Pretest-Datenbank

Projektname: Erwerbstätigenbefragung 2011/2012

  1. Fragetext: Arbeiten Sie zurzeit in Ihrem Wunschberuf, oder würden Sie lieber in einem anderen Beruf arbeiten?
  2. Antwortkategorien:

    Wunschberuf

    Lieber anderer Beruf

    Weiß nicht


    1. Empfehlungen: Belassen.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Specific Probing.
  2. Befund zur Frage: Acht Testpersonen geben an, in ihrem Wunschberuf zu arbeiten. Vier Testpersonen würden lieber in einem anderen Beruf arbeiten. TP 05 fügt hinzu, dass sie nicht anderes könne, TP 15 erläutert, dass sie früher gerne Krankenschwester oder Polizistin geworden wäre, heute jedoch ihren Beruf als Winzerin sehr schätzt und nicht mehr tauschen würde.

    Zwei Testpersonen geben an, nicht zu wissen, ob sie in ihrem Wunschberuf arbeiteten. TP 13 meint hierzu, dass sie nie wirklich einen Wunschberuf hatte und TP 14 erklärt, dass er gerne kreativ arbeite und deshalb gerne Künstler/Maler oder Buchautor geworden wäre. Allerdings arbeite er auch heute kreativ und mache seinen Job sehr gerne, deshalb seine Antwort: „Jein“.

    TP 11 ordnet sich keiner der vorgegebenen Kategorien zu und erklärt dies so: „Ich gehe halt davon aus, das was ich mache, mache ich so gut wie möglich. Ich habe keinen Wunschberuf. Ich bin dazu gekommen, wie die Jungfrau zum Kind. Zu meiner Zeit ist der Berufsberater in die Schule gekommen und hat gesagt, wo man sich zu melden hat. Ich mache den Beruf, weil ich ihn mache.“

    Auf die Frage nach der Beschaffenheit des Wunschberufes hin stellen sieben Testpersonen den Spaß an der Arbeit an vorderste Stelle. Neben „es muss Spaß machen“, wurden auch Beschreibungen wie „es muss Freude machen“, „eine Tätigkeit, die man gerne ausführt“ oder „sein Hobby zum Beruf machen“ oder Begriffe wie „spannend“, „abwechslungsreich“, „interessant“, „ausfüllend“ und „befreidigend“ verwendet. TP 02 nimmt Bezug auf ihre derzeitige Tätigkeit und erklärt, dass sie sich weder einen schöneren Beruf noch ein besseres Studium vorstellen könne. TP 05 sieht als Kriterium für einen Wunschberuf lediglich, „dass ich ihn freiwillig tun möchte“ an. TP 11 stellt besonders auf die sinnstiftende Funktion eines Berufes ab. Sie möchte gerne unabhängig und mit viel Eigenverantwortung arbeiten: „Ich wollte immer raus in die Welt. Irgendwas tun, was für die Menschheit Sinn machen würde“. Als Beispiel nennt sie Entwicklungshilfe. TP 12 steckt als Eckpfeiler ihres Wunschberufes Kontakt zu Leuten, nette Kollegen, geregelte Arbeitszeiten und ein entsprechendes Einkommen.

    Weitere Beispiele:
    • „Das hat auch was mit dem Alter zu tun. Mein Wunschberuf war vor 30 Jahren anders wie heute. Er muss altersentsprechend sein und dass ich meinem Alter entsprechend die Arbeiten alle machen kann. Und die Verantwortung übernehmen kann für das, was ich tue.“ (TP 03)
    • „Für mich war Logistik schon immer Faszination pur. Und das war auch das, was ich vom Beruf her lange gemacht habe.“ (TP 04)
    • „Er [der Wunschberuf] muss sich schon mal sehr früh manifestieren und es muss was sein, das aus dem tiefsten Innern kommt. Aus innerer Überzeugung und man sich sicher ist, dass es genau das ist.“ (TP 13)
    • „Als junges Mädchen hat man viele Wunschberufe, aber die können sich ja nicht alle verwirklichen.“ (TP 15)
  1. Thema der Frage: Arbeit & Beruf
  2. Konstrukt: Wunsch nach Berufswechsel