1. Wie interpretieren die Testpersonen die Frage?
Alle zehn Testpersonen beantworteten die Frage mit „Nein“. Hiervon interpretierten sechs Testpersonen die Frage wie intendiert, d. h. dahingehend, ob ihnen jemals von medizinischem Fachpersonal mitgeteilt worden sei, dass sie aufgrund einer Krankheit Schlafprobleme hätten:
Drei Testpersonen (TP 01, 02, 10) hätten die Frage aufgrund ihrer (vorherigen) Angaben eigentlich bejahen müssen, zumindest wenn man ihre geschilderten Probleme als „Krankheit“ interpretiert. Alle drei Personen berichteten von Problemen mit ihrer Nase oder ihren Atemwegen, welche Auswirkungen auf ihren Schlaf hätten:
Darüber hinaus missverstand Testperson 06 die Frage dahingehend, ob ihr ein medizinisches Fachpersonal jemals mitgeteilt hätte, dass sie Schlafprobleme habe, d. h., ob es während des Schlafens diagnostiziert wurde: „[Bei der Frage geht es darum], ob mir ein ärztliches Personal gesagt hat, dass mein Schlaf nicht normal wäre. Aber da ich jetzt, glaube ich, 30 Jahre nicht mehr im Krankenhaus war, kam das nicht vor. […] Ärzte und Krankenschwestern [wären] ja die Einzigen, die mich mal nachts hören könnten theoretisch.“
2. Was verstehen sie unter „medizinischem Fachpersonal“?
Die Testpersonen assoziierten mit diesem Begriff hauptsächlich (Haus-)Ärzte (n = 9), Fachärzte/Ärzte im Schlaflabor (n = 5), Krankenschwestern oder -pfleger (n = 3) und Arzthelfer/-innen (n = 1). Keine der Testpersonen gab an, dass der Begriff unverständlich oder kompliziert sei.