Pretest-Datenbank

Projektname: ILLICID – Illegaler Handel mit Kulturgut in Deutschland 2016

  1. Einleitungstext: In den folgenden Fragen geht es ausschließlich um unser Schwerpunktthema „Antiken aus dem östlichen Mittelmeerraum “. Bitte beantworten Sie die folgenden Fragen also nur in Bezug auf Objekte, die aus dem östlichen Mittelmeerraum und den angrenzenden Gebieten stammen.
  2. Fragetext: Von wem haben Sie seit Anfang 2014 Objekte, die ursprünglich aus diesen Gebieten stammen, erhalten?
  3. Instruktionen: Bei dieser Frage sind Mehrfachnennungen möglich.
  4. Antwortkategorien:

    Von inländischen Händlern

    Von ausländischen Händlern

    Von inländischen Auktionshäusern

    Von ausländischen Auktionshäusern

    Von inländischen Schatzsuchern

    Von ausländischen Schatzsuchern

    Von inländischen Privatpersonen (z.B. private Sammler)

    Von ausländischen Privatpersonen (z.B. private Sammler)

    Von öffentlichen Sammlungen (Museen, Universitätssammlungen etc.)

    Von sonstigen Bezugsquellen:___________

    Ich habe seit 2014 keine solchen Objekte erhalten


    1. Empfehlungen: Frage: Belassen
      Grundsätzlich würden wir empfehlen die Ausfüllanweisung „Bei dieser Frage sind Mehrfachnennungen möglich.“ durch „Bitte alles Zutreffende angeben.“ zu ersetzen.

      Antwortoptionen: Da die Antwortkategorien eine halboffene Kategorie zur Angabe weiterer Bezugsquellen enthält und die Liste der Antwortkategorien bereits recht lang ist, empfehlen wir die Antwortoptionen zu belassen und keine weitere(n) Antwortkategorie(n) explizit aufzuführen.
      Darüber hinaus wäre es möglich die Liste der Antwortmöglichkeiten zu verringern, in dem man zunächst die Quellen abfragt und in einer anschließenden Frage, ob es sich dabei um inländische und/oder ausländische Quellen handelt.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Comprehension Probing, Specific Probing, General Probing
  2. Befund zur Frage: Ziel des Pretests war es, herauszufinden, was unter dem Begriff „Schatzsucher“ verstanden wird und ob dieser negativ belastet ist, ob die Liste der Antwortkategorien vollständig ist und ob die Begriffe „Schatzsucher“ und „Privatpersonen“ trennscharf sind.

    Zwei Testpersonen geben an, dass der Begriff „Schatzsucher“ ein verharmlosender, romantisierender Begriff für Plünderer oder Grabräuber sei, die Antiken illegal beschaffen, ohne dabei Denkmalpflege zu betreiben. Vor dem Hintergrund dessen, dass es sich hier um eine „heikle“ Frage handelt, bei der Befragte möglicherweise keine ehrliche Antwort geben, erscheint die Verwendung des verharmlosenden Begriffs „Schatzsucher“ ihren Zweck zu erfüllen, d.h. die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Befragte angeben, Antiken von Privatpersonen, die keine Sammler sind, erhalten zu haben.

    Auf die Nachfrage, ob es noch andere Bezugsquellen außer den hier genannten gebe, von denen Händler Antiken erhalten, werden die folgenden zusätzlichen Quellen genannt: Museumsdirektoren a.D. (inländisch und ausländisch), Restauratoren, Stiftungen, Laboratorien (z.B. für Archäometrie).

    Darüber hinaus wurde untersucht, was die Testpersonen unter den Antwortkategorien „inländische“ und „ausländische Privatpersonen (z.B. private Sammler)“ verstehen. Neben privaten Sammlern zählen die Testpersonen noch Touristen, die beispielweise auf Reisen im Orient Antiken kaufen und Personen, die sich hobbymäßig kunsthistorisch und archäologisch mit Antiken auseinandersetzen, zu dieser Gruppe.
  1. Thema der Frage: Kultur, Religion, Bildung
  2. Konstrukt: Bezugsquellen von Objekten