Pretest-Datenbank

Projektname: Nationales Krebshilfe-Monitoring zur Solariennutzung

  1. Fragetext: Ich denke zu viel an das Bräunen im Solarium
  2. Antwortkategorien:

    Ja

    Nein


    1. Empfehlungen: Frage:
      Da die Frage zur Messung einer Bräunungssucht im Solarium beitragen soll, empfehlen wir, die Frage anzupassen:
      Wenn ich mich nicht in einem Solarium bräune, denke ich ständig daran, mich wieder zu bräunen.

      Antwortformat:
      Wir empfehlen, eine differenziertere Skala zu verwenden, die stärker variierende Antworten ermöglicht. Unser Vorschlag:
      Wie stark trifft die folgende Aussage auf Sie zu:
      Wenn ich mich nicht in einem Solarium bräune, denke ich ständig daran, mich wieder zu bräunen.
      „trifft nicht zu/ trifft eher nicht zu/ trifft eher zu/ trifft voll und ganz zu“
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Specific Probing, Comprehension Probing
  2. Befund zur Frage: Auch diese Frage erhielten nur die zehn Testpersonen, die schon einmal ein Solarium genutzt hatten. Alle zehn Testpersonen beantworten Frage 5 mit „Nein“, geben also an, nicht zu viel an das Bräunen im Solarium zu denken.
    Die Testpersonen wurden gebeten zu erklären, was sie unter „Bräunen im Solarium“ und unter dem Ausdruck „zu viel“ in dieser Frage verstehen.
    „Bräunen im Solarium“ bedeutet dabei für alle zehn Testpersonen, dass man sich auf eine Sonnenbank legt mit der Absicht, einen dunkleren, gebräunten Hautton zu erhalten:
    • „Sich [in das Gerät] reinlegen und erwarten, dass ich danach schön braun bin.“ (TP 03)
    • „Dass ich ins Solarium gehe, mit diesen Gerätschaften, und dort braun werde.“ (TP 06)
    • „Dass man einfach einen gesunden Hautton kriegt. Nicht so blass ist.“ (TP 02)
    Der Ausdruck „zu viel“ wird von den Testpersonen dahingegen unterschiedlich ausgelegt. Testperson 07 hält „zu viel“ für „mehr als das, was man für sinnvoll hält, nach eigenen Maßstäben“ (TP 07). Vier Testpersonen (TP 01, 02, 09, 10) definieren „zu viel“ als eine häufig auftretende Regelmäßigkeit: „Zu viel nachdenken wäre, wenn ich jeden Tag daran denken würde, das wäre zu viel oder regelmäßig.“(TP 09) Für die anderen fünf Testpersonen ist „zu viel“ verbunden mit einem Suchtverhalten. Die Testpersonen beschreiben dabei einerseits ein generelles Verlangen nach dem Gehen ins Solarium (TP 03), dass man sich „auf nichts anderes mehr konzentrieren kann“ (TP 13). Andererseits beziehen sie die Sucht auf das spezifische Verlangen nach einer gebräunten Haut, „wenn ich morgens aufwache und mir denke, „ich muss wieder ins Solarium, ich bin so blass“ (TP 04) oder „wenn sie blasse Haut bekommen und dann gleich Panik schieben“ (TP 06).
    Ferner wurden die Testpersonen gefragt, ob für sie ein Unterschied zwischen den Formulierungen „Bräunen im Solarium“ und „Zeit im Solarium“ bestünde. Vier Testpersonen (TP 01, 03, 05, 07) verneinen dies und geben an, dass es keinen Unterschied zwischen den beiden Formulierungen gäbe. Die anderen sechs Testpersonen (TP 02, 04, 06, 09, 10, 13) sagen, dass sich die Formulierungen unterscheiden. Testperson 02 argumentiert, dass sich „Bräunen“ mehr auf die Haut beziehen würde, während „Zeit“ eher auf das Solarium bezogen wäre. Die verbrachte Zeit könnte je nach Stärkegrad der Sonnenbank variieren bei gleichbleibendem Bräunungseffekt. Die übrigen fünf Testpersonen empfinden den Unterschied darin, dass „Bräunen im Solarium“ das Zeit verbringen zum Bräunen im Solarium impliziert. Hier würde sich die Formulierung auf die Zeit unter der Sonnenbank beziehen. Die Formulierung „Zeit im Solarium“ hingegen bezieht sich für die Testpersonen auf ein Gehen ins Solarium, um dort „an der Theke zu stehen und was zu erzählen“ (TP 10), „mit Freunden da hinzugehen“ (TP 06), also um in der Räumlichkeit Solarium „Zeit zu verbringen“ (TP 13).
  1. Thema der Frage: Gesundheit
  2. Konstrukt: Bräunungssucht