Pretest-Datenbank

Projektname: wb-Personalmonitor 2014 – Stufe 2

  1. Fragetext: Bitte geben Sie Ihr monatliches Haushalts-Nettoeinkommen an.
  2. Instruktionen: Das Haushalts-Nettoeinkommen errechnet sich aus allen Einnahmen des Haushalts (Haushalts- Bruttoeinkommen) abzüglich Steuern und Beiträgen zur Sozialversicherung.
  3. Antwortkategorien:

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    1. Empfehlungen: Frage:
      Um zu verdeutlichen, aus welchen Elementen sich das Haushalts-Nettoeinkommen zusammensetzt, sollte die Frage um eine ausführlichere Definition des Haushalts- Nettoeinkommens ergänzt werden. Hier eignet sich zum Beispiel die Formulierung aus den „Demographischen Standards“ von ADM, ASI und Statistischem Bundesamt:

      „Wie hoch ist das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen Ihres Haushalts insgesamt?
      Unter durchschnittlichem monatlichem Nettoeinkommen Ihres Haushalts ist die Summe zu verstehen, die sich aus Lohn, Gehalt, Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, Rente oder Pension ergibt. Rechnen Sie bitte auch die Einkünfte aus öffentlichen Beihilfen, Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Vermögen, Wohngeld, Kindergeld und sonstige Einkünfte hinzu und ziehen Sie dann Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ab.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Confidence Rating
  2. Befund zur Frage: Alle Testpersonen geben bei der Frage einen Wert an.

    Die Aussagen von insgesamt fünf Testpersonen weisen allerdings auf Schwierigkeiten bei der Beantwortung der Frage hin:
    • „Auf der Gehaltsabrechnung steht was? Brutto oder Netto?“ (TP 01)
    • „Ach so, alle Einnahmen des Haushalts. Ich habe nur mich einbezogen.“ (TP 02 verändert daraufhin ihre Angabe)
    • „Da ich geschieden bin, bekomme ich von meinem Ex-Mann noch Unterhalt für die Kinder. Das käme dann noch dazu. Aber das ist mir unklar, ob das zu einem Haushalts- Nettoeinkommen dazugehört oder nicht.“ (TP 07)
    • „Ich habe jetzt nur mein Gehalt genommen. Ich habe noch ein paar Aktien und ein bisschen Festgeld. Das müsste man eigentlich dazurechnen? Dann ist es ein bisschen mehr.“ (TP 08)
    • „Ach so, Haushaltseinkommen. Da müsste ich ja auch noch meine Frau mit einbeziehen.“ (TP 18 verändert daraufhin ihre Angabe)
    Bei der Frage, wie sicher oder unsicher sich die Testpersonen bei der Angabe ihres Haushalts- Nettoeinkommens waren, geben drei Testpersonen an, eher unsicher (TP 06, 07) bzw. sehr unsicher (TP 20) zu sein. Gründe dafür sind monatliche Schwankungen im Einkommen, weswegen hier kein pauschaler Wert angegeben werden könne (TP 06, 07), sowie die Unsicherheit, warum hier Einkünfte aus anderen Bereichen als der Weiterbildung abgefragt werden (TP 20): „Also 850 Euro aus der Weiterbildungstätigkeit. So verstehe ich das jetzt mal. Das ist natürlich nicht mein einziges Standbein. Wenn da stünde ‚…aus dem Standbein Weiterbildung‘, dann beziehe ich da 850 Euro. So verstehe ich das jetzt einfach mal. Meine Einkünfte lassen sich ja schwer quantifizieren, Einkünfte aus Mieteinnahmen, abzüglich Steuern usw.
  1. Thema der Frage: Arbeit & Beruf
  2. Konstrukt: Monatliches Haushaltseinkommen