Pretest-Datenbank

Projektname: ILLICID – Illegaler Handel mit Kulturgut in Deutschland 2016

  1. Fragetext: Über welche Wege bieten Sie Ihre Objekte an?
  2. Instruktionen: Bei dieser Frage sind Mehrfachnennungen möglich.
  3. Antwortkategorien:

    Verkauf mit öffentlich zugänglichen Verkaufsräumen (z.B. Galerie)

    Verkauf ohne öffentlich zugängliche Verkaufsräume

    Über das Internet

    Messen

    „Klingelverkauf“

    Öffentliche Auktion vor Ort

    Private Auktion mit geladenen Kunden

    Kataloge

    Über andere Wege:__________


    1. Empfehlungen: Frage: Belassen.
      Grundsätzlich würden wir empfehlen die Ausfüllanweisung „Bei dieser Frage sind Mehrfachnennungen möglich.“ durch „Bitte alles Zutreffende angeben.“ zu ersetzen.

      Antwortoptionen: Wir empfehlen die Antwortkategorie „Klingelverkauf“ um den Zusatz „/Haustürverkauf“ zu erweitern („Klingelverkauf/Haustürverkauf“).
      Darüber hinaus könnte eine zusätzlich Antwortkategorie „Direktes Ansprechen potenzieller Kunden“ aufgeführt werden.
      Des Weiteren empfehlen wir die erste Antwortkategorie um zwei weitere Beispiele zu erweitern, um den Fokus nicht nur auf Galerien zu lenken.
  1. Sonstiges: In der eigentlichen Befragung handelt es sich bei dieser Frage um eine Filterfrage; die anschließende Frage 11 bekommen nur Personen gestellt, die bei dieser Frage angegeben haben, dass Sie Objekte über das Internet anbieten.
  2. Eingesetzte kognitive Technik/en: Comprehension Probing, Specific Probing, General Probing
  3. Befund zur Frage: Durch die kognitiven Interviews sollte herausgefunden werden, ob Antwortkategorien fehlen, die in der eigentlichen Befragung zusätzlich aufgenommen werden sollten und was unter dem Begriff „Klingelverkauf“ verstanden wird.

    Fünf Testpersonen geben an, dass ihnen der Begriff „Klingelverkauf“ in diesem Kontext ungeläufig ist und sie es für sehr unwahrscheinlich halten, dass Antiken tatsächlich über diesen Weg veräußert werden:
    • „Klingelverkauf klingt so als ob jemand bei dem Händler an der Tür klingelt und Antiken anbietet. Das habe ich in diesem Zusammenhang aber noch nicht gehört, das macht ja kein Kunsthändler.“
    • „Haustürverkauf, aber da denke ich eher an Waschmaschinen oder Staubsaugervertreter, im Kunsthandel ist mir dieses Vorgehen nicht bekannt. Das käme mir auch unseriös vor.“
    Nichtsdestotrotz könne der Begriff in den Antwortoptionen beibehalten werden, da es für dieses Vorgehen keine besser geeignete Formulierung gebe. Eine Testperson schlägt vor, die Antwortkategorie um den Zusatz „/Haustürverkauf“ zu erweitern.

    Auf die Nachfrage, ob es noch andere Wege oder Kanäle gebe, über welche Händler ihre Objekte anbieten, wird noch das „direkte Ansprechen von potenziellen Käufern“ genannt.
  1. Thema der Frage: Kultur, Religion, Bildung
  2. Konstrukt: Wege des Verkaufs