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a. Im Unterricht bekomme ich von den meisten Lehrern wegen meines/r familiären Hintergrunds/Herkunft weniger Unterstützung als andere Schüler. |
Nein |
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Die erste Aussage wurde von allen sechs Testpersonen mit „stimme gar nicht zu“ beantwortet. Alle Testpersonen begründeten ihre Antwort damit, dass ihre Lehrer nicht nach familiärem Hintergrund unterscheiden würden:
- „Mir ist es nicht passiert, dass ich wegen meines familiären Hintergrunds benachteiligt wurde. Das würde ja heißen, dass die Lehrer rassistisch sind.“ (TP01)
- „Es ist meinen Lehrern gleich, wie der familiäre Hintergrund ist, zumindest kommt es so rüber. Bei mir in der Klasse gibt es viele verschiedene familiäre Hintergründe und wir werden trotzdem alle gleich behandelt, mit dem gleichen Respekt.“ (TP02)
- „Jeder wird gleichbehandelt, das ist in jedem Fach und bei allen Lehrern so. Die Lehrer wissen noch nicht mal, welche Herkunft ich habe, mit Ausnahme meines Klassenlehrers.“ (TP03)
Allerdings deutete eine Testperson bereits beim ersten Item auf die Herausforderung hin, die Antwortskala bei dem vorliegenden Frageblock korrekt zu interpretieren. Insbesondere ging es dabei um die Frage, welche Aussage ein Befragter treffe, wenn er einer Aussage nicht zustimme:
- „Wenn ich hier ‚stimme gar nicht zu‘ auswähle, sage ich damit, dass ich nicht weniger Unterstützung bekomme, aber ich sage auch nicht direkt, dass ich mehr Unterstützung bekomme. Deswegen stimme ich ‚gar nicht‘ zu, denn ich finde nicht, dass ich aufgrund meines familiären Hintergrunds weniger unterstützt werde als andere Schüler.“ (TP05)
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b. Bei der Planung von Ausflügen berücksichtigen die meisten Lehrer die Meinungen der Schüler mit meinem/r familiären Hintergrund/ Herkunft genauso wie die aller anderen Schüler. |
Nein |
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Drei Testpersonen stimmten der Aussage „voll und ganz“ und eine weitere „eher“ zu. Nur eine Testperson wählte die Antwort „stimme gar nicht zu“. Dieselbe Testperson, die bereits die Aussage zu Ausflügen in Frage 3 nicht beantwortet hatte, ließ auch diese Aussage unbeantwortet.
Obgleich die zweite Aussage nicht explizit untersucht wurde, deuteten die Aussagen der Testpersonen darauf hin, dass zumindest diejenigen, die der Aussage zustimmten, die Aussage richtig verstanden:
- „Jeder [Schüler] hat seine eigene Meinung und jeder kann seine Meinung sagen. Die Lehrer gehen damit recht gut um und es ist ihnen egal, welche familiäre Herkunft wir haben.“ (TP03, „stimme voll und ganz zu“)
Zudem zeugten zwei Momente in den Interviews davon, dass Testpersonen, die dem Item nicht zustimmen, dies möglicherweise aufgrund von Fehlinterpretationen tun. Eine Testperson beantwortete das Item zunächst mit „stimme eher nicht zu“, änderte dies aber nach mehrfachem Lesen kopfschüttelnd auf „stimme eher zu“. Die Testperson erklärte auf Nachfrage, dass sie zunächst das Personalpronomen „meine“ überlesen hatte und gedacht hatte, es ginge um „Schüler mit familiärer Herkunft“. Weiterhin erklärte sie, dass ihr erst aufgrund des Wortes „meine“ in der Aussage klar wurde, dass der Aussage zuzustimmen bedeutete, dass ein Lehrer die Meinung aller Schüler berücksichtige, was ihrer Meinung entspreche (TP06). Ein ähnliches Missverständnis wäre bei der Testperson denkbar, die der Aussage „gar nicht“ zustimmte, da sie in ihren Ausführungen zu den anderen Items wiederholt betonte, dass die Lehrer die Meinungen aller berücksichtigen würde (TP02). |
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c. Die meisten Lehrer interessiert nicht wirklich, was Schüler mit meinem/r familiären Hintergrund/ Herkunft denken. |
Nein |
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Das dritte Item bereitete den Testpersonen in mehrerer Hinsicht Schwierigkeiten.
(1) Die Negation im Itemtext („interessiert nicht“) wurde überlesen oder nicht verstanden.
(2) Die zusätzliche Berücksichtigung der Gruppenzugehörigkeit („Schüler mit meinem familiären Hintergrund“) bereitete mehreren Testpersonen Schwierigkeiten.
(3) Mehrere Testpersonen schienen keine stabile Meinung dazu zu haben, ob sich Lehrer dafür interessieren, was sie denken.
Die aufgezählten Schwierigkeiten äußerten sich (a) durch Ändern der ausgewählten Antwort, (b) durch Uminterpretationen der Bedeutung des Items, (c) durch inkonsistente Begründungen im Vergleich zum vergleichbaren Item in Frage 3, und (d) durch ein Einordnen auf der falschen Seite der Antwortskala trotz wiederholten Lesens des Items und lautem Denken beim Antworten. Diese teils überlappenden Probleme werden im Folgenden anhand mehrerer Testpersonen nachempfunden.
Zunächst sei der Antwortprozess einer Testperson beschrieben, die ihre Antwort änderte. Die Testperson hatte bei dem korrespondierenden Item in Frage 3 angegeben, dass es die meisten Lehrer interessieren würde, was Schüler denken. Sie dachte zunächst darüber nach, ob es Lehrer interessiere, was sie als Individuum denke, um dann Rückschlüsse darauf zu ziehen, ob es Lehrer interessiere, was Schüler mit einem vergleichbaren familiären Hintergrund denken. Die Testperson wählte zuerst die Antwortoption „stimme gar nicht zu“, dachte beim Beantworten aber laut über die Negation und die Bedeutung der Antwortskala nach und änderte ihre Antwort schließlich auf „stimme voll und ganz zu“. So gelang es der Testperson schließlich, zu einer stimmigen Interpretation der Aussage zu gelangen und eine dazu passende Antwort zu geben:
- „Die Frage hat mich jetzt ein bisschen aus dem Konzept gebracht. [Wenn ich zustimme] sage ich, dass es die Lehrer nicht wirklich interessiert, was ich denke, aber nicht aus dem Grund, dass ich ihnen egal bin oder aufgrund meiner Herkunft oder meines Hintergrundes; sondern es interessiert sie nicht, weil es sie bei anderen [Jugendlichen mit anderen] familiären Hintergründen genauso wenig interessieren würde […] Es ist bei der Frage gar nicht so leicht, die richtige Antwort zu finden […] Ich stimme ‚voll und ganz zu‘, aber ich bin nicht der Meinung, dass die Lehrer sagen ‚der Junge ist mir egal‘. Wenn ich beispielsweise Streit mit meinen Eltern habe, dann würde das den Lehrer interessieren, aber es würde ihn nicht dabei interessieren, wo ich herkomme. Weil der Hintergrund da meiner Meinung nach nicht relevant ist.“ (TP05, „stimme voll und ganz zu“)
Eine weitere Testperson schien die Aussage des Items gut zu verstehen, änderte allerdings ihre Antwort von einer Seite der Skala auf die andere (von „stimme eher nicht zu“ auf „stimme eher zu“) und verortete sich durch diesen Wechsel auf der falschen Seite der Antwortskala:
- „Ich habe ‚stimme eher zu‘ gewählt, weil es schon passiert, dass ich das Gefühl habe, dass aufgrund der Herkunft meine Meinung mehr oder weniger interessiert.“ (TP06, „stimme eher zu“)
Mindestens zwei Testpersonen verstanden die Aussage des Items nicht und reinterpretierten die Aussage, um für sich zu einer schlüssigen Bedeutung zu gelangen. Eine dieser Testpersonen beantwortete die Aussage zunächst mit „stimme gar nicht zu“ (TP02). Als sie später ihre Antwort erläuterte, kam sie allerdings ins Grübeln und erklärte, dass sie die Aussage beim ersten Lesen so verstanden hatte, dass es darum ginge, ob sich die Lehrer für ihren familiären Hintergrund interessieren, was nicht zutreffe und sie deswegen nicht zugestimmt habe. Daraufhin fiel ihr die Negation im Itemtext auf, und sie bemerkte, dass sie mit dieser Interpretation der Aussage hätte zustimmen müssen (im Sinne von „Die meisten Lehrer interessieren sich nicht für meinen familiären Hintergrund“). In ihrer schließlichen Interpretation des Items kam die Testperson zu dem Schluss, dass es in der Aussage darum ginge, ob Lehrer sich dafür einsetzen, dass sich die Schüler untereinander nicht aufgrund ihres familiären Hintergrundes diskriminieren:
- „Meine Lehrer interessiert es schon, was Schüler denken – also nein, das interessiert sie nicht wirklich. Aber wenn ein Schüler etwas [Schlechtes] über einen anderen Schüler sagt, zum Beispiel dass [dieser] einen schlechteren Familienhintergrund habe, dann sagt der Lehrer etwas. Also, die Lehrer setzen sich für [den angegriffenen Schüler] ein.“ (TP02, „stimme eher zu“)
Die Testperson änderte daher ihre Antwort zu „stimme eher zu“. Zum Antwortprozess der Testperson sind drei Sachen anzumerken. Zum einen zeugten die Aussagen der Testperson davon, dass ihr ein Urteil darüber, ob es die meisten Lehrer interessiert, was Schüler denken, grundsätzlich schwerfiel. Zweitens verstand die Testperson selbst nach mehrfachen Lesen die Aussage nicht im Sinne des Konstrukts. Drittens hätte sie sich sowohl auf Basis ihrer initialen als auch ihrer schlussendlichen Interpretation der Aussage jeweils auf der anderen Seite der Antwortskala einordnen müssen, d. h., sie hätte der Aussage auf Grundlage ihrer finalen Interpretation nicht zustimmen dürfen.
Auch eine zweite Testperson verstand das Item im Sinne, ob Lehrer Schüler mit Migrationshintergrund weniger Gehör schenken. Auch diese Testperson verortet sich zusätzlich zu der Fehlinterpretation auf der falschen Seite der Antwortskala:
- „Weil ich es nicht richtig finde, was Lehrer machen, wenn sie jemanden unfair behandeln. Zum Beispiel bei einem Streit, wenn sie nur einen bestrafen und den anderen nicht, obwohl sie nur einen kleinen Ausschnitt gesehen haben und einen dann unfair behandeln, weil er wo anders herkommt.“ (TP03, „stimme gar nicht zu“)
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a. Menschen mit meinem/r familiären Hintergrund/Herkunft werden in der Politik fair behandelt. |
Nein |
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Der korrespondierenden Aussage in Frage 4 („Von der Politik fühle ich mich fair behandelt.“) hatten vier der sechs Testpersonen eher nicht zugestimmt oder aber die Mittelkategorie gewählt (Werte 3 oder 4). Drei dieser vier Testpersonen stimmten der Aussage in Frage 6 nun zu (TP01, 03, 06). Alle drei begründeten die Unterschiede im Antwortverhalten damit, dass sie nun auch Erwachsene mit ihrem familiären Hintergrund berücksichtigten und diese Gruppe fair(er) behandelt werde. Die verbleibende Testperson, die bei Frage 4 die Mittelkategorie ausgewählt hatte, ließ die korrespondierende Aussage in Frage 6 unbeantwortet (TP04). Sie begründete dies damit, dass sie die Aussage nicht pauschal für Menschen mit ihrem familiären Hintergrund beantworten könne. Es gäbe zwar Meinungen in ihrem Familienkreis, dass die Politik sie nicht fair behandeln würde, sie könne die Richtigkeit dieser Aussage aber nicht einschätzen.
Die verbleibenden beiden Testpersonen wählten entweder zweimal dieselbe Antwort oder stimmten der Aussage in Frage 6 etwas weniger zu. Die Testperson, die beide Aussagen gleich beantwortete (Wert 6), tat dies bewusst und erklärte, dass sie sich als Individuum und in Bezug auf ihren familiären Hintergrund von der Politik fair behandelt fühle (TP02). Die Testperson, die der Aussage in Frage 6 etwas weniger zustimmte, erklärte, dass sie selbst von der Politik etwas fairer behandelt werde als andere Menschen mit ihrem familiären Hintergrund. Sie begründete dies damit, dass sie „als Schüler noch ein paar Privilegien genieße, weil ich zum Beispiel bei den Steuern einen Freibetrag habe, den andere Berufstätige mit demselben familiären Hintergrund, die ein paar Jahre älter sind, nicht mehr haben“ (TP05). |
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b. Das politische System in Deutschland bietet Menschen mit meinem/r familiären Hintergrund/Herkunft Möglichkeiten, aktiv Einfluss auf die Politik zu nehmen. |
Nein |
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In Frage 4 lautete einer der Aussagen, „Das politische System in Deutschland bietet mir Möglichkeiten, aktiv Einfluss auf die Politik zu nehmen.“ Dieser Aussage hatten die Testpersonen entweder sehr deutlich zugestimmt oder sehr deutlich nicht zugestimmt. Bei der korrespondierenden Aussage in Frage 6, in der es um Menschen mit einem vergleichbaren familiären Hintergrund ging, stimmten alle Testpersonen zu. Alle Testpersonen erinnerten sich an die vorausgegangene, ähnliche Frage und setzten ihre Antworten in Bezug zueinander.
Alle drei Testpersonen, die in Frage 4 angegeben hatten, keinen oder kaum aktiv Einfluss auf die Politik nehmen zu können (Werte 1 oder 2) an, stimmten der Aussage in Frage 6 zu (Werte 6 oder 7; TP01, 03, 06). Wieder begründeten alle dies damit, dass sie bei Frage 6 Erwachsene mit einbezogen hätten und diese wahlberechtig seien:
- „Bei [Frage 4] hatte ich an dieser Stelle ‚stimme nicht zu‘ gewählt, weil es ja um mich ging und ich noch nicht volljährig bin. Hier aber geht es auch um Menschen über 18. Die haben auf jeden Fall Möglichkeiten, aktiv Einfluss auf die Politik zu nehmen.“ (TP06)
Auch die Testperson, die Frage 4 nicht beantwortet hatte, weil sie sich, außer wählen zu gehen, keine Möglichkeit vorstellen konnte, aktiv Einfluss auf die Politik zu nehmen, stimmte der entsprechenden Aussage in Frage 6 eher zu. Sie gab zwar an, weiterhin Probleme zu haben, sich etwas unter „aktiv Einfluss auf die Politik zu nehmen“ vorzustellen. Dass sie der Aussage nicht „voll und ganz“ zustimmte, lag an einer bleibenden Skepsis, dass allen Menschen in Deutschland dieselben Möglichkeiten offenständen:
- „Wie vorher denke ich an die Wahl und hoffe, dass dort keine Unterschiede von der Herkunft her gemacht werden […] Es gibt sicher auch weniger Chancen für Leute meiner Herkunft oder mit anderer Hautfarbe, eine Position in einer Partei und damit ein Teil der Politik zu sein.“ (TP04, Wert 5)
Eine Testperson stimmte beiden Aussagen „voll und ganz“ zu, weil dieselben Möglichkeiten ihr als Individuum zustünden wie allen anderen Menschen mit ihrem familiären Hintergrund:
- „Ich habe [bei Frage 4] so argumentiert, dass mir keine Steine in den Weg gelegt werden. Wenn ich Lust hätte, mich zu engagieren, wäre das auf jeden Fall möglich. Dieselbe Begründung trifft hier auch zu.“ (TP05, Wert 7)
Nur eine Testperson wählte bei Frage 6 einen leicht niedrigeren Wert als bei Frage 5, stimmte beiden Aussagen aber eher zu. Sie bezog sich bei dieser Aussage auf die Möglichkeiten von Menschen aus vergleichbar finanziell wohlhabenden Familien, aktiv Einfluss auf die Politik nehmen zu können, und erklärte, dass sie zwar wohlhabend seien, aber nicht wohlhabend genug, um großen Einfluss auszuüben (TP02). |
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c. Politiker kümmern sich nicht darum, was Menschen mit meinem/r familiären Hintergrund/Herkunft denken. |
Nein |
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Alle Testpersonen stimmten der dritten Aussage (eher) nicht zu, unabhängig davon, wie sie in Frage 4 beurteilt hatten, ob Politiker sich darum kümmern, was sie (persönlich) denken. Sie begründeten ihre Ablehnung der Aussage in Frage 6 allerdings weniger mit gesellschaftlichen Vor- oder Nachteilen von Menschen mit ihrem familiären Hintergrund, sondern damit, dass es Politikern grundsätzlich nicht egal sein könne, was Gruppen von Menschen oder Interessengruppen denken:
- „Wenn mehrere Leute mit derselben familiären Herkunft – jetzt egal welche – wenn ganz viele Menschen die gleiche Meinung vertreten, dann merken das auch vielleicht die Politiker, und können daran auch etwas ändern.“ (TP03)
- „Ich habe nicht zugestimmt, weil die Meinung von einer Gruppe ja eher vertreten wird von Politikern.“ (TP05)
- „Ich finde schon, dass Politiker sich darum kümmern. Also ich meine dafür sind die Politiker auch da. Jetzt nicht um einen Menschen, aber um Menschengruppen, die für etwas sind, darüber wird sich schon gekümmert. Deswegen finde ich, dass sie sich nicht kümmern, stimmt eher nicht. Weiß ich jetzt nicht, ob das was mit meiner familiären Herkunft zu tun hat, bestimmt auch.“ (TP06)
Die Testpersonen, die direkten Bezug zu ihrem familiären Hintergrund nahmen, unterschieden sich weiterhin darin, welche Facette(n) ihres familiären Hintergrunds sie dabei in den Vordergrund stellten:
- „Ich habe [meine Antwort] darauf bezogen, dass sich die Politiker nicht darum kümmern, was die Leute mit meinem familiären Hintergrund denken nur wegen dem familiären Hintergrund. Ich glaube, dass es egal ist, woher ich komme.“ (TP01)
- „Weil ich denke, dass die Politiker trotzdem versuchen, auf jeden familiären Stand einzugehen, egal wie viel Geld.“ (TP02)
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a) ...gibt Ihnen [F7: Ihr direkter Vorgesetzter] [F7: Ihre direkte Vorgesetzte] Lob und Anerkennung, wenn Sie gute Arbeit leisten? |
Nein |
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b) ...bekommen Sie Hilfe und Unterstützung für Ihre Arbeit von [F7: Ihrem direkten Vorgesetzten] [F7: Ihrer direkten Vorgesetzten], wenn Sie diese brauchen? |
Nein |
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c) ...gibt Ihnen [F7: Ihr direkter Vorgesetzter] [F7: Ihre direkte Vorgesetzte] nützliches Feedback zu Ihrer Arbeit? |
Nein |
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Informationen zum Item und Ziel der Testung: Anhand der kognitiven Nachfragen zu Item c) sollte analysiert werden, wie die Testpersonen den Begriff „nützliches Feedback“ interpretieren und ob sie die Verwendung des Synonyms „nützliche Rückmeldungen“ in der Frage favorisieren würden. Darüber hinaus sollte untersucht werden, ob geringere Häufigkeiten in den Antworten mangelnden Führungsqualitäten der Vorgesetzten oder eher sehr autonomen Tätigkeiten der Befragten entsprechen.
Befund: Die Antwortverteilungen aller Items sind rechtsschief, d. h. die Mehrheit der Testpersonen attestierte den Vorgesetzten gute Führungsqualitäten. Nur eine Testperson beantwortete zwei der vier Items mit „nie“.
Was verstehen die Befragten unter „nützliches Feedback“? Alle Befragten verstanden unter nützlichem Feedback eine Kommunikation, welche die eigene Arbeit verbessert oder voranbringt:
- „Dinge, die mir helfen meine Arbeit zu verbessern oder die Sachen zu machen, die von mir verlangt werden.“ (TP01)
- „Dass er mir Rückmeldung gibt, wenn irgendetwas gut oder schlecht gelaufen ist. Dass man es in Zukunft verbessern kann.“ (TP05)
- „Um die Arbeit zu verbessern. Feedback, um zu wissen, was gut war, was schlecht war.“ (TP06)
- „Wenn man jetzt zum Beispiel sagt: Dies und jenes hast du richtig gemacht, aber vielleicht kannst du es auch einmal so versuchen.“ (TP07)
Wird der Begriff „nützliche Rückmeldung“ gegenüber „nützliches Feedback“ favorisiert? Die Mehrheit der Befragten (n = 9) fand den Begriff „nützliche Rückmeldung“ genauso passend wie „nützliches Feedback“. Drei Testpersonen (TP05, TP10, TP11) favorisierten den Begriff „nützliche Rückmeldung“ und begründeten dies mit einer besseren Verständlichkeit (z. B. TP05: „Weil man das leichter versteht. […] Weil vielleicht nicht alle verstehen, was ein Feedback ist“).
Entsprechen die Antworten „Manchmal“, „Selten“ oder „Nie“ mangelnden Führungsqualitäten der Vorgesetzten oder eher sehr autonomen Tätigkeiten der Befragten? Von den acht Befragten, die einen der Skalenpunkte von „Nie“ bis „Manchmal“ auswählten, gaben fünf an, dass sie sich öfter nützliches Feedback von ihrer*ihrem direkten Vorgesetzten wünschen würden:
- „Weil das Feedback mir häufig zu unpräzise ist oder in einer Sprache, mit der ich nicht sonderlich vertraut bin. Also ich arbeite momentan in einem Bereich, der nicht dem entspricht, in dem ich studiert habe. Dann ist das mitunter etwas schwierig.“ (TP01, Antwort: Manchmal)
- „Ich bekomme Feedback dann, wenn etwas nicht gut läuft. Also das Feedback ist dann eher in Form von Kritik. Es ist selten nützlich.“ (TP06, Antwort: Selten)
Drei Testpersonen gaben an, dass sie mit ihrer Antwort ausdrücken wollten, nicht öfter nützliches Feedback zu benötigen:
- „Das liegt daran, dass ich nun schon nach einem halben Jahr absolut routiniert in dem Job arbeite und so gut wie nie Fragen habe. Der Vorgesetzte weiß auch, dass ich absolut zuverlässig bin und da bedarf es eigentlich gar keinem großen Feedback von ihm.“ (TP03, Antwort: Selten)
- „Ich benötige das nicht unbedingt von ihm, sondern eher von meinen direkten Kollegen, also was fachliches Feedback angeht. Und was den Kundenkontakt angeht, da bin ich sehr zufrieden mit seinem Feedback. Da brauche ich auch nicht mehr.“ (TP12, Antwort: Manchmal)
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d) ...gibt Ihnen [F7: Ihr direkter Vorgesetzter] [F7: Ihre direkte Vorgesetzte] klare und verständliche Anweisungen? |
Nein |
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Informationen zum Item und Ziel der Testung: Mit Hilfe der kognitiven Nachfragen zu Item d) sollte untersucht werden, wie die Testpersonen ihre Antworten auf die Frage begründen und ob die Begründungen zu den jeweiligen Antworten passen. Auch hier sollte darüber hinaus analysiert werden, ob geringere Häufigkeiten in den Antworten mangelnden Führungsqualitäten der Vorgesetzten oder eher sehr autonomen Tätigkeiten der Befragten entsprechen.
Befund: Die Antwortverteilungen aller Items sind rechtsschief, d. h. die Mehrheit der Testpersonen attestierte den Vorgesetzten gute Führungsqualitäten. Nur eine Testperson beantwortete zwei der vier Items mit „nie“.
Passen die Begründungen der Befragten zu ihrer ausgewählten Antwort? Bei allen Befragten passten die Begründungen zu den ausgewählten Antworten bei Item d):
- „In meinem Arbeitsalltag ist das relativ einfach, ich habe eine konkrete Arbeitsanweisung mit einer festgelegten Deadline.“ (TP08, Antwort: Häufig)
- „Die Anweisungen sind häufiger mal etwas konfus und nicht richtig durchdacht. Zum Beispiel wenn Arbeitsaufträge verteilt werden oder an einem Projekt gearbeitet wird.“ (TP01, Antwort: Manchmal)
- „Weil es einfach nicht sehr oft ist, ich muss es mehr oder weniger selbst planen und organisieren. Und ich bekomme die Anweisung irgendetwas zu machen, aber wie ich das dann mache, das ist so dann meine Sache, es umzusetzen.“ (TP06, Antwort: Manchmal)
- „Meine fachliche Chefin arbeitet über 100km entfernt. Da herrscht so gut wie gar kein Kontakt. Wenn es notwendig ist, bekomme ich Anweisungen. Aber momentan ist das eben sehr, sehr ruhig. Daher würde ich sagen ‚nie‘.“ (TP02, Antwort: Nie)
Entsprechen die Antworten „Manchmal“, „Selten“ oder „Nie“ mangelnden Führungsqualitäten der Vorgesetzten oder eher sehr autonomen Tätigkeiten der Befragten? Von den acht Befragten, die einen der Skalenpunkte „Nie“ oder „Manchmal“ auswählten, gaben fünf an, dass sie sich häufiger klare und verständliche Anweisungen von ihrer*ihrem Vorgesetzten wünschen würden. Die anderen drei erläuterten, dass sie diese nicht benötigen würden:
- „Er lässt uns eigentlich freie Hand, bei dem was wir machen. […] Ich bräuchte nicht häufiger verständliche Anweisungen.“ (TP05, Antwort: Manchmal)
- „Weil es einfach nicht so oft vorkommt. Also ich kann schon viel allein entscheiden, was ich wie mache. Manchmal wird gesagt, du musst jetzt dies oder jenes tun. Das muss ich dann schon machen und kann das nicht selbst entscheiden.“ (TP07, Antwort: Manchmal)
- „Aus demselben Grund [wie bei Item c)]: Er kann mir in organisatorischer Richtung Anweisungen geben, was das Fachliche angeht eher nicht.“ (TP12, Antwort: Manchmal)
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