Item List

Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
Es macht mich wütend, wenn Menschen aufgrund ihrer Religion diskriminiert werden. Nein
Es macht mich wütend, wenn Menschen aufgrund ihres ethnischen Hintergrundes diskriminiert werden. Nein Auf die Nachfrage zu Item b gaben die Testpersonen zum einen an, dass sie unter der Diskriminierung von Menschen anderer ethnischer Herkunft Beleidigungen, Beschimpfungen, Belästigung, Erniedrigungen, Schikane, Mobbing, abweisende Verhaltensweisen, Verfolgung oder Gewalt bzw. Aggressionen verstehen würden:
  • „Beleidigungen, Beschimpfungen, körperliche Gewalt.“ (TP515)
  • „Belästigung.“ (TP536)
  • „Dass sie erniedrigt werden.“ (TP820)
  • „Nichtbeachtung, abfällige Bemerkungen.“ (TP472)
  • „Mobbing, Verfolgung, Aggressionen, Hassrede.“ (TP548)
  • „Benachteiligung bei der Wohnungssuche, Arbeit.“ (TP529)
Zwei Testpersonen gaben an, dass das Adjektiv "wütend" in der Frage nicht auf sie zutreffe und zwei weitere Testpersonen erklärten, dass andere Adjektive wie "enttäuscht" oder "traurig" in ihrem Fall passender wären. Drei dieser Personen wählten die Antwortoption „Teils / teils“, eine Person stimmte der Aussage nicht zu. Die Begründungen passten entsprechend zur ausgewählten Antwortoption. Für die Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass man von ablehnenden Antwortkategorien nicht auf fehlende Ablehnung oder Toleranz von Diskriminierung schließen kann, sondern nur darauf, dass es keine Wut auslöst:
  • „Ist egal welche [Diskriminierung], weil ich oft einfach nicht wütend werde.“ (TP592, „Teils / teils“)
  • „Es wird immer Leute geben, die diskriminiert werden, finde das schon schlimm, aber es macht mich nicht wütend.“ (TP757, „Stimme überhaupt nicht zu“)
  • „Ich bin einfach nicht wütend - eher enttäuscht von unserer aktuellen Gesellschaft. Wütend ist einfach eine falsche Begrifflichkeit für mich.“ (TP696, „Teils / teils“)
  • „Meinungsfreiheit, wütend macht mich es nicht, eher traurig.“ (TP575, „Teils / teils“)
Es macht mich wütend, wenn Schwule und Lesben aufgrund ihrer Sexualität diskriminiert werden. Nein
Es macht mich wütend, wenn Menschen aufgrund ihrer politischen Ansichten diskriminiert werden. Nein Auf die Nachfrage zu Item d gaben die Befragten, ähnlich wie bei Item b, an, dass sie unter der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer politischen Ansichten Beleidigungen, Beschimpfungen, Belästigungen, Anfeindungen, Erniedrigung, Mobbing, Missachtung, Ausgrenzung, Verfolgung oder Gewalt verstehen würden:
  • „Anfeindungen.“ (TP541, „Teils / teils“)
  • „Belästigung.“ (TP536, „Stimme voll und ganz zu“)
  • „Ausgrenzung und Missachtung.“ (TP792, „Stimme voll und ganz zu“)
Dabei wurde auch Diskriminierung von rechten und linken Wählern, Anhängern oder Parteien, wie der AFD, sowie von Nazis erwähnt:
  • „Jede gewählte Partei oder Personen sollten respektiert werden und ihre Meinung äußern dürfen. Das passiert mit der AFD nicht und ebenso bei der Linken und das gefällt mir nicht.“ (TP799, „Teils / teils“)
  • „Dass Parteien wie die AfD und andere rechts gerichtete Parteien beschimpft werden.“ (TP558, „Teils / teils“)
  • „An starke rechte und linke Positionen, AFD bspw., da war ich aber am Zweifeln, aber diskriminiert sollten sie nicht werden, man sollte aber klar sagen können, was man von dieser Richtung hält und auch argumentativ etwas sagen dürfen, auch wenn man mit Argumenten hier meist nicht weiterkommt.“ (TP492, „Stimme eher zu“)
  • „Ächtung von Nazis.“ (TP713, „Stimme eher zu“)
Darüber hinaus gaben die Testpersonen an, insbesondere bei rechtsextremen Einstellungen und Ansichten, aber auch bei linksextremen Einstellungen und Ansichten, keine Probleme mit der Diskriminierung von Menschen zu haben:
  • „Anhänger der rechtsradikalen Parteien sollten schon mit Konsequenzen leben müssen.“ (TP747, „Teils / teils“)
  • „AFD-Wähler sollte man diskriminieren dürfen, über alles andere kann man sprechen.“ (TP474, „Stimme eher zu“)
  • „Radikale Ansichten sollen bestraft werden.“ (TP695, „Stimme überhaupt nicht zu“)
  • „Diskriminierungen wegen radikaler Ansichten finde ich eher gerechtfertigt.“ (TP556, „Stimme eher zu“)
  • „Ich wollte ehrlich sein. Ich denke, dass ich Nazis gegenüber nie fair auftreten würde.“ (TP833, „Teils / teils“)
Wie bei Item b, gaben zwei Testpersonen an, dass das Adjektiv „wütend“ in der Fragestellung nicht auf sie zutreffe:
  • „Auch hier bin ich nicht wütend.“ (TP696, „Stimme eher nicht zu“)
  • „Auch hier ich werde nicht wütend.“ (TP592, „Teils / teils“)
Schwule und Lesben sollten die Freiheit haben, ihr eigenes Leben so zu leben, wie sie es wünschen. Nein Von den 124 Testpersonen in Gruppe 1 gaben acht Testpersonen an, die Beantwortung von Item a sei ihnen „eher schwer“ gefallen. Begründet wurde das entweder damit, dass man verschiedene Aspekte abwägen müsse oder man sich nicht gut genug mit dem Thema auskenne. Die Begründungen weisen aber auf kein Verständnisproblem bei der Beantwortung der Frage hin.
Schwulen und lesbischen Paaren sollte es gesetzlich nicht erlaubt sein, Kinder zu adoptieren. Nein Bei einigen (n = 11) Antworten auf Item b passte der ausgewählte Skalenwert nicht zu der jeweiligen Begründung. Der Grund hierfür könnte ein Überlesen der Verneinung in der Aussage sein:
  • „[Ich] bin katholisch. Sie sollen unbehelligt leben können. Für Kinder wünsche ich mir jedoch, dass sie erstmal eine heterogene Beziehung kennenlernen.“ (TP428, „Stimme überhaupt nicht zu“)
  • „Eine Familie ist die klassische.“ (TP542, „Stimme eher nicht zu“)
  • „[Das ist meine] Meinung! [Sie] sollten die gleichen Rechte haben, es ist etwas Normales.“ (TP623, „Stimme eher zu“)
  • „[Sie] haben die gleichen Rechte wie alle anderen.“ (TP481, „Stimme eher zu“)
  • „In meinem engeren Freundeskreis befindet sich ein schwules Pärchen, das ein tolles Elternpaar abgibt.“ (TP751, „Stimme voll und ganz zu“)
Die Begründungen der restlichen Testpersonen passten jeweils zu ihren Antworten. Testpersonen, welche die Antwortoption „Stimme voll und ganz zu“ oder „Stimme eher zu“ ausgewählt hatten, begründeten dies damit, dass sie ein heterosexuelles Elternpaar bevorzugen bzw. für richtig halten würden und es so der Natur entspräche. Andernfalls würden falsche Werte an die Kinder vermittelt oder die Entwicklung und das Wohl des Kindes könnten Nachteile erfahren:
  • „Ein Kind braucht Mama und Papa.“ (TP546, „Stimme eher zu“)
  • „Für Kinder nicht nachvollziehbar, falsche Werte werden vermittelt.“ (TP632, „Stimme eher zu“)
  • „Die Ehe ist eine heilige Vereinigung und für Männer und Frauen gemacht, damit sie Kinder zeugen können, da die Familie die Grundlage der Gesellschaft ist. Gutes Beispiel für Kinder sollte gefördert und Unmoral nicht gefördert werden.“ (TP640, „Stimme eher zu“)
  • „Ich befürchte, das Kind könnte Nachteile dadurch haben. Ich bin selbst adoptiert.“ (TP1027, „Stimme voll und ganz zu“)
Diejenigen Testpersonen, die bei Item b die Antwortoption „Teils / teils“ auswählten, gaben an, dass sie die Adoption eines Kindes durch homosexuelle Paare von den Verhältnissen und Persönlichkeiten abhängig machen würden oder dies nur dann billigen würden, wenn keine heterosexuellen Paare für eine Adoption zur Verfügung stünden:
  • „Es kommt auf die Verhältnisse an und die Persönlichkeiten.“ (TP839, „Teils / teils“)
  • „Kommt drauf an, um welches Paar es sich handelt. Nicht jeder ist geeignet Kinder zu adoptieren.“ (TP583, „Teils / teils“)
  • „Falls es keine normalen Paare gibt, die solche Kinder adoptieren wollten, kann auf solche Leute zurückgegriffen werden. Ein heterosexuelles Paar sollte bevorzugt werden.“ (TP1020, „Teils / teils“)
Jene Testpersonen, die bei Item b die Antwortoption „Stimme eher nicht zu“ oder „Stimme überhaupt nicht zu“ ausgewählt hatten, gaben an, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben sollten und homosexuelle Paare genauso gute Eltern wie heterosexuelle Eltern seien:
  • „Jeder hat das Recht auf Familie!“ (TP905, „Stimme überhaupt nicht zu“)
  • „Da ich finde, dass jedes Paar ein Recht auf Kinder hat.“ (TP466, „Stimme überhaupt nicht zu“)
  • „Es sind auch Menschen und vielleicht sogar die besseren Eltern. Warum sollen sie keine Kinder adoptieren?“ (TP628, „Stimme überhaupt nicht zu“)
  • „Die Eignung zur Elternschaft muss das auschlaggebende Attribut sein. Kinder brauchen eine liebevolle Fürsorge und ein stabiles Umfeld. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Eltern in einer homo- oder heterosexuellen Beziehung leben.“ (TP715, „Stimmte überhaupt nicht zu“)
Frauen sollten bei gleicher Eignung bei Bewerbungen und Beförderungen bevorzugt behandelt werden. Nein
Die Verwendung von geschlechterneutraler Sprache sollte vom Staat gefördert werden. Nein Die Befragten, die bei Item b die Antwortoption „Stimme voll und ganz zu“ oder „Stimme eher zu“ ausgewählt hatten, schilderten, dass sie für Gleichbehandlung seien:
  • „Gleichbehandlung.“ (TP575, „Stimme voll und ganz zu“)
  • „Frauen sind als gleichwertig zu behandeln, keine Frage, das sollte sich auch über Sprache ausdrücken.“ (TP828, „Stimme voll und ganz zu“)
  • „Die Menschen sollten alle gleich behandelt werden.“ (TP440, „Stimme eher zu“)
  • „Jeder Mensch sollte geachtet werden.“ (TP598, „Stimme eher zu“)
Befragten, die bei Item b die Antwortoption „Teils / teils“, „Stimme eher nicht zu“ oder „Stimme überhaupt nicht zu“ ausgewählt hatten, gaben an, dass sie es als unnötig oder nervig erachten würden, der Staat nicht in die Sprache eingreifen sollte, da es wichtigere Dinge zu klären gäbe oder die Sprache nicht verändert werden solle bzw. dadurch verkompliziert würde:
  • „Ich finde wir übertreiben gendertechnisch gerade sehr. Es wird langsam zu viel des Guten.“ (TP696, „Teils / teils“)
  • „Der Staat hat sich nicht in die Sprache einzumischen.“ (TP554, „Stimme eher nicht zu“)
  • „Wir haben definitiv wichtigere Probleme in der Welt. Ich als Frau fühle mich null ausgegrenzt, wenn meine Arbeit bspw. von Kollegen spricht.“ (TP722, „Stimme überhaupt nicht zu“)
  • „Unsere Sprache ist kompliziert genug, Zweideutigkeiten der Worte sind zu oft vorhanden. Gendern macht es nur kompliziert und bringt niemanden voran.“ (TP444, „Stimme überhaupt nicht zu“)
Meine Nachbarschaft ist ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund gut miteinander auskommen. Nein
Meine Nachbarschaft ist ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund gut miteinander auskommen. Nein Die Begründungen der Befragten passten überwiegend zu den ausgewählten Antwortoptionen. Diejenigen Testpersonen, welche der Aussage von Item b zustimmten, erklärten, dass in ihrer Nachbarschaft alle Menschen mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund freundlich und harmonisch miteinander umgehen würden:
  • „In unserer kleinen Straße mit Einfamilienhäusern und Doppelhäusern grüßt man sich freundlich und hält auch mal einen kurzen Plausch. Es wohnen Serben, Türken und Deutsche hier. Jeder hat seinen Bereich und man geht freundlich miteinander um.“ (TP478, „Stimme voll und ganz zu“)
  • „In der Umgebung leben Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge/Asylbewerber*innen. Es herrscht ein grundsätzlich gutes Klima, jedoch äußern sich Nachbarn hin und wieder auch distanziert.“ (TP713, „Stimme eher zu“)
Testpersonen, welche der Aussage nicht zustimmten, begründeten dies damit, dass kaum Kontakt zwischen Nachbarn mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund bestehe oder viel Streit und Kriminalität in der Nachbarschaft herrsche:
  • „Weil sich die Gruppen mit den verschiedenen ethnischen Hintergründen nur sehr geringfügig miteinander mischen und die Gruppen offenbar eher unter sich bleiben.“ (TP689, „Stimme eher nicht zu“)
  • „Hohe Kriminalität, viel Schmutz und Sperrmüll. Ich fühle mich sehr unwohl, seitdem sich die Nachbarschaft so stark verändert hat. Hohe Anzahl an Flüchtlingen aus Afrika, meistens alleinstehende junge Männer, die sehr aggressiv und immer in Gruppen auf den Straßen sind.“ (TP455, „Stimme überhaupt nicht zu“)
Sechs Testpersonen gaben an, dass in ihrer Nachbarschaft nur Personen derselben Ethnie leben würden, wählten jedoch nicht die Antwortoption „Denselben Hintergrund“ aus:
  • „Es gibt in der Nachbarschaft keine unterschiedlichen Ethnien.“ (TP556, „Stimme eher nicht zu“)
  • „Hier leben keine mit Migrationshintergrund.“ (TP620, „Stimme überhaupt nicht zu“)
  • „Das ist hier ein altes Wohngebiet, weswegen hier kaum Ausländer oder Personen anderer Ethnien leben.“ (TP848, „Stimme eher nicht zu“)