Multi-Item-Skala:
Itemtext:
Verschiedene Antwortformate getestet:
Befund zum Item:
Aus welchen Gründen beurteilen die Testpersonen die vermutete Zufriedenheit anderer Eltern mit den beiden Berufen (Frage 20) anders als ihre eigene Zufriedenheit (Frage 21)?
Item 1: Arzt/Ärztin
Bei insgesamt acht der 24 Testpersonen zeigten sich geringfügige Unterschiede (ein bis zwei Skalenpunkte) in den Antworten zur Zufriedenheit mit dem Beruf Arzt/Ärztin zwischen Frage 20 und Frage 21. In den meisten dieser Fälle betrug die Abweichung einen Skalenpunkt, in zwei Fällen lag sie bei zwei Skalenpunkten.
Diejenigen Testpersonen, die ihre eigene Zufriedenheit mit dem Beruf geringer einschätzten als die vermutete Zufriedenheit anderer Eltern (n = 5), begründeten diesen Unterschied damit, dass sie die negativen Aspekte des Arztberufs, wie etwa die lange Ausbildungszeit, die hohe Arbeitsbelastung oder die anspruchsvollen beruflichen Anforderungen, stärker berücksichtigten. Andere Eltern würden diese Aspekte ihrer Einschätzung zufolge eher ausblenden und sich vor allem auf die positiven Seiten des Berufs konzentrieren.
- „Ich persönlich denke schon, dass Arzt ein sehr guter Beruf ist, aber er ist natürlich auch mit viel Stress verbunden und mit vielen Arbeitsstunden. Deswegen würde ich jetzt nicht sagen, dass das der perfekte Beruf mit einer 10 ist.“ (TP14; Antwort Frage 20: 10, Frage 21: 9)
- „Weil ich den Arztberuf ein bisschen anders sehe. Gerade den langen Ausbildungsweg. Dass dann auch später die Tätigkeit, wenn man jetzt im Krankenhaus eingesetzt ist, beispielsweise sehr anstrengend, sehr fordernd ist. Also es ist auch einfach ein sehr harter Beruf. Und auch teilweise gar nicht mehr vom Verdienst her so gut bezahlt. Also diesen hohen Status, den der Beruf in der Gesellschaft genießt, den sehe ich gar nicht so hoch.“ (TP21; Antwort Frage 20: 10, Frage 21: 8)
Testpersonen, die ihre eigene Zufriedenheit mit dem Beruf hingegen höher einschätzten als die vermutete Zufriedenheit anderer Eltern (n = 3), erklärten dies damit, dass es für manche Eltern Berufe gebe, die als noch erstrebenswerter wahrgenommen würden als der Arztberuf. In diesen Fällen wurde angenommen, dass andere Eltern für den Beruf Arzt/Ärztin von anderen Eltern nicht die höchsten Zufriedenheitswerte vergeben würden.
- „Es gibt ja immer noch bessere Stellen, höhere Berufe. Deswegen. Manche Eltern sind ja nicht einmal damit zufrieden, wenn das Kind ein niedergelassener Arzt ist. Es muss schon Professor oder Oberarzt sein.“ (TP10; Antwort Frage 20: 9, Frage 21: 10)
- „Vielleicht wollen andere Eltern ja etwas anderes für ihr Kind.“ (TP20; Antwort Frage 20: 9, Frage 21: 10)