Multi-Item-Skala:

Itemtext:

dass Ihr Kind in seiner Berufs- oder Handwerksgemeinschaft ein respektiertes Mitglied ist?

Verschiedene Antwortformate getestet:

Nein

Befund zum Item:

In den kognitiven Interviews zeigte sich, dass der Begriff „Berufs- oder Handwerksgemeinschaft“ unterschiedlich interpretiert wurde. Knapp die Hälfte der Testpersonen (n = 10) verstand darunter primär die direkten Arbeitskolleginnen und -kollegen, während ein Fünftel der Befragten (n = 5) damit allgemein Personen meinte, die denselben Beruf ausüben, jedoch nicht zwingend im selben Betrieb tätig sind.

  • „Ja, also ich habe jetzt an das kollegiale Umfeld, also an die Mitarbeiter an sich gedacht beziehungsweise an die Belegschaft, wo man dann arbeitet. Wie das untereinander ist oder wie man da angesehen ist.“ (TP03)
  • „Die Kollegen, mit denen sie zusammenarbeitet. Oder Personen, die in der gleichen Berufsgemeinschaft arbeiten, also auch denselben Beruf ausüben.“ (TP13)

Ein Viertel der Befragten (n = 6) interpretierte den Begriff als organisierten Berufsverband oder Innung.

  • „Also schon, dass das so ein bisschen in die Vernetzung geht. Also Handwerksgemeinschaft, oder man könnte da auch an Gewerkschaften denken.“ (TP16)
  • „Ich denke jetzt an diese berufsspezifischen Berufs- oder Handwerksgemeinschaften. Sowas wie eine Innung.“ (TP21)

Einzelne Befragte bezogen sich auf die Firma insgesamt (n = 3), auf Vorgesetzte oder auf ähnliche betriebliche Kontexte (n = 2).

  • „Die Firma, habe ich jetzt gedacht. Der Arbeitgeber.“ (TP18)
  • „Ja, dass sie da in Ihrem erlernten Beruf von den Obersten wertgeschätzt wird und respektiert wird.“ (TP19)

Auch der Ausdruck „respektiertes Mitglied“ wurde von den Testpersonen unterschiedlich interpretiert. Knapp die Hälfte der Testpersonen (n = 13) verstand darunter vor allem eine wertschätzende Kommunikation im Arbeitsumfeld, während einige andere (n = 11) die Anerkennung fachlicher Fähigkeiten in den Vordergrund stellten.

  • „Dass man ihr Wissen und ihre Einschätzung schätzt und vor allem auch ihr Können schätzt.“ (TP01)
  • „Dass die Meinung was wert ist, dass man Mitspracherecht hat.“ (TP14)

Vereinzelt (n = 2) wurden darüber hinaus Aspekte wie Aufstiegsmöglichkeiten oder lobende Erwähnungen genannt.

„Ja, dass das, was sie im Beruf ausübt, dass das wertgeschätzt wird und dementsprechend gelobt wird. Dass sie dementsprechend auch verdient. Dementsprechend auch befördert wird. Fortbildung und Weiterbildung angeboten werden. Das Hocharbeiten ermöglicht wird.“ (TP13)

Empfehlungen:

siehe Fazit und Empfehlung Kognitive Interviews