Wie aus der Übersicht hervorgeht, haben 15 von 20 Testpersonen bereits Medikamente im Internet bestellt. Die Frage 1 dient als Filterfrage. Da der Fokus der Studie – für die dieser Pretest durchgeführt wurde – auf den Online-Bestellern von Medikamenten liegt, werden die Fragen 2 bis 10 nur den 15 Testpersonen (TP 02, 03, 04, 05, 06, 07, 09, 10, 11, 12, 13, 16, 18, 19, 20) gestellt, die diese Frage bejahten, die Fragen 11 und 12, die analog zu den Fragen 2 und 3 formuliert sind, werden nur den fünf Testpersonen gestellt (TP 01, 08, 14, 15, 17), die ihre Medikamente in der Apotheke kaufen. Die Fragen 13 und 14 werden dann wieder von allen 20 Testpersonen beantwortet.
Zunächst wurden alle 20 Testpersonen gebeten, die Medikamente zu nennen, an die sie beim Beantworten gedacht haben. Sieben Testpersonen (TP 01, 02, 03, 08, 09, 10, 13) denken an Medikamente des täglichen Gebrauchs bzw. Arzneimittel, die Teil des Haushaltsbestandes sind:
Einzelne Testpersonen benennen zudem Produkte, die über die typischen Vorsorgemedikamente der Reiseapotheke hinausgehen:
Ferner geht aus den Antworten anderer TPs hervor, dass sowohl verschreibungspflichtige als auch rezeptfreie Medikamente im Internet bestellt werden. Unterdessen einige TPs angeben nur an rezeptfreie Medikamente gedacht zu haben „Zusammen mit Vater, normale für Krankheiten, Halsschmerzen also ACC, ganz normale Medikamente also ohne Rezept“ (TP 12, online bestellt), geben andere TPs an auch verschreibungspflichtige Medikamente mit der Frage in Verbindung zu bringen: „Aber ich kaufe auch die, die man vom Arzt verschrieben kriegt. Also Rezept einlösen, mache ich auch.“ (TP 02, online bestellt)
Die Nachfrage, ob auch an Nahrungsergänzungsmittel gedacht wurde, verneinen fast alle Testpersonen. Lediglich TP 06 und TP 17 geben an, Nahrungsergänzungsmittel assoziiert zu haben. Allerdings bemerkt TP 06, dass Nahrungsergänzungsmittel keine Medikamente sind. Ihre gedankliche Verbindung resultiert demnach aus bisher getätigten Bestellungen. TP 17 hingegen ordnet Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich als Medikament ein und begründet wie folgt: „Sind einfach so zur Unterstützung etwa der Immunsysteme, Stoffwechsel. Bekämpfen Keime, Bakterien. Die unterstützen den Körper, haben natürlich auch Nebenwirkungen.“
Explizit danach gefragt, was die Testpersonen unter dem Begriff „Medikamente“ und im Anschluss daran, was sie unter dem Begriff „Arzneimittel“ verstehen, kann zusammenfassend gesagt werden, dass sie keinen Unterschied zwischen den beiden Begriffen machen und diese synonym verwenden. Unter Medikament bzw. Arzneimittel wird meist ein (Wirk-)Stoff verstanden, der zur Heilung oder Linderung von Beschwerden und Krankheiten eingenommen wird.
Darüber hinaus verweisen einige Testpersonen darauf, dass Medikamente sowohl verschreibungspflichtig als auch rezeptfrei zu erhalten sind.
Erweiternd bemerken TP 10 und TP 19, dass Medikamente vom Arzt verordnet werden: „Sind Dinge, die ich vom Arzt verschrieben bekomme für bspw. Bluthochdruck, Blutverdünner. Dann natürlich Schmerzmittel für meine Gelenkerkrankungen.“ (TP 10) Wieder andere Testpersonen definieren Arzneimittel als apothekenpflichtige Präparate bzw. als Produkte, die in der Apotheke erhältlich sind.
Zusammenfassend kann geschlussfolgert werden, dass Medikamente als Mittel zur Bekämpfung von Krankheiten definiert werden, welche bestimmten Zulassungskriterien unterliegen und teilweise nur auf Rezept erhältlich sind.