|
Konflikte in der Partnerschaft |
Nein |
|
|
|
|
Konflikte innerhalb der Familie |
Nein |
|
|
|
|
Generationskonflikte |
Nein |
|
|
|
|
Die Arbeit im Haushalt |
Nein |
|
|
|
|
Die Arbeit auf dem landwirtschaftlichen Betrieb |
Nein |
|
|
|
|
Das Instandhalten von Grundstück und Betriebsgelände |
Nein |
|
|
|
|
Die Arbeit im Garten |
Nein |
|
|
|
|
Ich hatte/habe Bedenken, dass übertragbare Tierkrankheiten oder Substanzen (z. B. Pflanzenschutz, Tierarzneimittel) meine Fruchtbarkeit gefährden könnten. |
Nein |
|
|
Von den Testpersonen, die das Item mit „trifft auf mich nicht zu“ beantworteten, war nur eine noch nie schwanger gewesen (TP 04). Bei den anderen beiden (TP 06, 07) blieb ungeklärt, warum sie dieses Item nicht beantworten.
Alle Testpersonen, die sich auf der Antwortskala verorteten, hätten kaum Bedenken (gehabt), dass ihre Fruchtbarkeit gefährdet sein könnte. Den meisten Testpersonen gelang es auf Anhieb, ihre Meinung zu diesem Thema abzurufen, auch wenn ihre Schwangerschaft(en) länger her gewesen waren oder nicht auf dem Betrieb stattgefunden hatten, oder sie noch nie schwanger gewesen waren:
- „Das hatte ich nie. Das denke ich, hätte ich auch heute nicht.“ (TP 02, Antwort: Skalenwert 1, „stimme überhaupt nicht zu“)
- „Ich hatte keine Bedenken, weder bezüglich meiner Fruchtbarkeit [noch] ob es das Kind betreffen könnte. […] Mit Tieren haben wir nichts zu tun, wir haben nur einen Hund. Wenn ich mit Pflanzenschutz zu tun habe, ziehe ich Handschuhe an. Das ist nichts, wobei ich Sorge oder Angst vor der Gefährdung meiner Gesundheit habe.“ (TP 03, Antwort: Skalenwert 1, „stimme überhaupt nicht zu“)
|
|
Während meiner Schwangerschaft wurde oder wird mir betriebliche Arbeit durch andere abgenommen. |
Nein |
|
|
Testperson 06 störte sich an der Formulierung des Items. Sie gab zunächst an, „voll und ganz“ zuzustimmen (Skalenwert 7), änderte aber noch beim Ausfüllen ihre Antwort:
- „Klar, sieben. Aber, da steht nicht, ob mir betriebliche Arbeit durch andere immer oder nach Bedarf abgenommen wurde. Das finde ich eine etwas komische Frage. Durch die Schwangerschaft ist man in der Regel nicht krank und macht betriebliche Arbeiten, aber [diese Aussage] ist ‚ganz oder gar nicht‘ formuliert. Macht jemand die Arbeiten für mich, weil ich es nicht kann, oder macht sie jemand, damit ich sie nicht machen muss. Dann nehme ich ‚trifft auf mich nicht zu‘“ (TP 06, Antwort: „trifft auf mich nicht zu“)
Die Erläuterungen der Testpersonen, die angaben, dass ihnen keine oder wenig Arbeit abgenommen worden sei, waren heterogen. Während das Abnehmen von Arbeit im landwirtschaftlichen Betrieb bei einer Testperson nicht notwendig gewesen sei, wäre dies bei einer weiteren Testperson willkommen gewesen, und eine weitere Testperson bezog sich auf ihre Schwangerschaft, bevor sie in der Landwirtschaft gearbeitet hatte:
- „Ich war da nicht im landwirtschaftlichen Betrieb tätig, aber in meinem Haushalt oder in anderen Bereichen wurde mir eigentlich nicht Arbeit abgenommen. Das ist eine private Empfindung.“ (TP 02, Antwort: Skalenwert 1, „stimme überhaupt nicht zu“)
- „Es wurde mir Arbeit abgenommen, aber nur begrenzt. Ich habe schon bis zum Ende mitgearbeitet. Den ganzen Aspekt der Büroarbeit musste mir niemand abnehmen. Ich hatte nur unkomplizierte Schwangerschaften [und] ich habe auch gerne gearbeitet, bis kurz vor der Entbindung. Das musste mir keiner abnehmen.“ (TP 03, Antwort: Skalenwert 3, entspricht „stimme eher nicht zu“)
- „Mir ging es wirklich grottenschlecht [während der Schwangerschaft]. Schöner wäre es gewesen, wenn mein Mann mehr Zeit gehabt hätte. Es wird einem irgendwie etwas abgenommen. […] Ich hatte Unterstützung, auch diese betriebswirtschaftliche. […] Ich fand es trotzdem belastend, dass der Betrieb weiterläuft, man also mehr oder weniger 356 Tage im Jahr [arbeitet].“ (TP 10, Antwort: Skalenwert 4, entspricht „weder noch“)
Testpersonen, die der Aussage zustimmten, erläuterten schlüssig, auf welche Weise sie Unterstützung erfahren und auf welche Arten von Tätigkeiten sie während ihrer Schwangerschaft(en) verzichtet hatten:
- „Ich habe schon noch mitgemacht. Aber, dann habe ich zum Beispiel kein Schweinewiegen mehr mitgemacht oder Verladen, so dass man nicht gerempelt wird von den Tieren. Damals lebte mein Schwiegervater noch, der hat dann mitgemacht. Da haben wir schon drauf geachtet. Ich habe kein Stroh mehr mitgepackt oder beim Einkaufen habe ich den Korb nicht so schwer gemacht.“ (TP 05, Antwort: Skalenwert 6, entspricht „stimme eher zu“)
- „Für mich war es eine Selbstverständlichkeit, dass mir Arbeit abgenommen wurde. Es wird mit Sicherheit auch Frauen geben, denen keine Arbeit abgenommen wird. Das hat etwas mit den Konflikten in den Betrieben zu tun.“ (TP 07, Antwort: Skalenwert 7, „stimme voll und ganz zu“)
|
|
Mein Recht auf Mutterschutz konnte ich nicht wahrnehmen oder werde ich nicht wahrnehmen können. |
Nein |
|
|
Nur vier Testpersonen beantworteten das dritte Item. Von den sechs Testpersonen, die die Frage mit „trifft auf mich nicht zu“ beantworteten, verdienen zwei Fälle nähere Erläuterungen. Testperson 06 beantwortete die Frage nicht, weil sie ihren Mutterschutz nicht hatte wahrnehmen wollen („Hätte ich wahrnehmen können, aber wollte ich gar nicht.“, TP 06). Testperson 10 ist mitarbeitende Familienangehörige. Sie gab „trifft auf mich nicht zu“ an, weil sie nicht direkt im Betrieb angestellt gewesen sei und auch nicht auf dem Betriebsgelände gelebt habe. Dennoch empfand sie persönlich, dass ihr ein Mutterschutz im Sinne einer Auszeit von betrieblicher Verantwortung gefehlt habe, und hätte ihrer Erläuterung nach den Wert 7 angeben müssen:
- „Ich habe jetzt ganz rechts angekreuzt, weil das ja in so einem Familienbetrieb nicht wirklich so zutrifft. Wenn Sie eine 40-Stunden-Woche in einem anderen Betrieb haben, dann fahren Sie das von 100 % auf 0 % runter. Wir sind hier eingebunden und das ändert sich nicht wirklich durch die Schwangerschaft. Man hat nicht wirklich Mutterschutz, die Herausforderungen sind immer noch da. Das betriebliche Drumherum bleibt ja bestehen.“ (TP 10, „trifft auf mich nicht zu“)
Des Weiteren änderten drei Testpersonen im Laufe der Nachfragen ihre Antwort, was auf Schwierigkeiten mit der Frage hindeutet:
- Testperson 02 wählte zunächst den Wert 1 „stimme überhaupt nicht zu“, wollte aber eigentlich ausdrücken, dass sie ihren Mutterschutz nicht wahrgenommen hatte. Im Laufe der Nachfragen änderte sie ihre Antwort auf den Wert 7 „stimme voll und ganz zu“.
- Testperson 05 wählte zunächst den Wert 7 „stimme voll und ganz zu“, wollte aber tatsächlich angeben, dass sie ihren Mutterschutz genommen hatte. Auch sie bemerkte den Fehler während der Nachfragen und korrigierte ihre Antwort auf den Wert 2: Da habe ich mich jetzt, glaube ich, vertan. Meinen Mutterschutz habe ich immer wahrgenommen. […] Ist das jetzt richtig herum geantwortet, mit nicht und nicht? […] Ja, da muss man drüber nachdenken.“
- Testperson 09 gab zunächst an, dass die Aussage nicht auf sie zutreffe, änderte aber ihre Antwort auf den Wert 7 „stimme voll und ganz zu“. Dabei erläuterte sie, dass sie Mutterschutz habe nehmen können, und hätte somit den Wert 1 „stimme überhaupt nicht zu“ wählen müssen: „Ich nehme das zurück, ich habe ja Mutterschutz genommen und es genossen, sechs Wochen nicht zu arbeiten. Wenn man ein Kind geboren hat, dann macht man das einfach so. Man kann das machen, wenn die Familie dahintersteht, was bei mir so war. In der heutigen Zeit kenne ich niemanden, bei dem das anders wäre. Ich habe damals eine Betriebshilfe gehabt, und wer die nicht nimmt, ist selbst schuld.“
Zwei Testpersonen beantworteten die Aussage mit „stimme voll und ganz zu“ und begründeten ihre Antwort entsprechend. Eine Testperson war zweimal schwanger gewesen, und habe bei beiden Kindern keinen Mutterschutz wahrgenommen (TP 01). Während sie sich während der Schwangerschaft des ersten Kindes noch im Studium befunden habe, habe sie beim zweiten bereits im Betrieb gearbeitet und sich aufgrund der Wendesituation im Jahre 1989 nicht getraut, eine längere Auszeit zu nehmen. Die zweite Testperson sei zum Zeitpunkt ihrer Schwangerschaften bereits Betriebsleiterin gewesen und habe deswegen nie Mutterschutz nehmen können, sich aber auch nie daran gestört:
- „Mein Recht auf Mutterschutz konnte ich nicht wahrnehmen, bei allen drei Kindern. Habe ich nicht wahrgenommen und konnte ich nicht wahrnehmen. Ich bin eben die Betriebsleiterin. Wenn es mir wieder besser geht, arbeite ich gleich wieder weiter. Ich habe das für mich, weil es mir immer gutging, auch nicht für nötig empfunden.“ (TP 03, Antwort: Skalenwert 7, „stimme voll und ganz zu“)
|