Projekt "Strive-Up" - Fragen zum Thema Statuserhalt und sozialer Aufstieg - Kognitiver Pretest
Zusammenfassung:
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt „Strive-Up – Sozialer Aufstieg oder Statuserhalt? Statusstreben und Bildungsentscheidungen nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund“ untersucht, welche Vorstellungen Eltern von 6-10-jährigen Kindern zum zukünftigen sozialen Status ihres Kindes haben (Wunsch nach Statuserhalt vs. Wunsch nach Aufwärtsmobilität).
Zur Vorbereitung einer groß angelegten Online-Umfrage sollten neu entwickelte bzw. adaptierte Fragen in einem dreistufigen kognitiven Pretest auf ihre Verständlichkeit und Komplexität hin untersucht werden. In der ersten und dritten Pretest-Phase wurden die zu testenden Fragen mittels Web Probing untersucht, in der zweiten Pretest-Phase mittels kognitiver Interviews.
Zitation:
Lenzner, T., & Löb, C. (2026): Projekt "Strive-Up" - Fragen zum Thema Statuserhalt und sozialer Aufstieg. Kognitiver Pretest. GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
DOI:
Anzahl Testpersonen:
Web Probing 1: 464
Kognitive Interviews: 24
Web Probing 2: 439
Auswahl und Merkmale der Testpersonen:
Web Probing 1:
Die Testpersonen wurden aus einem Online-Access-Panel rekrutiert. Voraussetzung für die Teilnahme an der Befragung war, dass mindestens eines der Kinder der Testperson aktuell die Grundschule besucht. Die geplante Stichprobe umfasste 500 Fälle. 36 dieser Fälle wurden aufgrund extrem kurzer Befragungszeiten und/oder unplausibler Antworten von der Datenanalyse ausgeschlossen. Nach der Datenbereinigung ergab sich die in Tabelle 1 dargestellte realisierte Stichprobe (siehe Seite 5 im Pretestbericht unter "Downloads").
Kognitive Interviews:
Die Testpersonen wurden aus der Stichprobe des ersten Web Probing-Pretests rekrutiert. Grundgesamtheit bzw. Ausgangsbasis waren alle Befragten, die am Ende des Online-Fragebogens angegeben hatten, für ein kognitives Interview per Videokonferenz zur Verfügung zu stehen.
Die Testpersonen wurden auf Basis des in Tabelle 2 dargestellten Quotenplans rekrutiert (siehe Seite 6 im Pretestbericht).
Web Probing 2:
Die Testpersonen wurden aus einem Online-Access-Panel rekrutiert. Voraussetzung für die Teilnahme an der Befragung war, dass mindestens eines der Kinder der Testperson aktuell die Grundschule besucht. Die realisierte Stichprobe umfasste 439 Fälle und ist in Tabelle 3 dargestellt (siehe Seite 6 im Pretestbericht)
Feldzeit des Pretests:
09/2025 - 03/2026
Anzahl der Testleiter:
2
Befragungsmodus:
CAWI
Pretestmodus:
Web Probing & Remote-CAPI
Vorgehensweise:
Web Probing 1:
Einsatz eines Online-Fragebogens mit zusätzlichen offenen und geschlossenen Probing-Fragen (s. Pretestbericht Anhang 5.1: „Fragebogen mit kognitiven Nachfragen - Web Probing 1“)
Kognitive Interviews:
Die kognitiven Interviews wurden per Videotelefonie durchgeführt und per Audioaufnahme aufgezeichnet. Die zu testenden Fragen wurden den Testpersonen mit Hilfe von Screensharing gezeigt (s. Pretestbericht Anhang 5.2: „Fragebogen mit kognitiven Nachfragen – Kognitive Interviews“). Sie wurden gebeten, den Interviewer*innen zunächst mitzuteilen, wie sie die jeweiligen Fragen beantworten würden. Im Anschluss stellten die Interviewer*innen eine Reihe von kognitiven Nachfragen, entweder direkt nach den einzelnen Fragen (Concurrent Probing) oder nach der Beantwortung von zwei zusammenhängenden Fragen (Retrospective Probing).
Web Probing 2:
Einsatz eines Online-Fragebogens mit zusätzlichen offenen und geschlossenen Probing-Fragen (s. Pretestbericht Anhang 5.3 „Fragebogen mit kognitiven Nachfragen – Web Probing 2“)
Testpersonenhonorar:
Web Probing 1 & 2: Incentivierung gemäß den Richtlinien des Panel-Anbieters
Kognitive Interviews: 50 Euro
Projektbeschreibung:
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt „Strive-Up – Sozialer Aufstieg oder Statuserhalt? Statusstreben und Bildungsentscheidungen nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund“ (Projektteam: Prof. Dr. Birgit Becker, Dr. Thomas Zimmermann, Dr. Robert Vief, Goethe-Universität Frankfurt am Main) untersucht, welche Vorstellungen Eltern von 6-10-jährigen Kindern zum zukünftigen sozialen Status ihres Kindes haben (Wunsch nach Statuserhalt vs. Wunsch nach Aufwärtsmobilität). Es wird analysiert, inwiefern sich der Wunsch nach Statuserhalt vs. Wunsch nach Aufwärtsmobilität nach sozioökonomischen Status (SES) und Migrationshintergrund unterscheidet und welche Rolle dieses Statusstreben für die Bildungsaspirationen der Eltern und die in den Familien getroffenen Bildungsentscheidungen hat.
Webseite:
https://idea-frankfurt.eu/projekte/striveup/
Auftraggeber:
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Prof. Dr. Birgit Becker