• RESPOND - Improving regional health system responses to the challenges of migration through tailored interventions for asylum-seekers and refugees - Kognitiver Pretest
  • Zusammenfassung: RESPOND ist ein Forschungsprojekt der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg. Ziel des Projektes ist es die notwendige wissenschaftliche Evidenz zu erbringen um Versorgungsstrukturen für Asylsuchende nachhaltig effektiver, effizienter und bedarfsgerechter zu gestalten.
    Gegenstand dieses Pretest sind Fragen zum Gesundheitszustand, zum Zugang zur Versorgung, der Qualität der Versorgung sowie der Gesundheitskompetenz.
    Die Fragen wurden mittels persönlich-mündlicher kognitiver Interviews in den Sprachen Serbisch, Arabisch, Farsi, Russisch und Englisch getestet. Hierbei wurden Simultandolmetscher per Videokonferenz zu den Interviews hinzugeschaltet.
  • Zitation: Hadler, P., Neuert, C., Lenzner, T., Stiegler, A., Sarafoglou, A., Bous, P., Reisepatt, N., & Menold, N. (2017): RESPOND - Improving regional health system responses to the challenges of migration through tailored interventions for asylum-seekers and refugees. Kognitiver Pretest. GESIS Projektbericht. Version: 1.0. GESIS - Pretestlabor. Text.
  • DOI: http://doi.org/10.17173/pretest69
  • Fragenummer Pretestergebnisse Typ Konstrukt
    1 Wie ist Ihr Gesundheitszustand im Allgemeinen? Einzelfrage General health (Selbsteinschätzung Gesundheit)
    2 Haben Sie eine chronische Krankheit oder ein seit langem bestehendes gesundheitliches Problem? Einzelfrage Einschätzung der eigenen Gesundheit
    3 Wie viele Schwierigkeiten hatten Sie in den letzten vier Wochen: Gesamtskala Schwierigkeiten aufgrund von Gesundheitsproblemen
    4 Wie würden Sie Ihre Lebensqualität beurteilen? Einzelfrage Quality of Life, overall (QoL)
    5 Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Gesundheit? Einzelfrage Quality of Life, general health (QoL)
    6 Haben Sie genug Energie für das tägliche Leben? Einzelfrage Quality of Life, energy (QoL)
    7 Bitte überlegen Sie, wie Sie sich in den vergangenen zwei Wochen gefühlt haben und kreuzen Sie an, was für Sie am ehesten zutrifft.
    Gesamtskala Quality of Life (QoL) - daily life activities, esteem, relationships
    8 Wann waren Sie zuletzt bei einem der folgenden Ärzte, um sich selbst beraten, untersuchen oder behandeln zu lassen? Gesamtskala Medizinische Versorgung
    9 Wie viel Geld haben Sie in den letzten vier Wochen für Ihre eigenen Besuche bei Allgemeinmedizinern, Hausärzten oder Fachärzten ausgegeben? Einzelfrage Ausgaben medizinische Versorgung
    10 Kam es in den letzten 12 Monaten einmal oder mehrmals vor, dass Sie dringend eine Untersuchung durch einen Allgemeinmediziner gebraucht hätten, diese aber nicht in Anspruch genommen haben? Einzelfrage Nichtinanspruchnahme medizinischer Untersuchungen
    11 Was war für Sie der wichtigste Grund, den Allgemeinmediziner nicht aufzusuchen? Einzelfrage Nichtinanspruchnahme medizinischer Untersuchungen
    12 Haben Sie in den letzten 2 Wochen Medikamente eingenommen, die Ihnen von einem Arzt verschrieben wurden? Einzelfrage Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente
    13 Wie viel Geld mussten Sie selbst für diese Medikamente bezahlen? Einzelfrage Finanzierung medizinische Versorgung
    14 Wie oft haben Sie in den letzten 12 Monaten die Einnahme Ihrer Medikamente aufgrund von Kosten ausgelassen, verschoben oder beendet? Einzelfrage Finanzielle Belastung medizinische Versorgung
    15 Wie oft haben Sie finanzielle Schwierigkeiten aufgrund von Ausgaben für Ihre gesundheitliche Versorgung? Einzelfrage Finanzielle Belastung medizinische Versorgung
    16 Haben Sie in den letzten 12 Monaten Ihre Ausgaben für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel und Kleidung verringert, um Ihre gesundheitlichen Kosten decken zu können? Einzelfrage Finanzielle Dimension medizinischer Versorgung
    17 Bitte denken Sie an Ihren letzten Besuch bei einem Arzt oder einem anderen medizinischen Versorger. Bitte bewerten Sie bei diesem letzten Besuch… Gesamtskala Health system responsiveness (a) Prompt attention, b) Dignity, c) Communication, d) Autonomy, e) Confidentiality, f) Choice)
    18 Auf einer Skala von sehr einfach bis sehr schwierig, wie einfach ist es Ihrer Meinung nach… Gesamtskala Gesundheitskompetenz
    19 Was ist Ihre Staatsangehörigkeit? Einzelfrage Staatsangehörigkeit
    20 Was ist Ihre Muttersprache? Einzelfrage Muttersprache
    21 Welchen höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss haben Sie? Einzelfrage Höchster allgemeinbildender Schulabschluss
    22 Was ist Ihr aktueller Aufenthaltsstatus in Deutschland? Einzelfrage Aktueller Aufenthaltsstatus
    23 Wir haben hier eine Skala, die von oben nach unten verläuft.
Wenn Sie an sich selbst denken: Wo würden Sie sich auf dieser Skala einordnen? Einzelfrage Einschätzung der Schichtzugehörigkeit (Aufenthaltsland)
    24 Wir haben hier eine Skala, die von oben nach unten verläuft. Wenn Sie an sich selbst denken, bevor Sie Ihr Land verlassen haben: Wo würden Sie sich auf dieser Skala einordnen? Einzelfrage Einschätzung der Schichtzugehörigkeit (Herkunftsland)
  • Anzahl Testpersonen: 9
  • Auswahl und Merkmale der Testpersonen: Es wurden insgesamt 9 kognitive Interviews mit Asylsuchenden, die älter als 18 Jahre sind und in Erstaufnahmeeinrichtungen oder in Sammelunterkünften in Städten und Kommunen untergebracht sind, durchgeführt.
    Es wurde angestrebt mindestens zwei Personen pro Sprache einzuladen.
    Die Testpersonen wurden vom Auftraggeber ausgewählt und rekrutiert: Ein Quotenplan nach sozidemographischen Variablen wie Geschlecht, Alter oder Bildungsgrad war nicht möglich.
  • Feldzeit des Pretests: 11/2017
  • Anzahl der Testleiter: 4
  • Im GESIS-Pretestlabor durchgeführte Tests: 9
  • Telefonisch (bzw. extern) durchgeführte Tests (Audioaufnahme): -
  • Befragungsmodus: PAPI
  • Pretestmodus: CAPI
  • Vorgehensweise: Die zu testenden Fragen lagen den Testpersonen in Ihrer Muttersprache vor. Der kognitive Leitfaden (Evaluationsfragebogen) zur Durchführung der Interviews lag in Deutsch und Englisch vor. Die Interviews in den Sprachen Arabisch, Farsi, Serbisch und Russisch wurden in Deutsch geführt und die Verständigung zwischen Interviewer und Befragten durch Simultandolmetscher gewährleistet, die sowohl die Nachfragen der Interviewer, als auch die Ant-worten der Testpersonen übersetzten. Die kognitiven Interviews auf Englisch wurden ohne Simultandolmetscher realisiert.
  • Testpersonenhonorar: 30 Euro
  • Projektbeschreibung: Steigende internationale Flüchtlingsströme stellen das deutsche Gesundheitssystem vor die Herausforderung, eine angemessene Versorgung für diese Bevölkerungsgruppe sicherzustellen. Die Systemantwort im Bereich der Versorgung von Asylsuchenden ist durch internationale, nationale sowie föderale Regelwerke bestimmt und häufig durch Unter-, Über- und Fehlversorgung gekennzeichnet.
    Ziel des Projektes „RESPOND“ ist die Entwicklung und Evaluation von Maßnahmen, welche individuelle und organisationsbezogene Barrieren einer effektiven Versorgung im Licht rechtlicher Rahmenbedingungen überwinden. Dadurch soll einerseits die Systemantwort verbessert, d.h. effektiver, effizienter und bedarfsgerechter, werden. Andererseits sollen sie zur Verbesserung gesundheitsbezogener Zielvariablen bei Asylsuchenden führen.
    Um die Projektziele zu adressieren wird u.a. eine Querschnittstudie zur Erfassung des Gesundheitszustands, des Zugangs zur Versorgung, der Qualität der Versorgung sowie der Gesundheitskompetenz bei Asylsuchenden in verschiedenen Settings durchgeführt. In allen Settings wird ein standardisierter Fragebogen eingesetzt.
  • Webseite: http://www.respond-study.org
  • Auftraggeber: Universitätsklinikum Heidelberg Louise Bartelt und Kayvan Bozorgmehr
  • Pretestbericht (Deutsch): Pretestbericht (Englisch):
    Kognitiver Leitfaden (Deutsch):
    Kognitiver Leitfaden (Englisch):
  • Zitation: Hadler, P., Neuert, C., Lenzner, T., Stiegler, A., Sarafoglou, A., Bous, P., Reisepatt, N., & Menold, N. (2017): RESPOND - Improving regional health system responses to the challenges of migration through tailored interventions for asylum-seekers and refugees. Kognitiver Pretest. GESIS Projektbericht. Version: 1.0. GESIS - Pretestlabor. Text.
  •