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Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
Mir macht Sorgen, dass Naturkatastrophen wegen des Klimawandels zunehmen werden. Nein Diejenigen Testpersonen, welche der Aussage nicht zustimmten, begründeten ihre Antworten vor allem damit, dass an ihrem Wohnort nur selten oder gar keine Naturkatastrophen auftreten würden oder damit, dass der Klimawandel nicht menschengemacht sei:
  • „Ich lebe in einer Gegend, in der Naturkatastrophen selten bis gar nicht auftreten.“ (TP239, Antwort: Stimme eher nicht zu)
  • „Weil es in der Natur liegt, dass sowas vorkommt. In der Vergangenheit und in der Zukunft.“ (TP292, Antwort: Stimme eher nicht zu)
Testpersonen, welche der Aussage zustimmten, begründeten ihre Antworten unter anderem damit, dass sie die Zunahme bereits erleben würden und eine Umkehr des Klimawandels nicht mehr möglich sei:
  • „Wir erleben es bereits, dass Naturkatastrophen zunehmen und großen Schaden anrichten.“ (TP234, Antwort: Stimme voll und ganz zu)
  • „Man sieht ja jetzt schon die Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Wetter, Flora und Fauna. Und da wir den Punkt der Wiedergutmachung an der Natur schon fast überschritten haben, wird das weiter eingreifende, negative Auswirkung auf die Welt haben.“ (TP273, Antwort: Stimme voll und ganz zu)
Mir macht Sorgen, dass die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen wegen des Klimawandels abnehmen wird. Nein Bei Item c wurde keine Zustimmung zur Aussage damit begründet, dass es das Artensterben schon immer gegeben habe und dies nicht mit dem Klimawandel zusammenhänge:
  • „Es werden immer irgendwelche Arten sterben und neue entstehen, von daher hat das nichts mit dem Klimawandel zu tun!“ (TP277, Antwort: Stimme eher nicht zu)
  • „Die Welt ist so alt, da werden wir Menschen weder negativ noch positiv etwas ins Wanken bringen. Jede Episode hat ihre Berechtigung und die Natur ist extrem widerstandsfähig.“ (TP343, Antwort: Stimme überhaupt nicht zu)
Testpersonen, welche der Aussage zustimmten, begründeten dies damit, dass sich Tiere an den Klimawandel nicht so schnell anpassen könnten und das Artensterben auch Auswirkungen auf den Menschen hätte (z. B. Ernährung):
  • „Weil der Wegfall von Tieren und Pflanzenvielfalt sich auch auf unser Leben, unsere Ernährung auswirkt.“ (TP302, Antwort: Stimme voll und ganz zu)
  • „Viele Arten werden bei extremen Klimawandel keinen Lebensraum mehr haben.“ (TP354, Antwort: Stimme eher zu)
Der Klimawandel ist gar nicht so gefährlich wie viele Politiker behaupten. Nein -
Der Klimawandel ist ein Thema, über das ich häufig mit Verwandten, Freunden oder Bekannten rede. Nein
Ich versuche, mit meinem eigenen Handeln einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Nein Unter „eigenem Handeln“ in Item c verstanden die Testpersonen ausschließlich individuelle Handlungen und keine kollektiven Handlungen wie z. B. Demonstrationen. Es wurden vor allem Handlungen in den folgenden vier Bereichen genannt:

1. Konsum/Ernährung: z. B. eigenes Gemüse und Obst anbauen, klimaneutrale Produkte kaufen.
  • „Im Garten eigenes Obst und Gemüse anbauen.“ (TP231)
  • „Unser Haushalt [lebt] schon über 10 Jahre vegan. Auch wird bei uns, wenn möglich, auf Plastik verzichtet. Wir kaufen viel auf dem Wochenmarkt, um unnötige Verpackungen zu vermeiden.“ (TP303)
2. Mobilität: z. B. umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen.
  • „Wir wollen uns ein Elektroauto kaufen.“ (TP279)
  • „Ich habe kein Auto mehr, fahre ÖPNV und gehe viel zu Fuß.“ (TP450)
3. Wohnen: z. B. den eigenen Energieverbrauch reduzieren.
  • „Im eigenen Haus sind neue Fenster eingebaut zum Teil dreifach verglast.“ (TP262)
  • „Weniger Energieverbrauch. Sparsam sein.“ (TP460)
4. Mülltrennung/-vermeidung: z. B. Produkte reparieren statt ersetzen.
  • „Mülltrennung, sparen von Ressourcen.“ (TP335)
  • „Viel recyceln. Neue Waren, Haushaltsgeräte erst kaufen, wenn die Alten defekt sind. Auf unnötige Sachen verzichten.“ (TP369)
Ich habe Angst, wenn ich an die Folgen des Klimawandels denke. Nein
Es macht mich wütend, dass nicht genug getan wird, um den Klimawandel aufzuhalten. Nein Bei Item e stimmten die Begründungen der Testpersonen mit ihren ausgewählten Antworten überein. Testpersonen, welche der Aussage nicht zustimmten, begründeten dies damit, dass bereits genug getan würde, um den Klimawandel aufzuhalten. Testpersonen, welche der Aussage zustimmten, argumentierten dagegen, dass die Politik noch mehr Rücksicht auf das Klima nehmen müsse:
  • „Ich bin mit dem zufrieden, was getan wird.“ (TP330, Antwort: Stimme eher nicht zu)
  • „Es wird so einiges getan, aber andere Länder sind viel größer, Deutschland allein schafft es nicht.“ (TP551, Antwort: Stimme überhaupt nicht zu)
  • „Insbesondere wirtschaftliche Aspekte anstatt der Umwelt und Klima sind politisch im Fokus.“ (TP252, Antwort: Stimme eher zu)
  • „Man weiß, was verkehrt ist, aber die Umsetzung dauert zu lange.“ (TP270, Antwort: Stimme voll und ganz zu)
Um den Klimawandel wirksam zu bekämpfen, muss das Wirtschaftssystem von Grund auf verändert werden. Nein Auch bei Item f stimmten die Begründungen der Testpersonen mit ihren Antworten überein und ließen demnach auf keine Verständnisschwierigkeiten schließen. Wer der Aussage nicht zustimmte, begründete dies damit, dass das Wirtschaftssystem nicht grundlegend verändert werden müsse oder die Verantwortung beim Verbraucher liege. Wer der Aussage zustimmte, begründeten dies damit, dass das Wirtschaftssystem auf Wachstum ausgerichtet sei:
  • „Es gibt Wirtschaftszweige, die heute schon recht klimaneutral sind. Da braucht in Zukunft nicht mehr viel geändert zu werden.“ (TP339, Antwort: Stimme eher nicht zu)
  • „Nachfrage regelt das Angebot. Das Umdenken [obliegt] somit dem Verbraucher.“ (TP358, Antwort: Stimme eher nicht zu)
  • „Die Globalisierung hat zu einer gewissen Unvernunft geführt: Regionalität und Nachhaltigkeit litten schwer, weil wirtschaftliche Aspekte völlig überhandgenommen haben.“ (TP348, Antwort: Stimme voll und ganz zu)
  • „Es muss weniger auf den Profit geachtet werden, sondern eher auf wessen Kosten er erwirtschaftet wird.“ (TP309, Antwort: Stimme eher zu)
Hitzewellen/Dürre Nein Bei Item a begründeten Testpersonen, welche niedrigere Werte auswählten, ihre Antworten meist damit, dass Hitzewellen oder Dürre an ihrem Wohnort bisher noch nicht oder nur selten vorgekommen seien und dass sie nur wenig Veränderung in den durchschnittlichen Jahrestemperaturen wahrgenommen hätten. Testpersonen, die höhere Werte auswählten, argumentierten dagegen, dass sie einen spürbaren Anstieg der Temperaturen in den letzten Jahren registriert hätten und es an ihrem Wohnort häufig warme Winter und niederschlagsarme Sommer gebe:
  • „Weil es hier gefühlt immer regnet.“ (TP566, Skalenwert: 0)
  • „Hier ist kaum eine Veränderung zu spüren.“ (TP406, Skalenwert: 2)
  • „Weil hier zum Teil der Winter schon viel zu warm ist und im Sommer gibt es kaum bis gar keinen Niederschlag mehr.“ (TP290, Skalenwert: 6)
  • „In Brandenburg haben wir seit fünf Jahren Dürre-Sommer, die immer größere Waldbrände verursachen.“ (TP370, Skalenwert: 10)
Starkregen/Überschwemmungen Nein Bei Item b erläuterten diejenigen Testpersonen, welche niedrigere Werte auswählten, dass es an ihrem Wohnort bisher keine Überschwemmungen gegeben habe, sondern, wenn überhaupt, hin und wieder stärkeren Regen. Testpersonen, welche höhere Werte auswählten, begründeten dies dagegen damit, an ihrem Wohnort bereits Überschwemmungen erlebt oder eine Zunahme an Starkregenereignissen registriert zu haben:
  • „In unserer Nähe gab es bisher keinen Starkregen oder Überschwemmungen.“ (TP254, Skalenwert: 0)
  • „Regen hat eindeutig zugenommen. Es gibt aber keine Flüsse oder Seen hier in der Nähe.“ (TP439, Skalenwert: 1)
  • „Wenn es mal regnet, dann ist es viel schlimmer als früher.“ (TP273, Skalenwert: 7)
  • „Unser Ort war von der Hochwasserkatastrophe letztes Jahr betroffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas wieder passiert, würde ich als groß einschätzen.“ (TP297, Skalenwert: 10)