Item List

Frage Thema Item Text Antwort Format Konstrukt Eingesetzte Kogn Techniken Ergebnis
Kinder-/Jugenddiabetes Nein
Bei Typ-1-Diabetes werden die insulinproduzierenden Zellen vom Körper selbst zerstört. Nein
Typ-1-Diabetes verschwindet meist mit der Pubertät. Nein
Typ-1-Diabetes kann mit Tabletten behandelt werden. Nein
Bei Typ-2-Diabetes werden die insulinproduzierenden Zellen vom Körper selbst zerstört. Nein
Die Symptome des Typ-2-Diabetes entwickeln sich in der Regel schleichend. Nein
In Deutschland sind mehr Menschen vom Typ-2-Diabetes betroffen, als vom Typ-1-Diabetes. Nein
a. Menschen mit Diabetes können aufgrund ihrer Erkrankung ihren Alltagsanforderungen zum Beispiel im Beruf oder der Familie häufig nicht nachkommen. Nein

Zwei Testpersonen (TP 05, 09) stimmen dieser Aussage überhaupt nicht zu und fünf Testpersonen (TP 01, 02, 06, 08, 10) stimmen ihr nicht zu. Diese Testpersonen begründen ihre Antworten damit, dass Diabetiker grundsätzlich in keiner Weise eingeschränkt sind, sofern sie sich an bestimmte Verhaltensregeln halten:

  • „Ich vermute auch, wenn man Diabetiker ist, dass man relativ eingespielt und routiniert mit der Medikation umgeht. Und wenn man gesundheitlich an so ein paar Sachen denkt, kann man glaube ich fast alles machen.“ (TP 01)
  • „Ich kenne einige von Diabetes betroffene Personen und ich sehe dort keinerlei Einschränkungen, wenn sie sich entsprechend verhalten.“ (TP 08)
  • „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das gut funktioniert, wenn die entsprechenden Verhaltensregeln, wie rechtzeitig Medikamente nehmen, sich spritzen und entsprechende Ernährung, eingehalten werden.“ (TP 10)

Eine Testperson (TP 04) entscheidet sich für die Antwortkategorie „weder noch“, argumentiert aber eher so, als ob sie keine Meinung zu dem Thema hätte („weiß nicht“) statt diesbezüglich unentschieden zu sein: „Vielleicht hat es ja für manche trotzdem Auswirkungen, vielleicht sehen es ja die Diabetiker anders.“

Die restlichen beiden Testpersonen (TP 03, 07) stimmen der Aussage zu und geben an, dass sie zwar kein genaues Wissen zu diesem Thema hätten, jedoch vermuten würden, dass Diabetiker den All-tagsanforderungen im Beruf oder der Familie manchmal nicht nachkommen könnten:

  • „Ich habe das angekreuzt mit dem Gedanken dahinter, dass sie noch nicht eingestellt sind. Weil man das vielleicht noch gar nicht weiß oder eben noch nicht eingestellt ist. Ich weiß nicht, ob sie Schmerzen haben oder sich generell schlapp fühlen, aber das ist schon sehr beeinträchtigend würde ich sagen.“ (TP 03)
  • „Ich glaube das hängt von der Tätigkeit ab. Eine Bekannte, die an Diabetes erkrankt ist, sagte, sie kann keine Schicht arbeiten.“ (TP 07)
b. Menschen mit Diabetes sind häufig übergewichtig oder waren es in der Vergangenheit. Nein

Zwei Testpersonen (TP 03, 09) stimmen dieser Aussage nicht zu und begründen ihre Antworten insbesondere mit dem Typ-1-Diabetes, der nicht in Zusammenhang mit Übergewicht stehe:

  • „Der 1. Typ ist ja der Jugenddiabetes, da stelle ich mir vor, dass es nicht davon kommt, dass man unbedingt übergewichtig war oder ist.“ (TP 03)
  • „Da beziehe ich mich auch auf die drei wirklich mir persönlich bekannten Fälle und da war das nicht so.“ (TP 09)

Vier Testpersonen (TP 01, 02, 08, 10) antworten mit „weder noch“. Wie bereits oben erwähnt nutzt Testperson 02 diese Antwortkategorie als Ausweichkategorie („weiß nicht“). Die anderen drei Testpersonen argumentieren, dass sowohl übergewichtige als auch nicht übergewichtige Menschen Diabetes bekommen können:

  • „Also ich glaube, dass es ein Grund dafür sein kann. Aber dass dann deswegen nicht zwangsläufig Leute mit Diabetes alle dick waren. Ich bin mir sicher, es gibt bestimmt auch ganz arg dünne Leute mit Diabetes.“ (TP 01)
  • „Ich kenne sowohl schlanke, sehr sportliche Menschen mit Diabetes als auch dicke Menschen.“ (TP 10)

Vier weitere Testpersonen (TP 04, 05, 06, 07) stimmen der Aussage zu und argumentieren, dass man das zwar nicht unbedingt verallgemeinern könne, es auf einen größeren Teil der Diabetiker aber zuträfe:

  • „Natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Aber schon, dass es in den meisten Fällen so ist, würde ich mal sagen.“(TP 04)
  • „Das würde auf die Person, die ich kenne, zutreffen. Die ist übergewichtig. Das ist jetzt so mein Gefühl, ich kann das jetzt auch nicht erklären. Ich würde sagen, dass Leute, die Diabetes haben, häufig übergewichtig sind.“ (TP 07)
c. Menschen mit Diabetes, die sich Insulin spritzen müssen, sollten dies keinesfalls in der Öffentlichkeit tun. Nein

Vier Testpersonen (TP 02, 03, 04, 05) stimmen dieser Aussage überhaupt nicht zu und weitere vier Testpersonen (TP 06, 08, 09, 10 stimmen ihr nicht zu. Diese Testpersonen sehen überhaupt keinen Grund dafür, das Spritzen von Insulin vor der Öffentlichkeit zu verstecken. Sie sehen es als Notwendigkeit an und vergleichen es teilweise mit dem Stillen von Babys in der Öffentlichkeit:

  • „Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn sie es in der Öffentlichkeit machen. Also ich habe damit genauso wenig Probleme, wie wenn Mütter ihre Babys in der Öffentlichkeit stillen. Also ich finde das ist ja etwas Notwendiges.“ (TP 04)
  • „Ich finde einfach, man sollte sich nicht hinter so einer Krankheit verstecken und solche Krankheiten sollten eigentlich auch in die Öffentlichkeit getragen werden, damit die Menschen auch sehen, dass es auch Menschen mit dieser Beeinträchtigung gibt.“ (TP 06)

Eine Testperson (TP 07) antwortet mit „weder noch“ und gibt an, dass Diabetiker es selbst entscheiden sollten, ob sie sich in der Öffentlichkeit Insulin spritzen oder nicht.

Die letzte Testperson (TP 01) stimmt der Aussage voll und ganz zu, scheint jedoch die Frage falsch verstanden zu haben, da sie argumentiert, dass das Spritzen von Insulin in der Öffentlichkeit etwas ganz Normales sein sollte: „Naja ich denke, dass das was ganz Normales sein sollte. Auf jeden Fall. Und das gehört ja zum Menschen dazu und ist nichts, was man verstecken muss.“