zum Klimawandel unterschieden sich Befragte, die der ersten Aussage nicht zustimmten oder „weder noch“ auswählten, dahingehend, inwiefern sie den Klimawandel als entscheidend für die eigene Familienplanung betrachteten. Etwas weniger als die Hälfte (43,8 %), die sich dazu äußerte, erklärte, dass für sie gar kein Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und ihrer Familienplanung bestehe.
  • „Weil der Klimawandel für mich keine Rolle spielt, ob ich weitere Kinder haben möchte oder nicht.“ (TP191, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Der Klimawandel hat rein gar nichts mit dem Kinderwunsch zu tun.“ (TP542, Stimme überhaupt nicht zu)
Die meisten anderen Befragten erklärten (37,5 %), dass keine Kinder zu bekommen aus ihrer Sicht das Problem des Klimawandels nicht lösen könne, dass Kinder trotz des Klimawandels ein lebenswertes Leben führen könnten oder der eigene Kinderwunsch für sie überwiegen würde.
  • „Wegen des Klimawandels keine Kinder mehr zu kriegen, finde ich einfach nicht zielführend.“ (TP225, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Ich halte den Klimawandel für das größte Problem der Gegenwart, aber ich würde deswegen trotzdem nicht auf Kinder verzichten.“ (TP1026, Stimme eher nicht zu)
Die restlichen Befragten erklärten hingegen, dass sie aus anderen Gründen keine Kinder wollten oder bereits welche haben und die Frage für sie deswegen obsolet sei.
  • „Andere Gründe sind viel entscheidender, ob ich Kinder möchte.“ (TP144, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Ich habe drei Kinder. Also mache ich mir da keine Gedanken.“ (TP259, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Der Klimawandel ist nicht daran schuld, dass ich keine Kinder möchte. Ich wollte noch nie welche und in der heutigen Gesellschaft sowieso nicht.“ (TP1370, Stimme überhaupt nicht zu)
Eine von acht Testpersonen (n = 35; 12,5 %) gab an, dass es eher oder sehr schwer gewesen war, sich für eine Antwort zu entscheiden. Dies begründeten die Befragten vor allem damit, dass die Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und Kinderkriegen komplex seien; teilweise waren sie daher sogar unsicher, ob sie der Aussage eher zustimmen oder nicht zustimmen.
  • „Der Wunsch nach Kindern ist ein wesentlicher Bestandteil meines Lebensplans, da ich einen starken Drang verspüre, Elternteil zu werden. Allerdings hege ich auch erhebliche Ängste bezüglich des aktuellen Zustands der Umwelt und der übergreifenden Klimakrise. Dies stellt einen persönlichen Konflikt dar.“ (TP120, Stimme eher zu)
  • „Das Thema ist extrem komplex.“ (TP199, Stimme eher nicht zu)
  • „Ich finde es schwierig, eine Verbindung zwischen dem Klimawandel und meiner Familienplanung zu ziehen.“ (TP345, Stimme eher nicht zu)
  • „Auf solche ethischen Fragen kann man nie eine eindeutige Antwort finden. Es kommt außerdem auch auf Faktoren an, die ich nicht beeinflussen kann und welche nicht vorhersehbar sind.“ (TP612, Stimme eher zu
  • „Teilweise war ich genau zwischen zustimmen und ablehnen, weil beides Vorteile und Nachteile hat.“ (TP649, Weder noch)
Item B: Wenn ich keine oder nur wenige Kinder habe, belaste ich die Umwelt weniger. Nein
Die zweite Aussage bezieht sich direkt darauf, ob keine oder weniger Kinder zu bekommen die Umwelt weniger belasten würde. Etwa ein Viertel der Befragten stimmte dieser Aussage eher oder voll zu (27,9 %). Diese Testpersonen erklärten ihre Antworten übereinstimmend mit der Überbevölkerung und der daraus resultierenden Ressourcenknappheit. Weniger Kinder zu bekommen bedeute weniger Menschen auf der Erde, und somit eine Einsparung von Konsum und Ressourcen.
  • „Je mehr Menschen auf dem Planeten leben, desto mehr Ressourcen werden verbraucht. Somit kann diese Frage nur mit JA beantwortet werden.“ (TP267, Stimme voll zu)
  • „Eine Person weniger macht weniger Dreck im Sinne von Umweltbelastung, zum Beispiel durch weniger Autofahrten zu Aktivitäten und Arztbesuchen ohne Kind.“ (TP272, Stimme eher zu)
  • „[Wenn man weniger Kinder hat,] werden weniger Lebensmittel verschwendet, Kleidung wird eingespart usw. Die ganze Produktionskette wird entlastet.“ (TP287, Stimme eher zu)
  • „Überbevölkerung ist ein Hauptfaktor für den Klimawandel.“ (TP336, Stimme eher zu)
  • „Die Erde ist überbevölkert und es herrscht Ressourcenknappheit. Jeder weitere Mensch ist eine Belastung.“ (TP1336, Stimme voll zu)
Jeweils ein Viertel der Befragten stimmte dieser Aussage überhaupt nicht zu, eher nicht zu und wählte den Mittelwert „weder noch“. Diese Befragten stritten entweder pauschal den Zusammenhang zwischen der Anzahl eigener Kinder und der Umweltbelastung ab (38,1 %), oder relativierten die Aussage anhand von Gegenargumenten (53,0 %). Diejenigen, die den Zusammenhang pauschal ablehnten, bezeichneten die Aussage als Frechheit, ideologiegeleitet oder gaben an, dass der Einfluss der Anzahl von Kindern auf die Umwelt sehr gering sei.
  • „Totaler Blödsinn. Das Klima wird auf diese Weise nicht sonderlich beeinträchtigt.“ (TP182, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Lasst mich mit dem ideologischen Wahnsinn in Ruhe.“ (TP205, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Die Umwelt ist sowieso belastet, da werden zwei Kinder nichts an der Tragödie ändern.“ (TP276, Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Hallo? Also wirklich, Kinder dafür verantwortlich zu machen dafür, dass der CO2-Ausstoß so hoch ist? Ich bitte Sie.“ (TP971, Stimme überhaupt nicht zu)
Diejenigen, die Gegenargumente anführten, erklärten, dass der Grad der Umweltbelastung durch Kinder stark davon abhinge, wie ressourcenintensiv man seine Kinder erziehe, ob man ihnen Umweltbewusstsein beibringe und ob diese Kinder als Erwachsene einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten werden. Zudem argumentierten einige, dass Menschen ohne eigene Kinder auf andere Weise die Umwelt stärker belasten würden, bspw. durch mehr Fernreisen.
  • „Ich würde meinen Kindern beibringen, wie man die Umwelt schützen kann und nachhaltig lebt.“ (TP196, Stimme eher nicht zu)
  • „Wenn ich den Wunsch hätte Kinder zu bekommen, wäre mir die Umweltbelastung egal. Da gibt es andere, wichtigere Faktoren, die die Umwelt belasten.“ (TP199, Weder noch)
  • „Ich habe mich für diese Antwort entschieden, weil die Umweltbelastung auch von anderen Faktoren abhängt, wie z. B. Konsumverhalten und Lebensstil, nicht nur von der Anzahl der Kinder.“ (TP231, Stimme überhaupt nicht zu)
Auch dieses Item fiel etwa einer von acht Testpersonen eher oder sehr schwer zu beantworten (13,2 %), und auch hier erklärten die Befragten dies damit, dass man vieles bedenken müsse, um zu einer Antwort zu finden oder ihnen Wissen fehle, um eine „richtige“ Antwort zu geben.
  • „Weil ich mir unsicher bin.“ (TP295)
  • „Es erfordert langes und klares Nachdenken.“ (TP1055)
Es fällt mir schwer (mehr) Sport zu treiben, weil es zu wenig geeignete Sportstätten/Grünflächen gibt. Nein