Item List

Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
d. Menschen mit Diabetes, die sich regelmäßig Insulin spritzen, müssen sehr diszipliniert sein. Nein

Eine Testperson (TP 03) antwortet mit „weder noch“ und begründet ihre Antwort wie folgt: „Kommt auf den Diabetes an. Wenn es nicht so stark ist und die sind darauf eingestellt, dann müssen sie auch nicht wirklich diszipliniert sein.“

Die restlichen neun Testpersonen stimmen dem Item entweder zu (TP 01, 02, 04, 07, 08, 10) oder voll und ganz zu (TP 05, 06, 09). Diese Testpersonen begründen ihre Antworten vor allem damit, dass das Überwachen der Zuckerwerte und das häufige anpassen der Medikation an sich ändernde Umgebungsbedingungen Disziplin erfordere:

  • „Soweit ich weiß, muss man sich an die Zeiten sehr genau halten und auch bei der Ernährung sehr aufpassen, dass man nicht zu viele Broteinheiten zu sich nimmt. Das heißt, man muss sehr diszipliniert auf Diät sein. Disziplin ist auf jeden Fall notwendig.“ (TP 02)
  • Was das Essen angeht, müssen sie schon sehr diszipliniert sein und sich an ihre Diät halten. Sich zu bestimmten Zeiten Insulin spritzen und auch, wenn sie auf Reisen gehen, dass sie immer darauf achten müssen, dass ein Kühlschrank da ist.“ (TP 04)
  • „Ich denke schon, dass man die Zuckerwerte relativ häufig kontrollieren sollte und eben auch mit Disziplin rangehen sollte, weil ich denke schon, dass es auch von der Menge und der Art der Nahrung abhängig ist.“ (TP 08)
  • „Man muss seine Tabletten einnehmen, regelmäßig so wie es von dem Arzt verordnet ist, man muss sich spritzen vor dem Essen und kann da auch nicht so über die Stränge schlagen.“ (TP 09)
e. Wenn Menschen mit Diabetes ihre Zuckerwerte gut im Griff haben, müssen sie sich in ihren Alltagsaktivitäten in keiner Weise beschränken oder zurückhalten. Nein

Zwei Testpersonen (TP 02, 07) stimmen der Aussage nicht zu und begründen ihre Antworten damit, dass Diabetiker durch die Notwendigkeit des regelmäßigen Kontrollierens ihres Blutzuckers in ihren Alltagsaktivitäten eingeschränkt bzw. beeinträchtigt sind:

  • „Der Weg dorthin, dass sie die Zuckerwerte gut im Griff haben, ist schon entbehrungsreich. So habe ich die Frage jetzt beantwortet.“ (TP 02)
  • „Weil sie immer die Messungen vornehmen, kann ich mir vorstellen, dass es da Einschränkungen gibt, wenn die unterwegs sind.“ (TP 07)

Eine Testperson (TP 04) antwortet „weder noch“ und begründet dies damit, dass es von der Schwere der Diabeteserkrankung abhinge: „Ja also da glaube ich halt einfach, dass es unterschiedlich ist. Ich denke, das hängt auch davon ab, wie stark das dann auch ist, also wie stark der Diabetes ausgeprägt ist. Deswegen ‚weder noch’.“

Die restlichen sieben Testpersonen stimmen der Aussage zu (TP 01, 03, 08, 10) oder voll und ganz zu (TP 05, 06, 09). Diese Testpersonen begründen ihre Antworten vor allem damit, dass bei einer disziplinierten Lebensweise und einer disziplinierten Therapie der Krankheit keine Einschränkungen im Alltag nötig wären:

  • „Wenn sie eingestellt sind mit Allem, kann man eigentlich ganz normal leben. Das ist ja der Sinn dahinter, wenn man eingestellt ist. Vielleicht ein paar Kleinigkeiten beachten.“ (TP 03)
  • „Wenn der Zucker gut eingestellt ist und ich entsprechend Insulin spritze oder Medikamente nehme, gibt es keine Einschränkungen mehr. Also höchstens im Alter bei der Wundheilung und so.“ (TP 05)
  • „Auch da denke ich, wer relativ gut eingestellt ist hat keinerlei oder sehr wenig Einschränkungen.“ (TP 08)
f. Die meisten Menschen mit Diabetes haben ihren Diabetes durch ihre ungesunde Lebensweise selbst verursacht. Nein

Drei Testpersonen (TP 03, 05, 06) stimmen dieser Aussage nicht zu und begründen dies damit, dass sie eher davon ausgingen, dass die meisten Menschen aufgrund ihrer genetischen Prädisposition an Diabetes erkrankten:

  • „Gerade der Typ-1-Diabetes ist genetisch bedingt, das hat mit der Lebensweise nichts zu tun. Und beim Typ-2-Diabetes weiß ich nur, dass es nur bei einem Teil zutrifft, dass es nicht bloß von Ernährungsgewohnheiten abhängt, sondern sich bei manchen der Stoffwechsel ändert oder die Bauchspeicheldrüse schlappmacht. Das muss nicht nur mit der Ernährung zusammenhängen.“ (TP 05)
  • „Ich glaube, dass Diabetes hauptsächlich eine Veranlagung oder vielleicht auch eine genetische Angelegenheit ist.“ (TP 06)

Vier Testpersonen (TP 01, 02, 04, 08) antworten „weder noch“. Zwei dieser Testpersonen (TP 01, 02) haben keine Meinung zu dem Thema und nutzen die Mittelkategorie als Ausweichkategorie („weiß nicht“). Die anderen beiden Testpersonen argumentieren, dass eine ungesunde Lebensweise auch Diabetes verursachen könne, dies aber nicht immer der Fall bzw. nicht die einzige Ursache sein müsse:

  • „Ich glaube, das kommt nicht immer nur von der ungesunden Lebensweise, manche ernähren sich total gesund und es kann trotzdem passieren, weil das vielleicht auch durch die Gene vererbt wird. Ich glaube das kommt nicht nur, aber ich denke, dass es oftmals dazu schon beisteuert, so eine ungesunde Lebensweise, aber dass man das nicht verallgemeinern darf.“ (TP 04)
  • „Ich glaube nicht, dass allein die Ernährung dafür verantwortlich ist. Ich denke zum Teil trägt es sicherlich dazu bei, vor allen Dingen dann, wenn die Grunderkrankung vorhanden ist.“ (TP 08)

Zwei Testpersonen (TP 07, 09) stimmen der Aussage zu und geben an, dass sie es zwar nicht genau wüssten, aber vermuteten, dass eine ungesunde Lebensweise häufig die Ursache für Diabetes sei:>

  • „Ich glaube durch die ungesunde Ernährung bei den Erwachsenen zum Teil schon, bei Kindern und Jugendlichen nicht unbedingt.“ (TP 07)
  • „Das ist so ein bisschen Halbwissen wieder mal, weil ich denke, dass ungesunde Ernährung nie gut ist. Es wird ja allgemein davor gewarnt, dass wir viel zu viel Zucker essen, dass überall zu viel Zucker drin ist und dass das nicht gut ist. Und da ja Zuckerkrankheit mit Zucker viel zu tun hat, gehe ich davon aus, dass das nicht gut ist, wenn man sich da nicht zurückhält.“(TP 09)

Testperson 10 kann dieses Item nicht beantworten und begründet dies wie folgt: „Wie schon gesagt, ich kenne dicke Menschen, die auch gerne süß essen, ich bin selber ein dicker Mensch und esse gerne süß und meine Blutzuckerwerte sind ideal. Aber ich kenne andere schlanke Menschen die wiederum Diabetes haben. Dazu kann ich kein Urteil abgeben.“

 

g. Ich empfinde die Bezeichnung „Diabetiker“ irgendwie als abwertend. Nein

Alle zehn Testpersonen stimmen diesem Item nicht zu (TP 07, 08, 09, 10) oder überhaupt nicht zu (TP 01, 02, 03, 04, 05, 06). Die Testpersonen empfinden die Bezeichnung „Diabetiker“ nicht als abwertend, sondern sehen diesen Begriff eher als neutral und die Krankheit als „normal“ an:

  • „Also ich finde das überhaupt nicht abwertend. Es ist ja eine Krankheit.“ (TP 04)
  • „Weil es eine ganz normale Krankheit ist.“ (TP 05)
  • „Das ist kein Begriff der bei mir negative Gefühle hervorruft.“ (TP 07)
h. Menschen mit Diabetes werden im Berufsleben oder privat häufig benachteiligt. Nein

Sieben Testpersonen stimmen dieser Aussage nicht zu (TP 03, 07, 08, 09) oder überhaupt nicht zu (TP 04, 05, 06). Diese Testpersonen begründen ihre Antworten vor allem damit, dass man Diabetikern ihre Krankheit nicht ansehe, sofern sie sie gut im Griff hätten. Folglich würden andere Menschen meist gar nichts von ihrer Erkrankung wissen und sie daher auch gar nicht deswegen benachteiligen können:

  • „Das habe ich noch nie erlebt. Ich wüsste auch nicht wie, das ist ja nicht erkennbar.“ (TP 05)
  • „Ich denke bei vielen Menschen, die Diabetes haben, weiß man das gar nicht. Höchstens man kennt sie so gut, dass sie einem das sagen oder man das mitbekommt.“ (TP 06)

Eine Testperson (TP 02) antwortet „weder noch“. Wie bereits oben beschrieben, nutzt diese Testperson die Mittelkategorie als Ausweichkategorie („weiß nicht“), da sie das Item eigentlich nicht beantworten kann: „Das kann ich einfach nicht sagen, weiß ich nicht. Weder kenne ich Leute mit Diabetes, noch war ich je in der Lage. Kann ich nicht beantworten.“

Zwei Testpersonen (TP 01, 10) stimmen dieser Aussage zu und geben an zu vermuten, dass Diabetiker benachteiligt würden:

  • „Also es könnte halt schon sein, dass es bei manchen Berufen so ist, dass die Leute sagen, das kannst du aufgrund deiner Krankheit nicht machen. Ich bin mir da nicht sicher, aber es ist durchaus möglich. Ich kann auch nicht zur Feuerwehr oder Polizei gehen, wenn ich sportlich nicht topfit bin. Eben, dass man halt aufgrund von einem möglichen Risiko im Endeffekt nicht eingestellt wird oder vielleicht irgendetwas nicht machen kann.“ (TP 01)
  • „Vom Hörensagen weiß ich es und ich kann es mir schon vorstellen.“ (TP 10)
a) Ich habe bereits genau geplant, wie ich mich gesund ernähren werde. Nein Eine Testperson (TP 10) gibt an, dieses und das nächste Item b) nicht beantworten zu können, da ihr der Zeitbezug fehle:
  • Item a): „Wann? Der Zeitbezug fehlt. Wann soll das denn beginnen? Mit der Frage kann ich nichts anfangen.“
  • Item b): „Wieder dasselbe Problem wie Item a). Ich habe meine Strategien, aber es klappt oft nicht. Das „geplant“ ist ein bisschen blöd formuliert.“
Die restlichen Testpersonen nutzen die volle Skalenbreite. Zwei Testpersonen (TP 02, 06) antworten mit „genau“ und geben an, sich nach einem genauen Plan zu ernähren: „Im Prinzip ist es einfach der Fall, dass ich einen genauen Ernährungsplan habe und den verfolge ich auch.“ (TP 02)

Zwei weitere Testpersonen (TP 01, 09) antworten mit „etwas“, da sie sich zwar bemühten, sich gesund zu ernähren, dies jedoch nicht immer strikt einhielten: „Ich bin ein großer Genießer und esse sehr gerne und deswegen tangiert man da automatisch zwischen ganz gesundem Essen, weil man selber kocht und natürlich aber auch nicht ganz so gesundem Essen, weil man halt teilweise auch ein bisschen fettreicher kocht. Deswegen etwas, also ich könnte mich glaube ich schon ein bisschen mehr disziplinieren.“ (TP 01)

Wieder zwei andere Testpersonen (TP 04, 08) antworten mit „kaum“ und geben an, ihre Ernährung wäre ihnen nicht so wichtig: „Ich plane das jetzt nicht so genau, dass ich jetzt sage, ich esse nur noch Gemüse. Also es ist schon so, dass ich sage, ich will mehr Gemüse essen, aber ich plane das nicht jetzt wie genau, ist jetzt nicht meine oberste Priorität.“ (TP 04)

Die restlichen drei Testpersonen (TP 03, 05, 07) antworten mit „gar nicht“, da sie sich nicht mit ihrer Ernährung beschäftigten: „Ich mache mir da wenig Gedanken, ich weiß es wäre vernünftig, aber es ist mir auch irgendwie zu anstrengend. Ich hatte letztens meine Blutwerte und die stimmen. Also es gibt für mich keinen Anlass, ich habe auch kein Übergewicht.“ (TP 07)
b) Ich habe bereits genau geplant, wie ich mich trotz möglicher Schwierigkeiten und Hindernisse, wie z.B. schlechter Stimmung, gesund ernähren werde. Nein Wie bereits unter Item a) erwähnt, kann Testperson 10 dieses Item nicht beantworten, da ihr der Zeitbezug fehlt. Die anderen Testpersonen nutzen die gesamte Skalenbreite.

Eine Testperson (TP 06) antwortet mit „genau“ und erklärt, dass ihre Ernährung nicht von ihrer Stimmung abhinge: „Es ist nicht so, dass ich, wenn ich schlechte Stimmung habe, nur Fastfood-Bedürfnis habe und bei guter Stimmung möchte ich nur Obst und Gemüse essen. Das ist eigentlich von meiner Stimmung unabhängig.“

Drei Testpersonen (TP 01, 02, 09) antworten mit „etwas“ und begründen ihre Antworten damit, dass sie sich zwar schon manchmal Gedanken darüber machten, wie sie sich bei auftretenden Hindernissen oder Schwierigkeiten gesund ernähren, dies jedoch nicht genau planten:
  • „So wie die Frage gestellt ist, fragt es nach einem bedingten Plan, sozusagen, dass ich mir jede Eventualität ausmale und einen passenden Ernährungsplan mache, das habe ich natürlich nicht. Aber sehr wohl beziehe ich den Ernährungsplan mit ein, wenn ich z.B. auf Reisen bin. Dann passe ich den Plan an und so habe ich das jetzt beantwortet.“ (TP 02)
  • „Ja also ich gehe davon aus, dass diese Frage und dann noch zwei drei andere die dann noch kommen, darauf hinaus gehen, dieses sogenannte Frustessen, dass man immer meint schlechte Laune könnte man nur bekämpfen, wenn man eine Tafel Schokolade isst. Das mache ich nicht.“ (TP 09)
Drei weitere Testpersonen (TP 04, 05, 08) antworten mit „kaum“ und begründen ihre Antworten damit, dass sie sich bei Schwierigkeiten und Hindernissen eher ungesund ernähren würden, dies jedoch auch in Ordnung fänden: „Ich bin da eher so, wenn ich mal schlechte Stimmung habe oder einen schlechten Tag, dann ist es nicht so, dass ich sage trotzdem plane ich genau, dass ich immer noch gesund esse. Dann kaufe ich mir eine Tafel Schokolade oder Chips. Und dann ist das ist für mich auch nicht schlimm.“ (TP 04)

Zwei Testpersonen (TP 03, 07) antworten wie schon bei Item a) mit „gar nicht“, da sie sich nicht mit ihrer Ernährung beschäftigten: „Wie bei der ersten Aussage. Grundsätzlich beschäftigt mich das Thema nicht.“ (TP 07)
c) Ich habe mir vorgenommen während der nächsten Monate abzunehmen. Nein
d) Ich bin mir sicher, mich gesund ernähren zu können, auch wenn ich es mehrmals versuchen muss bis es klappt. Nein

Alle Testpersonen können sich auf der Antwortskala verorten und nutzen hierbei die gesamte Skalenbreite aus.

Sechs Testpersonen (TP 01, 02, 04, 05, 06, 07) stimmen der Aussage „genau“ zu und begründen dies hauptsächlich mit ihren Erfahrungen, nach denen sie tatsächlich in der Lage sind, sich (zumindest über einen gewissen Zeitraum) gesund zu ernähren:

  • „Weil ich eine Weile wirklich Sport gemacht habe und mir mein Essen selber gekocht habe und so. Das hat auch gut funktioniert, das Ding ist halt nur, dass ich dann irgendwann wieder nachlässiger geworden bin. Aber ich denke, wenn ich das einmal hingekriegt habe, kriege ich das vielleicht auch ein zweites Mal hin.“ (TP 01)
  • „Da bin ich mir schon sicher. Also auch, wenn es ein paar Mal nicht klappt, aber wenn man zwischendurch mal wieder etwas Süßes isst oder etwas nicht so gesundes, trotzdem bin ich mir sicher, dass es schon irgendwann klappt, wenn ich mir das vornehme. Aber im Moment habe ich nichts geplant.“ (TP 04)

Eine dieser Testpersonen (TP 06) interpretiert die Frage jedoch anders als von den Fragebogenentwicklern intendiert und fokussiert vor allem auf das Wort „können“ im Sinne von „prinzipiell dazu in der Lage sein“ statt im Sinne von „sich zutrauen“:

  • TP 06: „Ich kann es natürlich. Das liegt an der Formulierung, natürlich ‚kann‘ ich.“
  • Testleiter (TL): „Was hätten Sie geantwortet, wenn hier stehen würde ‚Ich bin mir sicher, mich gesund zu ernähren, auch wenn ich es mehrmals versuchen muss bis es klappt‘?“
  • TP 06: „Dann ist es wiederum die Frage, ob ich mir zutraue, das auch in die Tat umzusetzen. Ob ich für mich sage, ich mache das auch wenn ich ein paar Versuche dafür brauche. Aber dieses ‚kann‘, das macht es zu..., klar kann ich.“
  • TL: „Hätten Sie Ihre Antwort geändert, wenn da stehen würde: ‚Ich traue mir zu, mich in Zukunft gesund zu ernähren, auch wenn ich es mehrmals versuchen muss bis es klappt‘?“
  • TP 06: „Dann würde ich wahrscheinlich sagen, eher nicht. Ich würde das dann wahrscheinlich über einen gewissen Zeitraum machen und dann wieder vernachlässigen. So wie ich mich kenne. Dann würde ich auf die Frage etwas anders antworten.“

Zwei andere Testpersonen (TP 09, 10) stimmen der Aussage „etwas“ zu und geben an, aus ihrer Erfahrung heraus zu wissen, dass sie sich nicht immer gesund ernähren könnten:

  • „Ja also rein intellektuell ist das alles klar. Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach. Und deswegen klappt das eben halt nicht so. Ich weiß was ich machen müsste, aber das sind immer so die guten Vorsätze von Silvester, die am 1. Januar alle wieder weg sind.“ (TP 09)
  • „Im Kopf ist alles anders als die praktische Umsetzung. Bei mir hat es sich gezeigt, dass es nicht klappt, wenn ich keine Energie mehr habe.“ (TP 10)

Zwei Testpersonen stimmen der Aussage „kaum“ (TP 08) bzw. „gar nicht“ (TP 03) zu, da sie sich nach eigenen Angaben nicht mit gesunder Ernährung beschäftigen.

e) Ich bin mir sicher, mich auch dann gesund ernähren zu können, wenn ich mich niedergeschlagen fühle. Nein Alle Testpersonen können sich auf der Antwortskala verorten und nutzen hierbei die gesamte Skalenbreite aus.

Vier Testpersonen stimmen der Aussage „genau“ zu (TP 02, 03, 06, 09) und begründen dies vor allem damit, dass ihre Stimmungen keinen Einfluss auf ihre Ernährung hätten:
  • „Meine Stimmung bringt mich jetzt nicht davon ab mich nicht an meinen Plan zu halten.“ (TP 02)
  • „Das wäre das Äquivalent zu der zweiten Aussage, weil natürlich mache ich kein Frustessen.“ (TP 03)
Testpersonen (TP 06) interpretiert die Frage jedoch wieder anders als von den Fragebogenentwicklern intendiert und fokussiert vor allem auf das Wort „können“ im Sinne von „prinzipiell dazu in der Lage sein“ statt im Sinne von „sich zutrauen“: „Das liegt an der Formulierung, natürlich kann ich. Ich weiß nicht ob ich das dann auch umsetze. Aber ich bin mir sicher, dass ich es kann. Aber ich weiß, dass ich es kann.“

Zwei Testpersonen (TP 01, 05) stimmen der Aussage „etwas zu“, da sie nach eigener Aussage schon manchmal dazu tendieren, bei schlechter Stimmung etwas Ungesundes oder auch nur sehr wenig zu essen.

Drei Testpersonen (TP 04, 08, 10) stimmen der Aussage „kaum zu“, da sie aus eigener Erfahrung dass sie sich meist ungesund ernähren, wenn sie sich niedergeschlagen fühlen:
  • „Also bei mir ist das halt so, wenn ich niedergeschlagen bin, ist es mir auch egal, dann brauche ich einfach Schokolade. Ich fühle mich dann einfach besser, wenn ich doch eine Tafel Schokolade gegessen habe.“ (TP 04)
  • „Ich habe jahrzehntelange Erfahrung mit mir selbst und registriert, wenn ich niedergeschlagen bin, was immer mit Energielosigkeit einhergeht, brauche ich Süßes.“ (TP 10)
Eine Testperson (TP 07) stimmt der Aussage „gar nicht“ zu, da sie sich generell nicht mit gesunder oder ungesunder Ernährung beschäftigt.