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Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
a. Der Klimawandel wird hauptsächlich durch menschliches Handeln verursacht. Nein

Woran denken die Befragten bei der Beantwortung dieses Items?

Die Mehrheit der Testpersonen stimmte der Aussage „eher“ (n = 5) oder „voll und ganz“ (n = 2) zu, zwei Testpersonen verorteten sich bei der mittleren Antwortkategorie (n = 2) und eine Testperson stimmten der Aussage „eher nicht“ zu.

Bei der Beantwortung des Items gingen die Testpersonen v. a. auf den durch den Menschen verursachten CO2-Ausstoß ein:

  • „Jetzt zum Beispiel unsere ganzen Großfirmen, die dann alles verbrennen und die ganzen Giftstoffe in die Umgebung ausgeben.“ (TP 01)
  • „An die vielen SUV[-Fahrer] mit ihren großen Autos und deren Spritverbrauch und viele Urlaube mit Flugzeug und viele Geschäftsreisen, die schnell mal mit dem Flugzeug gemacht werden und wo sehr viel CO2 ausgestoßen wird. Also, alles, was für viele Menschen normal ist […], viel Fleisch essen usw. Dass [das] alles menschliches Handeln ist, was man gut beeinflussen könnte durch das Bewusstmachen dieser Sachen.“ (TP 05)

Nur eine Testperson nannte explizit Klimaveränderungen:

  • „An Themen wie Temperaturveränderungen, an Wetterereignisse, die früher nicht so üblich waren, Starkregen und solche Sachen. Daran habe ich gedacht.“ (TP 09)

Darüber hinaus gingen ein paar Testpersonen (TP 04, 06, 07, 08) auf die – neben dem Menschen verursachte – natürliche Klimaveränderung ein und erklärten damit ihre gewählte Antwortkategorie:

  • „Das Klima verändert sich ja auch schon seit Jahrtausenden ohne die menschliche Einwirkung. Aber trotzdem hat der Mensch Anteil daran, den Klimawandel zu forcieren. Daher ‚teils, teils‘.“ (TP 07, Antwort: teils/teils)
  • „Das Klima verändert sich nun mal. Ich glaube, das liegt an etwas Größerem, an dem wir wenig Einfluss haben. Natürlich haben wir einen gewissen Einfluss, aber wenn man sieht, wie stark die Sonne einwirkt, und wenn sie weg ist, wird es sofort kühl. Deswegen sage ich nicht, ‚stimme überhaupt nicht zu‘. Einfluss hat der Mensch, aber sicherlich nicht in dem Maße, wie man das immer gerne darstellt.“ (TP 06, Antwort: stimme eher nicht zu)
b. Deutschland ist so klein, dass es keinen effektiven Beitrag zum Schutz des weltweiten Klimas leisten kann. Nein

Woran denken die Befragten bei der Beantwortung dieses Items?

Die Mehrheit der Testpersonen stimmte der Aussage „überhaupt nicht“ (n = 4) oder „eher nicht“ (n = 3) zu, zwei Testpersonen wählten die mittlere Antwortkategorie und eine Testperson stimmten der Aussage „voll und ganz“ zu.

Die meisten (n = 8) Testpersonen gaben an, dass jedes Land und jede Person einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten könne:

  • „Für mich war klar, dass jeder Beitrag, den man leisten kann, ein Beitrag ist und eben auch Vorbildcharakter sein kann und [man auch] indirekt Einfluss [auf das] Klima üben kann.“ (TP 03)
  • „Die Fläche von Deutschland ist klein, aber die Bewohnerzahl ist ja nicht klein. Ob jetzt auf engem Raum viele Menschen Schmutz machen oder auf weitem Raum […], ist […] egal.“ (TP 05)
  • „Jedes Land kann einen Beitrag leisten, egal ob groß oder klein, das spielt, meiner Meinung, nach keine Rolle.“ (TP 07)

Lediglich zwei Testpersonen äußerten sich dahingehend, dass Deutschland keinen Beitrag leisten könne, was die Vermutung nahelegt, dass sie der Ansicht sind, dass man (in Deutschland) auch nichts unternehmen müsse:

  • „Weil ich das mal irgendwo gelesen habe. Deutschland ist im Verhältnis zur Welt so klein, ich glaube da haben wir 1 % Anteil am CO2. Da muss man das nicht so groß machen und meinen, wir könnten die Welt retten. Von daher muss ich da sagen ‚stimme voll und ganz zu‘, dass wir da keinen effektiven Beitrag leisten können.“ (TP 06, Antwort: stimme voll und ganz zu)
  • „Ich habe mal an die Zahl der Menschen in Deutschland gedacht und an die Zahl der Menschen in Indien oder China. Da wären wir beim Verhältnis 1:20, 1:15. Dann überlegt man sich, ob 1:15 oder 1:20 eine wirkliche Bedeutung hat. Ich glaube, wir überschätzen uns mit unserem Handeln in Deutschland, wo wir doch relativ weit vorangeschritten sind, was das Thema angeht.“ (TP 09, Antwort: stimme eher nicht zu; die Richtung der Skala wurde vermutlich falsch interpretiert)

Die gewählte Antwort von Testperson 09 passte nicht zu der angegebenen Begründung, was möglicherweise auf die Verneinung im Fragetext zurückzuführen ist. Dass die „doppelte Verneinung“ (d. h. die Notwendigkeit, bei Zustimmung der verneinten Aussage die Option „stimme nicht zu“ auszuwählen) nicht optimal sei, äußerte auch eine weitere Testperson:

  • „Ach, doppelte Verneinung. Da bekomme ich eh die Krise. Eine positive Formulierung wäre da vielleicht besser. Zum Beispiel: ‚Deutschland ist groß genug, um einen effektiven Beitrag zum Schutz des weltweiten Klimas zu leisten‘.“ (TP 04)

Auch an der Formulierung des Items an sich äußerte eine Testperson Kritik:

  • „‚Deutschland ist so klein‘ – da habe ich darüber nachgedacht, dass da eine bessere Formulierung sein könnte, so klein in Bezug auf was, also, womit vergleicht man sich. Oder bezieht es sich eigentlich eher auf die Größe des Landes oder was ist damit genau gemeint? Das war ein bisschen unklar. Das ist für mich eher ein bisschen umgangssprachlich.“ (TP 03)
c. Das Weltklima erwärmt sich momentan so stark, dass es gravierende Folgen für das Leben der Menschen haben wird. Nein

Woran denken die Befragten bei der Beantwortung dieses Items?

Die Mehrheit der Testpersonen stimmte der Aussage „eher“ (n = 3) oder „voll und ganz“ (n = 4) zu, zwei Testpersonen stimmten ihr „teils/teils“ zu und eine Testperson „eher nicht“.

Bei diesem Item dachten die meisten Testpersonen an extreme Wettererscheinungen wie Dürre, Hitze, das Abschmelzen der Pole, starke Winde, Überschwemmungen sowie Wassermangel, Zu- und Abwanderungen:

  • „Dass sich das Weltklima so stark verändert. Da habe ich erst mal an die Antarktis gedacht, wo das Eis jetzt auch wegschmilzt. Da merkt man ja auch, dass es extreme Folgen haben kann.“ (TP 01)
  • „Ich dachte daran, dass es auf Grund von Klimaveränderungen unglaubliche Abwanderungen und Zuwanderungen […] und […] immense Probleme geben wird. […] Auch irgendwelche Städte, die überschwemmt werden, weil der Meeresspiegel steigt.“ (TP 04)
  • „Dass, wenn ich hier im April, Mai vor die Haustür gehe, ich fast aus meinen Schuhen geblasen werde, weil so starker Wind ist, und das war vor 15 Jahren noch nicht. Und wenn das so weitergeht, brauche ich Bleischuhe, damit ich hier draußen laufen kann. Es wirkt sich jedenfalls auf irgendeine Weise aus.“ (TP 05)
  • „Wenn sich das Weltklima wirklich so stark verändert, wie man das schon erlebt, dass die Sommer immer heißen werden und überhaupt das Wetter immer heißer wird und immer trockener, was für die Landwirtschaft und für die Menschen Wassermangel bedeutet, hat das schon gravierende Folgen.“ (TP 08)

Zwei Testpersonen äußerte sich dahingehen, dass es nicht so gravierend sei, wie es oft dargestellt würde:

  • „Weil es halt nicht so krass ist, aber es ist halt schon schlimm, sage ich mal […]. Man sollte schon was dafür tun, gerade auch wir Menschen, aber ich finde jetzt nicht, dass es halt so stark ist, dass ich sagen könnte, ich ‚stimme eher nicht zu‘, oder dass ich sagen könnte, ‚stimme eher‘ zu. Deswegen habe ich mich für ‚teils, teils‘ entschieden.“ (TP 02, Antwort: teils/teils)
  • „Da habe ich mal zurückverfolgt, was die letzten Jahre so war. Meines Erachtens nach kann es schon ruhig etwas wärmer sein, aber nicht unangenehm. Da stehe ich zu, dass wir auf den Wandel nicht so viel Einfluss nehmen. Klar muss ich da sagen, ganz unabhängig von den Medien, was da so berichtet wird, das muss man ein bisschen neutraler betrachten. Es wird ja auch viel übertrieben.“ (TP 06, Antwort: stimme eher nicht zu)
d. Die Verwendung geschlechterneutraler Sprache (z. B. Bürger*innen) sollte vom Staat gefördert werden. Nein

1. Woran denken die Befragten bei der Beantwortung dieses Items?

Knapp die Hälfte der Testpersonen stimmte der Aussage „eher“ (n = 2) oder „voll und ganz“ (n = 2) zu, zwei wählten die Antwortkategorie „teils/teils“ und drei weitere stimmten der Aussage „eher nicht“ (n = 1) bzw. „überhaupt nicht“ (n = 2) zu. Eine Testperson gab an, keine Angabe machen zu können: „Ich weiß nicht, was das bedeutet. […] Ich verstehen nicht, was da vom Staat gefördert werden soll, daher kann ich das nicht beantworten.“ (TP 07)

Diejenigen, die der Aussage zustimmten, dachten hierbei an Gesetzestexte und die gesprochene Sprache, aber auch daran, dass es wichtigere Dinge gebe, die gefördert werden müssten:

  • „Ich dachte daran, dass die mehr darauf achten könnten, dass Sachen öfter geschlechterneutral ausgesprochen [werden]. Auch, dass es in Gesetzen drinstehen [könnte]. Ich musste gerade daran denken, dass wir vor Kurzem einen Gesetzestext in weiblicher Form vorgetragen haben und der dann abgelehnt worden ist. Deswegen dachte ich, wäre ein Gendersternchen einfach nicht schlecht.“ (TP 04)
  • „Also, an die Förderung durch den Staat, das heißt ja, Gelder dafür bereitstellen, da stimme ich nur eher zu, da ich finde, dass es von der Priorität wichtig ist und zu einer Geschlechtergleichstellung beitragen würde, aber es, meiner Meinung nach, noch wichtigere Dinge aktuell gibt, die eher gefördert werden sollen.“ (TP 05)

Diejenigen, die der Aussage „teils/teils“ zustimmten, erwähnten, dass, wenn alle Menschen gemeint seien, man diese Unterscheidung nicht treffen müsse:

  • „Im Endeffekt macht das keinen riesen Unterschied, finde ich jetzt, was Bürger*innen betrifft, [also,] bei der Formulierung. Unter Bürger zähle ich jetzt Männer und Frauen, also jeder, der hier bei uns wohnt.“ (TP 01)
  • „Bürger sind wir ja alle, ob das männliche oder weibliche oder Kinder sind. Da würde ich nicht so darauf setzen, dass es immer so unterschieden wird. Wenn es nichts Spezifisches ist, also wenn es jetzt um die Gesamtsache geht, wo es alle Bürger oder alle Menschen betrifft, muss es nicht unterschieden werden, weil wir alle in einem Boot sitzen, Männer wie Frauen.“ (TP 08)

Diejenigen, die der Aussage nicht zustimmten, begründeten dies damit, dass dies den Lesefluss sehr störe, es früher auch niemanden gestört hätte und sich der Staat in solche Dinge nicht einmischen solle:

  • „Ich habe als Erstes mal darüber nachgedacht, inwieweit der Staat in bestimmte Dinge eingreifen sollte, und darüber nachgedacht, dass es beim Sprachgebrauch und der deutschen Sprachkultur […] eine kulturelle Entwicklung [gibt], die sich verändert, und dass das in bestimmten Bereichen nicht staatlich gesteuert sein sollte.“ (TP 03)
  • „Das war ja vorher auch nicht so und daran hat sich keiner gestört. Da wundere ich mich, wieso daraus jetzt so ein Riesenthema gemacht wird. […] Wobei das eigentlich selbsterklärend ist, dass man das inkludiert […]. Es ist ein bisschen übertrieben, finde ich.“ (TP 06)
  • „Ganz ehrlich, ich habe an einen Text gedacht, den ich gestern lesen musste und der komplett gegendert war. Das Ding war völlig unerträglich zu lesen. […] Ich konnte dem Text beim besten Willen nicht folgen. Da soll sich der Staat raushalten. Der Staat schleudert so viel Geld raus, der braucht das nicht noch [dafür] rauszuhauen.“ (TP 09)

Darüber hinaus machten zwei Testpersonen (TP 04, 08) ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, dass nach den Klimawandelfragen auf einmal ein ganz anderes Thema abgefragt würde:

  • „Ich bin so im Klimathema gewesen, dass mich diese Frage einfach wundert, thematisch. Es hätte mich jetzt weniger gewundert, wenn da CO2-neutral gestanden hätte. Plötzlich geschlechterneutral. Weil es ja die ganze Zeit um Klima ging und plötzlich um […] Individualpolitik.“ (TP 04)

2. Ist die Bezeichnung „geschlechtergerechte Sprache“ der Bezeichnung „geschlechterneutrale Sprache“ vorzuziehen?

Unter dem Begriff „geschlechterneutrale“ Sprache verstanden die Testpersonen ganz unterschiedliche Dinge. Die einen assoziierten damit nur die männliche Pluralform (Bürger), andere, dass beide Geschlechterformen im Plural hintereinander genannt werden (Bürgerinnen und Bürger), und wieder andere, dass (durch das Sternchen) auch divers mitintegriert wird (Bürger*innen):

  • „Dass jede Person oder jede Gruppe angesprochen wird mit den Formulierungen. Da ist Bürgerinnen und Bürger ein gutes Beispiel, da sind ja Mann und Frau angesprochen.“ (TP 01)
  • „Sowohl weibliche als auch männliche und durch das Sternchen ja auch diverse Gesinnungen.“ (TP 05)
  • „‚Geschlechterneutrale‘ Sprache ist eben Bürger und nicht Bürgerinnen. […] Wenn man von Menschen und Bürgern spricht, muss das nicht Bürgerinnen und Bürger heißen.“ (TP 08)

Die meisten Testpersonen, die darunter mehr als das weibliche und männliche Geschlecht fassten, sprachen sich für die Formulierung „geschlechtergerechte Sprache“ aus (TP 03, 04, 05, 10):

  • „Ich finde den Begriff ‚geschlechtergerechte Sprache‘ ein bisschen neutraler. [Bei „geschlechterneutraler Sprache‘] versucht man, etwas zu regulieren, was nicht zu regulieren geht. ‚Gerechter‘ ist eher positiv ausgedrückt [und] finde ich vom Sprachgebrauch her besser.“ (TP 03)
  • „‚Gerechter‘ bringt die Sache mehr auf den Punkt. Da haben Sie gleich die Gerechtigkeit mit drin. Aber da ist natürlich die Wertung mit drin. ‚Neutral‘ ist vielleicht nicht so polarisierend, als wenn Sie die Gerechtigkeit mit drin haben im Wort, aber [‚gerecht‘] gefällt mir besser.“ (TP 10)

Drei Testpersonen (TP 07, 08, 09) sagten, dass es für sie keinen Unterschied mache. Eine von ihnen „verstehe beides nicht“ (TP 07). Die zweite äußerte sich dahingehend, dass bei beiden Formulierungen alle Geschlechter eingeschlossen seien: „[Bei ‚geschlechterneutralneutral‘] sind Frauen und Männer und Kinder und alles eingeschlossen. [Bei] ‚geschlechtergerecht‘ ist auch alles eingeschlossen.“ (TP 08) Die dritte Testperson (wie auch eine weitere, die sich für „geschlechtergerecht“ ausgesprochen hatte) differenzierte zwischen beiden Begriffen:

  • „‚Neutral‘ wäre Bürgernde, statt Bürgerinnen und Bürger – das geht nicht mit dem Wort. Mitarbeitende wäre geschlechterneutral [und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht]. Die Begriffe müsste man dann eben erfinden. Deswegen fände ich eigentlich ‚geschlechtergerechte‘ Sprache passender.“ (TP 05)
  • „Es geht nicht um besser oder schlechter, sondern es geht um richtig. Also, [bei] eine[r] ‚geschlechterneutrale[n] Sprache‘ […] räume ich die Bedeutung des Geschlechts aus dem Sprachgebrauch heraus, während die ‚geschlechtergerechte‘ Sprache die Dinge benennt, wie sie sein sollen. […] ‚Geschlechterneutral‘ heißt, ich verzichte auf die Hervorhebung eines Geschlechts. […] Bei der anderen Variante ist das Geschlecht im Schwerpunkt. ‚Geschlechtergerecht‘ ist, eine Tabledancerin auch als Tabledancerin zu bezeichnen und nicht als Tabledancende, weil es ja eigentlich keine Männer gibt.“ (TP 09)
A. Die Reihenfolge Ihrer Aufgaben Nein

Auf die Frage, warum sie ihre Antworten zu diesem Punkt ausgewählt haben, argumentieren die Befragten in mehreren Punkten.

Diejenigen, die angeben, dass sie die Reihenfolge ihrer Aufgaben wählen oder ändern können, argumentieren vorwiegend damit, dass ihre Arbeit ein gewisses Maß an Autonomie beinhaltet (etwa 70% der Fälle in jedem Land). Diese Befragten denken bei der Beantwortung dieses Punktes an ihre Arbeit im Allgemeinen und nicht so sehr an spezifische Aufgaben und Aktivitäten. Daher reichen die tatsächlichen Arbeitsplätze dieser Befragten vom Zimmermädchen (R139PL) bis zum selbständigen Filmemacher (R192UK):

  • Ich arbeite als Zimmermädchen. Es liegt also an mir, ob ich zuerst das Zimmer, das Bad oder die Terrasse putze.“ (R139PL)
  • Ich mache Filme. Wenn ich mich im Prozess des Schnitts befinde und gebeten werde, etwas anderes zu drehen, gebe ich dem Dreh normalerweise den Vorrang und verzögere den Schnitt.“ (R192UK)
  • Ich habe mehrere Aufgaben zu erledigen, und es liegt an mir zu entscheiden, welche ich zuerst erledigen muss. Die Reihenfolge ist nicht relevant, es ist nur wichtig, die Dinge zu erledigen.“ (R56DE)

Diese Argumentation wird von Arbeitnehmern und Selbständigen gleichermaßen häufig angeführt.

Eine andere Argumentation derjenigen, die mit "ja" auf Punkt A antworten, ist, dass die Reihenfolge der Aufgaben von der Dringlichkeit oder Priorität einer bestimmten Aufgabe abhängt. Diese Argumentation kommt in etwa 5% der Fälle in jedem Land vor und wird meistens von den selbständigen Befragten gegeben:

  • Dringende Angelegenheiten werden zuerst behandelt.“ (R406DE)
  • Ich gebe dem Vorrang, was am schnellsten abgeschlossen werden muss.“ (R184UK)
  • Hängt von der Dringlichkeit ab.“ (R1206PL)

Befragte, die angeben, dass sie nicht in der Lage sind, die Reihenfolge ihrer Aufgaben zu wählen oder zu ändern, argumentieren meist, dass ihre Arbeit es erfordert, dass sie Aufgaben nach einem bestimmten Zeitplan erledigen (etwa 12% bis 18% der Fälle in jedem Land):

  • Ich muss einem Dienstplan folgen.“ (R83DE)
  • Wir haben Produktionspläne, die folgen werden.“ (R20UK)
  • Ich arbeite an einem Fließband. Daher ist es natürlich nicht möglich, die Reihenfolge der Aufgaben zu ändern. Wenn ich z.B. Schachteln zusammenkleben muss, kann ich nicht zuerst die Deckel schließen und danach die Innenseite zusammenkleben.“ (R104PL)

Überraschenderweise wird diese Erklärung nicht nur von Arbeitnehmern, sondern auch von Selbständigen gegeben (DE: 2 Befragte, UK: 4 Befragte, PL: 9 Befragte). Es scheint, dass diese Befragten den Punkt nicht so interpretieren, dass er sich auf das allgemeine Maß an Autonomie in ihrer Arbeit bezieht, sondern auf eine eher spezifische Aufgabe oder spezifische Arbeitsbedingungen:

  • Ich muss im Vorfeld einen Arbeitsplan entwerfen und mich dann bei der Ausführung daran halten.“ (R352DE)
  • Sie können nichts ändern, sonst würden Sie nicht verkaufen.“ (R196UK)
  • Die Reihenfolge ist durch das Gesetz und die technischen Anforderungen streng festgelegt.“ (R98PL; Beklagter installiert Glasfasernetze)
  • In der Landwirtschaft kann man nicht von hinten nach vorne beginnen.“ (R202PL)

Ein weiteres überraschendes Ergebnis ist, dass vier Befragte (DE: 2, UK: 2), die als (Vorschul-)Lehrerinnen und Lehrer arbeiten, angeben, dass sie nicht in der Lage sind, die Reihenfolge ihrer Aufgaben zu ändern, sondern dass die Reihenfolge von den Lehrplänen oder den Schülerinnen und Schülern diktiert wird:

  • Ich arbeite mit Kindern. Sie brauchen einen festen Zeitplan, der ihnen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt.“ (R68DE)
  • Der Lehrplan und das Kind diktieren die Reihenfolge.“ (R247DE)
  • Gebunden an den Lehrplan.“ (R24UK)
  • Der Tag hängt vom Stundenplan des Klassenzimmers ab - er kann nicht geändert werden.“ (R37UK)

Schließlich argumentieren einige wenige Befragte in jedem Land (DE: 4, UK: 3, PL: 1), dass die Reihenfolge ihrer Aufgaben von ihren Kunden abhängt. Diese Erklärung wird sowohl von Arbeitnehmern als auch von Selbständigen gegeben:

  • Wenn ein Kunde Hilfe braucht, dann muss alles andere warten. Der Kunde steht immer an erster Stelle.“ (R75DE; Angestellter)
  • Sie wird von den Kunden diktiert.“ (R37UK; Selbständiger)

Es ist wichtig zu beachten, dass zwei dieser acht Befragten zu Punkt A mit "ja" antworten, während die anderen sechs Befragten mit "nein" antworteten. Daher liegt bei der Interpretation dieses Punktes der Schwerpunkt der ersten beiden Befragten darauf, ob sich ihre Reihenfolge der Aufgaben von Zeit zu Zeit ändert, während der Schwerpunkt der letzten sechs Befragten darauf liegt, ob sie die Reihenfolge "nach Belieben" wählen oder ändern können.

B. Das Vorgehen bei der Erledigung einer Aufgabe. Nein Interessanterweise geben deutlich mehr deutsche Befragte an, dass sie ihre Arbeitsmethoden wählen oder ändern können (ca. 90%) als britische und polnische Befragte (jeweils ca. 70%). Ein genauerer Blick auf die Antwortverteilung zeigt, dass dieser Unterschied vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Arbeitnehmer in Deutschland wesentlich häufiger mit "Ja" antworten (83%) als Arbeitnehmer im Vereinigten Königreich (53%) und in Polen (57%). Es scheint, dass der Begriff "Arbeitsmethoden" von den Befragten in Deutschland etwas anders interpretiert wird als von den Befragten in den beiden anderen Ländern. Da das Verständnis dieses Begriffs in dieser Studie nicht direkt untersucht wurde, sollte diese Frage idealerweise in dem bevorstehenden kognitiven Präsenztest weiter untersucht werden.

Ähnlich wie bei Punkt A argumentieren diejenigen, die angeben, dass sie ihre Arbeitsmethoden wählen oder ändern können, meistens damit, dass ihre Arbeit ein gewisses Maß an Autonomie beinhaltet (etwa 90% der Fälle in jedem Land). Auch hier denken diese Befragten bei der Beantwortung von Punkt B über ihre Arbeit im Allgemeinen nach und nicht so sehr über spezifische Aufgaben und Aktivitäten:
  • Ich bin frei zu entscheiden, wie ich die Dinge tue." (R105DE)
  • Ich kann arbeiten, wie es mir gefällt, da ich der Eigentümer des Unternehmens bin.“ (R44PL)
  • Ähnlich wie bei der vorherigen Antwort: Wenn ich einen schnelleren/effizienteren Weg finde, eine Aufgabe zu erledigen, werde ich dies tun. Nicht eingeschränkt.“ (R8UK)
Diese Argumentation wird etwas häufiger von den befragten Selbständigen als von den Angestellten geliefert.

Wiederum ähnlich wie bei Punkt A argumentieren von denjenigen, die Punkt B mit "ja" beantworten, einige wenige Selbständige, dass ihre Arbeitsmethode von der Dringlichkeit oder Priorität einer be-stimmten Arbeit abhängt. Diese Argumentation wird jedoch nur von insgesamt acht Befragten vorgebracht (DE: 6, UK: 1, PL: 1).

Die Erklärungen derer, die auf Punkt B mit "nein" antworten, ähneln auch sehr denen, die bereits für Punkt A dokumentiert sind. Die meisten Befragten argumentieren, dass sie bestimmte Verfahren oder Richtlinien befolgen müssen (etwa 65 % der Fälle in jedem Land):
  • Es gibt festgelegte Prozesse.“ (R139DE)
  • Wir müssen strenge Richtlinien befolgen.“ (R88UK)
  • Die Verfahren sind klar definiert und das System parametrisiert.“ (R72PL)
Überraschenderweise wird diese Erklärung wiederum nicht nur von den Arbeitnehmern, sondern auch von den selbständigen Befragten gegeben (DE: 1, UK: 6, PL: 7). Es scheint, dass diese Befragten den Punkt nicht so interpretieren, dass er sich auf das allgemeine Maß an Autonomie in ihrer Arbeit bezieht, sondern auf eine eher spezifische Aufgabe oder spezifische Arbeitsbedingungen:
  • Ich könnte die Art und Weise, wie ich Dokumente übersetze, nicht ändern.“ (R13UK)
  • Wenn wir Blumen züchten, müssen wir uns an ein bestimmtes Muster halten. Dünger, Antimykotika, es ist wichtig, dass nichts übersehen wird.“ (R98PL)
Schließlich argumentieren vier Befragte (DE: 2, PL: 2), dass ihre Arbeitsmethode von ihren Klienten abhängt. Diese Erklärung wird sowohl von Arbeitnehmern als auch von Selbständigen gegeben:
  • Die Methoden werden in der Regel von den Klienten bestimmt.“ (R272DE; Arbeitnehmer)
  • Der Kunde entscheidet, wie eine Aufgabe erledigt wird.“ (R268PL; Selbständiger)
Im Gegensatz zu Punkt A geben jedoch alle diese vier Befragten an, dass sie nicht in der Lage sind, ihre Arbeitsmethoden zu wählen oder zu ändern.
C. Ihr Arbeitstempo oder Ihren Arbeitsaufwand. Nein
A. Ihre Kollegen helfen Ihnen und unterstützen Sie Nein

Online Probing

Self-employed are much more likely than employees to indicate that this statement does not apply to them (UK: 55% vs. 5%; DE: 48% vs. 3%; PL: 33% vs. 3%). In einem ersten Schritt der Analysen untersuchten wir, warum die Befragten antworteten, dass die Aussage nicht auf sie zutrifft oder dass sie keine/geringe Hilfe und Unterstützung erhalten. 90 Befragte behaupten, dass diese Aussage nicht auf sie zutrifft. Alle bis auf sieben dieser Befragten sind selbständig. Diese sieben erklären entweder, dass sie die einzige Person mit diesen Verantwortlichkeiten sind; ein Befragter erklärt, dass er der Chef ist, so dass er Leute hat, die für ihn arbeiten, aber keine direkten Kollegen. Alle Befragten, die mit "nicht zutreffend" (n=90) antworten, geben als Grund an, dass sie keine Kollegen haben. "Ich habe keine Kollegen" und "Ich arbeite allein" sind die häufigsten Antworten:

  • Ich bin Freiberufler und habe keine Kollegen im engeren Sinne, nur im weiteren Sinne, also andere Freiberufler.“ (R396DE, Selbständiger)
  • Ich stelle nur Leute ein, wenn ich sie brauche. Ich arbeite die meiste Zeit allein.” (R237UK, Selbständiger)

Acht Befragte antworten, dass sie "nie" Hilfe oder Unterstützung von Kollegen erhalten. Von diesen geben fünf an, dass sie keine Kollegen haben; diese Personen hätten mit "trifft nicht zu" antworten sollen. Zwei Befragte geben an, dass sie Kollegen haben, die ihnen jedoch nicht helfen. Bei einem Befragten gibt die Probing Antwort keinen klaren Hinweis auf den Grund.

Zwanzig Befragte antworten, dass sie "selten" Hilfe oder Unterstützung erhalten, genau die Hälfte davon sind Angestellte und Selbständige. Die genannten Gründe sind gleichmäßig zwischen abhängig Beschäftigten und Selbständigen verteilt. Die häufigste Antwort (n=11) ist, dass der Befragte keine Kollegen oder keine direkten Kollegen hat (auch hier hätten diese Befragten angeben sollen, dass die Aussage nicht auf sie zutrifft). Die zweithäufigste Antwort ist, dass sie keine Hilfe benötigen (n=3) und in zwei Fällen, dass sie nicht oft Hilfe erhalten, obwohl sie diese wünschen (n=2). In vier Fällen ist die bohrende Antwort nicht schlüssig.

  • Wir sind alle Freiberufler [freiberuflicher Lehrer] - wir tun unsere Arbeit. Wenn ich Probleme mit einem Teilnehmer habe, spreche ich mit Kollegen darüber. Wenn ich Probleme mit der Ausstattung habe, kann ich andere Kollegen fragen. Aber eigentlich versuchen wir alle, unsere Arbeit so autonom wie möglich zu erledigen.“ (R367DE, Selbständiger, "selten")

Als nächstes untersuchten wir das Verständnis der Befragten für den Begriff "Kollegen". Die meisten Befragten, die Hilfe und Unterstützung von Kollegen erhalten, beziehen sich auf das Team, in dem sie arbeiten, also auf Menschen, mit denen sie ihren Arbeitsplatz oder ihre Arbeitsaufgaben teilen:

  • Wir sind ein Team in einer Arztpraxis; wir helfen uns gegenseitig, zum Beispiel bei der Ent-nahme von Blutproben oder bei der Buchhaltung.“ (R38DE, Angestellter, "meistens")

Von den 247 Befragten, die zumindest "manchmal" Hilfe und Unterstützung von ihren Kollegen erhalten, beziehen sich 216 (87%) entweder explizit auf ihre direkten Kollegen und ihr Team, oder die Antwort bleibt unklar (es ist jedoch davon auszugehen, dass sie ihre direkten Kollegen meinen).

Sechs Befragte, die alle selbständig sind, beziehen sich in der Aussage ausdrücklich auf Gleichgestellte, nicht aber auf direkte Kollegen. Sie beziehen sich auf andere Selbständige, die eine vergleichbare Arbeit leisten und deren Rat sie suchen. In den meisten Fällen scheinen sie freiberuflich tätig zu sein:

  • Ich habe keine direkten Kollegen. Wir sind mehrere Personen, die diese Arbeit in der Region ausüben, aber jeder ist auf sich allein gestellt.“ (R322DE, Selbständiger, "manchmal")
  • Ich arbeite meistens unabhängig, aber manchmal frage ich meine Arbeitskollegen um Rat.“ (R186UK, Selbständiger, "manchmal")

Wichtiger ist, dass es 13 Befragte gibt, die explizit Hilfe und Unterstützung von Vorgesetzten oder Untergebenen nennen, anstatt sich auf eine Peer-Gruppe zu beziehen:

  • Ich entscheide über die Aufgaben, und das Team tut dann, was ich entscheide.“ (R373DE, Selbständiger, "meistens")
  • Sie müssen mir helfen, ich bezahle sie.“ (R382UK, Selbständiger, "immer")
  • Sie arbeiten für mich.“ (R228PL, selbständig, "immer")
  • Ich kann mich jederzeit an meinen Teamleiter wenden.“ (R129PL, Angestellter, "meistens")

Schließlich untersuchten wir das Verständnis der Befragten für den Begriff "Hilfe und Unterstützung". Die Mehrheit der Befragten bezieht sich auf aufgabenbezogene Fragen, wenn es um Hilfe und Unterstützung geht. Neben direkten Aufgaben, wie dem Heben von Gegenständen oder der Arbeitsteilung, ist das Einholen und Erhalten von Ratschlägen die am häufigsten genannte gemeinsame Arbeit:

  • Wir helfen dem, der am meisten zu tun hat.“ (R63DE)
  • Heben oder Tragen schwerer Gegenstände.“ (R126DE)
  • Wir alle müssen die Zielvorgaben erfüllen, damit es am Ende der Schicht an einen anderen Kollegen übergeben werden kann.“ (R188UK)

Allerdings nennen 25 Befragte (10%) sowohl aufgabenbezogene Hilfe als auch soziale Unterstützung, und weitere 28 Befragte (11%) nennen nur soziale Unterstützung als ihr Verständnis des Begriffs. Diese Dimension wird wie folgt beschrieben:

  • Ich habe nette Kollegen, die immer füreinander da sind.“ (R406DE, Selbständige, "immer")
  • Weil sie mir helfen und mich unterstützen. Schon das bloße Zeigen des Unterstützungswillens hilft, denn ich fühle die Unterstützung.“ (R935PL, Selbständige, "immer")
  • Ich dachte, dass ich mich immer auf ihre Hilfe verlassen kann, zum Beispiel beim Beantworten von E-Mails, wenn ich keine Energie mehr habe, oder wenn sie mich psychologisch unterstützen.“ (R1188PL, Selbständiger, "immer")

Kognitive Interviews

In Deutschland gaben alle Befragten bis auf einen (DE03) eine Antwort auf diese Frage. In Polen wähl-ten zwei selbständige Befragte "nicht zutreffend", während alle anderen antworteten.

Erwerbstätige Befragte hatten die geringsten kognitiven Schwierigkeiten bei der Beantwortung der Frage. Allerdings entscheiden auch sie darüber, wen sie in ihren Kollegenkreis aufnehmen. Die meisten beziehen sich in Bezug auf die Organisationsstruktur und/oder die Personen, mit denen sie die meisten ihrer täglichen Aufgaben erledigen, auf direkte Teammitglieder:

  • Es gibt engere und weiter entfernte Kollegen in der Unternehmensstruktur. Aber es ist schwierig, weil es Kollegen gibt, die nicht direkt zum gleichen Team gehören wie ich, mit denen ich aber sehr eng zusammenarbeite, und umgekehrt. Es ist also schwer zu wählen, auf wen sich das genau bezieht.“ (DE01, "meistens")
  • Ich bezog mich auf die Leute, die mir in Bezug auf unsere Arbeitsstruktur am nächsten stehen, also die Leute, die offiziell im selben Team wie ich als Kollegen sind, und nicht unbedingt die Leute, mit denen ich am meisten arbeite.“ (DE01, "meistens")
  • Dann spreche ich mit meinen Kollegen, die eine ähnliche Tätigkeit ausüben [Führungen geben].“ (PL02, "immer”)

Drei berufstätige Befragte berichteten spontan über Schwierigkeiten, ihre Antwort auf Punkt A (Hilfe und Unterstützung durch Kollegen) von ihrer Antwort auf Punkt B (Hilfe und Unterstützung durch den Chef) zu unterscheiden, da es sich bei beiden um dieselbe Person handelt:

  • In meinem Fall ist mein Vorgesetzter mein Kollege, also ist die Antwort für den ersten und zweiten Punkt dieselbe.“ (DE05, "immer")
  • Wir sind nur zwei Menschen, also sind mein Kollege und mein Chef ein und dieselbe Person.“ (DE14, "immer")
  • Mein Kollege ist auch mein Chef. Wir sind sozusagen ein Team von zwei Personen.“ (DE15, "immer”)

Selbständige Befragte müssen ihre eigene Interpretation der Kollegen vornehmen. Freiberufler (ohne Angestellte) neigen dazu, an andere Freiberufler im gleichen Gebiet oder an andere Personen zu denken, die ihnen geografisch nahestehen.

  • Ich dachte an andere Autoren.“ (DE02, "meistens")
  • Wenn ich einen Patienten habe und mir über die Diagnose unsicher bin, dann hole ich mir den Rat von einem Kollegen [einem anderen Arzt], und wir besprechen die Therapie gemeinsam.“ (DE10, "immer")
  • In dem Gebäude, in dem ich mein Geschäft habe, gibt es Leute, die ich Kollegen nennen könnte. Sie sind nicht direkt mit meinem Unternehmen verbunden, aber sie unterstützen mich manchmal bei meiner Arbeit.“ (PL01, "manchmal”)

Allerdings interpretierten nicht alle selbständigen Befragten den Begriff "Kollegen" in diesem Sinne. Dies war der Fall bei den selbständigen Befragten, die sich entschieden, die Frage nicht zu beantworten:

  • Ich habe einige Freunde, die mit ähnlichen Dingen zu tun haben, aber das sollte ausgeschlossen werden.“ (PL09, "nicht zutreffend")

Selbständige mit eigenen Angestellten neigen dazu, an die Menschen zu denken, die für sie arbeiten, oder sogar an ihre Kunden oder Geschäftspartner und Auftragnehmer:

  • Kollegen - die Frage ist, wer damit gemeint ist. Ich würde sagen, das sind meine Angestellten.“ (DE08, "die meiste Zeit")
  • Sicherlich, wenn meine Mitarbeiter Zeit haben, also nicht bei einem Kunden sind, dann unterstützen sie mich.“ (DE09, "meistens")
  • Auftragnehmer, die in der Regel Konstrukteure in den anderen Bereichen sind.“ (PL10, "immer”)

Eine weitere Entscheidung, die die Befragten bei der Beantwortung der Frage treffen müssen, ist die, ob Unterstützung zu erhalten bedeutet, dass die Kollegen (oder der Chef) dazu bereit oder in der Lage sind:

  • Wenn ich Hilfe brauche, egal in welcher Angelegenheit, sind immer Menschen, Kollegen, da, die mir helfen können.“ (DE05, "immer")
  • Ich habe an meine Mitarbeiterin gedacht; sie ist einfach nicht immer da.“ (DE08, "die meiste Zeit")
  • Sicherlich, wenn meine Mitarbeiter Zeit haben, also nicht bei einem Kunden sind, dann unterstützen sie mich.“ (DE09, "meistens")
  • Mitarbeiter und Personen, die zugewiesene Aufgaben ausführen.“ (PL13, "meistens")
  • Ich habe über meine Kollegen und ihren Charakter nachgedacht [...] Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nicht bereit wären, mir zu helfen. Es ist ein großer Unterschied, ob man nicht helfen kann, weil man die Antwort nicht weiß, oder ob man nicht will. Ich habe meine Antwort in der Annahme gewählt, dass, solange jemand in der Lage ist, mir zu helfen, er mir helfen würde.“ (DE07, "immer")
B.Ihr Vorgesetzter/Chef hilft Ihnen und unterstützt Sie (Nur Angestellte) Nein
C. Sie werden gefragt, bevor Ziele für Ihre Arbeit festgelegt werden Nein

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Auch hier ist es viel wahrscheinlicher, dass Selbständige als abhängig Beschäftigte angeben, dass diese Aussage nicht auf sie zutrifft, obwohl dieser Unterschied im Vereinigten Königreich am ausgeprägtesten ist, gefolgt von Deutschland und dann Polen (UK: 48% gegenüber 5%; DE: 43% gegenüber 13%; PL: 31% gegenüber 5%).

Von den 89 Befragten sagen, dass diese Aussage nicht auf sie zutrifft, 75 Befragte sind selbständig. Von diesen erklären 23 Befragte, dass sie "nicht zutreffend" gewählt haben, weil sie als Selbständige ihre eigenen Ziele bestimmen. Acht Selbständige geben an, dass sie keine Ziele haben.

Betrachtet man die Befragten, die der Meinung sind, dass die Aussage auf sie zutrifft, antworten 31 Befragte, dass sie nie konsultiert werden. Die Hälfte davon sind Angestellte und die Hälfte Selbstständige. Zehn dieser Befragten geben an, dass sie sich eigene Ziele setzen oder dass sie keine klaren Ziele haben, wobei sie in beiden Fällen angeben, dass die Aussage tatsächlich nicht auf sie zutrifft:

  • Ich bestimme meine eigenen Ziele, weil ich allein arbeite.“ (R147DE, Selbständiger, "nie")
  • Weil ich mir meine eigenen Ziele setze, zum Beispiel ein Buchprojekt - wer könnte mich vorher konsultieren?“ (R342DE, Selbständiger, "nie")

Die Mehrheit sowohl der Arbeitnehmer als auch der Selbständigen beantwortet diese Frage jedoch in einer Weise, dass sie zumindest selten konsultiert werden. Die Antworten wurden nach zwei Dimensionen kodiert. Die erste Dimension stellt dar, von wem die Befragten konsultiert werden oder wer ihre Ziele setzt. Interessanterweise antworten insgesamt 16 Befragte, die alle selbständig erwerbstätig sind, explizit, dass sie ihre eigenen Ziele setzen. Ihre Antworten reichen von "immer" bis "nie", wenn sie zu den Arbeitszielen konsultiert werden:

  • Weil ich Freiberufler bin, kann ich selbst entscheiden.“ (R370DE, Selbständiger, "immer")
  • Als Eigentümer treffe ich alle Entscheidungen.“ (R698PL, Selbständiger, "immer")
  • Ich bestimme meine eigenen Ziele und setze sie eigenständig um.“ (R328PL, Selbständiger, "irgendwann")
  • Wenn ich mir meine eigenen Ziele setze, zum Beispiel ein Buchprojekt - wer sollte sich mit mir im Voraus beraten?“ (R342DE, Selbständiger, "nie")

Ein Befragter antwortet tatsächlich, dass er sich mit seinen Mitarbeitern berät, bevor er ihre Ziele festlegt:

  • Ich berate mich bei Projekten immer mit meinen Mitarbeitern und Teams.“ (R268UK, Selbständiger, "immer")

Bei der Beantwortung dieser Frage geben auch nur Selbständige an, dass ihre Ziele direkt von ihren Kunden vorgegeben werden:

  • Der Kunde bestimmt die tägliche Arbeit.“ (R593PL, Selbständiger, "immer").

Es überrascht nicht, dass nur Mitarbeiter ihren Chef ausdrücklich als die Person nennen, die ihre Ziele setzt (n=15), unabhängig davon, ob und wie oft sie vor der Festlegung der Ziele konsultiert werden:

  • Mein Vorgesetzter geht immer die Arbeit durch, die erledigt werden muss und wie die Aufgabe zu erledigen ist, bevor sie festgelegt wird.“ (R382UK, Angestellter, "meistens")
  • Es gibt Anforderungen für das kommende Finanzjahr und es werden Ziele gesetzt. Die Mitarbeiter dürfen dazu beitragen. Aber am Ende entscheidet die Geschäftsleitung.“ (R61DE, Mitarbeiter, "manchmal")
  • Der Kunde setzt die Ziele.“ (R93PL, Arbeitnehmer, "selten")

Die zweite Dimension der Kodierung bezieht sich auf die Art des Ziels. Die meisten der genannten Ziele bestehen aus allgemein formulierten Zielen, wie z.B. "die Arbeit erledigen", "tägliche / wöchentliche / monatliche Aufgaben" oder "Projektarbeit" (n=158, 43%). Sie unterscheiden sich je nach Branche, in der der Befragte arbeitet, und reichen von konkreten Aufgaben bis hin zu abstrakteren, strategischen Geschäftszielen:

  • Die Hausarbeit des Tages, z.B. welche Mahlzeit heute zubereitet werden sollte und welche anderen Produkte es gibt.“ (R51DE, Angestellter, "manchmal")
  • Dass alle Aufträge und Arbeiten erledigt sind, bevor ich gehe.“ (R57DE, Angestellter, "manchmal")
  • Leistungen der Schüler.“ (R24UK, Angestellter, "manchmal")
  • Qualitätsziele.” (R92UK, Mitarbeiter, "meistens")
  • Effizienzsteigerung.” (R333PL, Angestellter, "manchmal")

Das Einhalten von Fristen oder das Erreichen eines bestimmten Arbeitstempos wird von 22 Befragten genannt, und Verkaufsziele werden von weiteren 16 Befragten genannt. Diese Antworten gelten für Angestellte und Selbständige gleichermaßen. Es gibt in den Antworten keinen Hinweis darauf, dass die Befragung vor der Festlegung von Zielen negativ bewertet wird.

Kognitive Interviews

Die Befragten benutzten die gesamte Skala von "immer" bis "nie", um diese Frage zu beantworten. In Deutschland waren drei Befragte (DE05, DE09, DE13) der Meinung, diese Aussage treffe nicht auf sie zu und wählten "nicht zutreffend"; in Polen war dies bei zwei Befragten der Fall (PL01, PL08). Vier dieser fünf Befragten sind selbständig. Obwohl die Fallzahlen sehr gering sind, scheinen die befragten Selbständigen entweder dieser Aussage zuzustimmen oder zu entscheiden, dass sie nicht auf sie zutrifft.

Die Sondierungsfrage untersuchte das Verständnis der Befragten für diesen Punkt. Berufstätige Be-fragte nennen eine breite Palette von Zielen, die sich auf tägliche Aufgaben (DE01, DE05, DE12, DE14, DE15), Projektziele (DE07, DE16) oder auch langfristige oder jährliche Ziele (DE01, DE06) beziehen. Zwei Befragte nennen konkret ihre jährlichen Mitarbeitergespräche, in denen Ziele niedergeschrieben werden (DE04, DE11). Beispiele für Ziele sind

  • Zum Beispiel, welches Fahrrad ich reparieren möchte. Also, ob ich lieber eine Inspektion für fünf Fahrräder durchführen oder meinen ganzen Arbeitstag mit einer komplexeren Automatisierung verbringen möchte.“ (DE14)
  • Also zum Beispiel, ob ich eine neue Art von Seminar planen möchte, oder wie viele Kurse ich für das kommende Jahr geplant habe.“ (DE04)
  • Wir bekommen unsere Aufgaben vom Priester, also wie er eine bestimmte Veranstaltung organisiert haben möchte.“ (DE15)
  • Ich arbeite in einem großen Unternehmen. Die Ziele dort sind vielfältig, sowohl die globalen Ziele des gesamten Unternehmens als auch die Ziele meiner Einheit. [...] Dies wird gewöhnlich von [...] Managern der oberen Ebene festgelegt, weshalb kaum ein Grafikdesigner beteiligt ist.“ (PL03, "manchmal”)

Die befragten Selbständigen erinnern sich in der Regel an Situationen, die deutlich machen, dass sie ihre eigenen Ziele verfolgen; sie geben dies jedoch nicht explizit an. Sie beziehen sich auch auf spezifische arbeitsbezogene Aufgaben oder Kundenzufriedenheit, konzentrieren sich aber viel eher auf Ziele, die mit der Geschäftsentwicklung zusammenhängen:

  • Meine Ziele sind meine Aufträge, meine Kunden.“ (DE08, "meistens")
  • Ich muss einen Gewinn erzielen, damit ich meine Assistenten bezahlen kann. Ich muss also über Maßnahmen entscheiden, um diesen Gewinn zu erzielen. Das sind meine Ziele.” (DE10, "die meiste Zeit")

Selbständige Befragte, die die Frage nicht beantwortet haben, beziehen dies direkt auf ihren Status als Selbständige:

  • Als ich die Ziele hörte, dachte ich an die persönlichen Ziele, die ich mit und für meine abhängig Beschäftigten festlege. Aber das gilt natürlich nicht für mich als Eigentümer.“ (DE09, "nicht zutreffend")
  • Ich weiß nicht, wen ich möglicherweise zu den Zielen meiner Arbeit befragen könnte oder wer sie mit mir besprechen könnte.“ (PL01, "nicht zutreffend")
  • Ich verstand sie als Ziele, die der Kunde setzt und seine Erwartungen. Sie werden nicht mit mir konsultiert, da ich sie mit dem Klienten selbst definiere.“ (PL08, "nicht zutreffend”)

Eine Befragte in Mehrfachtätigkeit (DE16) bezieht sich bei der Beantwortung der Frage wiederum auf ihre beiden Tätigkeiten, anstatt sich nur auf ihre bezahlte Haupttätigkeit zu konzentrieren.