Frage: Wir empfehlen, die Frage umzuformulieren, um den Begriff „erfolgreich altern“ zu vermeiden. Mögliche Formulierungen wären zum Beispiel:
Alternativ könnte die Frage auch um eine Definition von „erfolgreich altern“ ergänzt werden, wie z. B.:
„Unter erfolgreich altern verstehen wir, dass man trotz sich verändernder Bedingungen aktiv und zufrieden altern und nicht durch Gebrechen oder Krankheiten dabei eingeschränkt wird.“
Antwortoptionen: Falls der Fragetext wie oben vorgeschlagen modifiziert wird, müssten die Endpunkte der Skala in „Überhaupt nicht zufrieden“ und „Sehr zufrieden“ geändert werden.
1. Was verstehen Sie unter „erfolgreich altern“?
Mit Ausnahme von Testperson 07 konnten alle Personen die Frage beantworten und gaben an, mittelmäßig bis sehr erfolgreich zu altern (Spanne der Antworten: Skalenpunkte 5 bis 10). Testperson 07 erklärte, dass sie die Frage nicht beantworten könne, da ihr nicht klar sei, was der Begriff „erfolgreich altern“ bedeute: „Wie erfolgreich ich altere? Oh je, was verstehen Sie darunter? Diese beiden Wörter habe ich im Zusammenhang noch nie gehört. Den Zusammenhang zwischen altern und erfolgreich verstehe ich nicht. […] Also, mit der Frage kann ich überhaupt nichts anfangen.“ (TP 07).
Von den neun Testpersonen, die sich auf der Antwortskala verorteten, ignorierte eine (TP 05) den Begriff „erfolgreich“ und beantwortete die Frage nur dahingehend, ob bzw. wie sehr sie altere (Antwort: 6): „Bei einer Freundin von mir sehe ich auch, dass sie jetzt – also die letzten zwei Jahre – altert. Es ist aufgrund der Bewegung, es geht nicht mehr so, wie es vorher ging.“ Eine Person, die nicht (erfolgreich) altere, beschrieb die Testperson entsprechend als jemanden, „der immer jung bleibt oder immer jung aussieht“.
Die restlichen acht Testpersonen assoziierten mit dem Begriff „erfolgreich altern“ vor allem, körperlich gesund zu sein bzw. zu bleiben. Zusätzlich assoziierten einige Testpersonen damit auch die mentale Gesundheit (TP 01, 02, 03, 08), die Zufriedenheit mit dem Altern (TP 02, 04, 08) oder die soziale Teilhabe im Alter (TP 01, 02):
2. Denken die Testpersonen an das Altern allgemein oder vor allem an ein hohes Alter, das mit einer Verschlechterung der körpelichen und geistigen Verfassung einhergeht?
Keine der Testpersonen dachte beim Beantworten der Frage ausschließlich an das hohe Alter. Stattdessen fokussierten sie sich hauptsächlich auf ihren jetzigen (Gesundheits-) Zustand und ihr aktuelles Alter und beantworteten die Frage für den Alterungsprozess im Allgemeinen:
3. Ist das Vorlegen der Karte hilfreich oder wird sie eher nicht benötigt?
Mit Ausnahme von zwei Testpersonen (TP 01, 02), gaben alle Personen an, dass das Vorlegen der Karte die Beantwortung der Frage erleichtere: