Pretest-Datenbank

Projektname: wb-Personalmonitor 2014 – Stufe 2

  1. Allgemeine Informationen: Wenn Befragte/r im Bereich Beratung, Lehre oder Betreuung tätig
  2. Fragetext: Mit welchen Ziel- und Adressatengruppen arbeiten Sie in der Weiterbildung vorrangig zusammen?
  3. Instruktionen: Bitte alles Zutreffende angeben.
  4. Antwortkategorien:

    Geringqualifizierte Beschäftigte

    Geringqualifizierte Arbeitslose

    Beschäftigte Fachkräfte

    Arbeitslose Fachkräfte

    Beschäftigte Akademiker/innen

    Arbeitslose Akademiker/innen

    Führungskräfte

    Existenzgründer

    Berufsrückkehrer

    Ältere Menschen (50+)

    Jüngere Menschen (bis 34)

    Frauen

    Ehrenamtliche

    Menschen mit Behinderung

    Alleinerziehende

    Analphabeten

    Ehemalige Soldaten

    Migranten/Migrantinnen

    Sonstiges


    1. Empfehlungen: Frage:
      Wir empfehlen, in der Frage darauf hinzuweisen, dass nur diejenigen Zielgruppen angegeben werden sollen, an die sich das Weiterbildungsangebot explizit richtet. Außerdem sollte das Wort „vorrangig“ durch Unterstreichen optisch hervorgehoben werden:

      „Mit welchen Ziel- und Adressatengruppen arbeiten Sie in der Weiterbildung vorrangig zusammen? Bitte geben Sie hier nur die Gruppen an, an die sich Ihr Angebot in erster Linie richtet und nicht alle Gruppen von Personen, die daran teilnehmen.

      Instruktion:
      Da die Ausfüllanweisung („Bitte alles Zutreffende angeben“) dem empfohlenen Fragetext widerspricht („…nicht alle Gruppen von Personen…“), sollte diese umformuliert werden, z.B.: „Mehrfachnennungen möglich.“

      Antwortkategorien:
      Die Kategorie „Studenten“ sollte noch zusätzlich aufgeführt werden.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Specific Probing
  2. Befund zur Frage: Unter der Kategorie „Sonstiges“ machen die Testpersonen folgende Angaben: „Speditionskaufleute“ (TP 02), „Studenten“ (TP 03), „Kinder“ (TP 07), „Ohne Abschluss“ (TP 08), „Männer“ (TP 10), „Rehabilitanten“ (TP 13), und „Arbeitssuchende“ (TP 20).

    Die Antworten der Testpersonen weisen auf zwei zentrale Probleme dieser Frage hin. Zum einen werden die Antwortkategorien (also die Ziel- und Adressatengruppen) von den meisten Testpersonen nicht als überschneidungsfrei wahrgenommen. Bei der Beantwortung der Frage gehen die meisten Testpersonen ihre Seminarteilnehmer durch und markieren alle Gruppen, die darin irgendwie vertreten sind und nicht nur die, an die sich das Seminar eigentlich bzw. vornehmlich richtet:
    • „Da fehlt etwas. Wenn hier ‚Frauen‘ steht, muss da auch ‚Männer‘ stehen. Ein Analphabet kann ja sowohl ein Mann als auch eine Frau sein.“ (TP 09, 6 Nennungen)
    • „Das ist eine komische Aussage: ‚Ich arbeite mit Frauen‘. Klar, das ist eine Zielgruppe, aber ich arbeite ja auch mit Männern. Was ist denn, wenn der Existenzgründer eine Frau ist? Muss ich dann zwei Kategorien auswählen? Also ich mache jetzt keine speziellen Frauenthemen, aber da sind schon auch Frauen dabei. Und was gibt es eigentlich zwischen 34 und 50? Also das mittlere Alter, die fehlen ja?“ (TP 10, 9 Nennungen)
    • „Also ‚Migranten/Migrantinnen‘ weiß ich jetzt nicht. Da kann ich nicht sicher sein, dass da welche unter den Teilnehmern sind. Das erfahren wir nicht so. Ich könnte es anklicken, weil ich einfach davon ausgehe.“ (TP 12, 11 Nennungen)
    • „Warum sind da ‚Frauen‘ extra aufgeführt?“ (TP 14, 9 Nennungen)
    Das zweite zentrale Problem besteht darin, dass zwölf der 20 Testpersonen nicht jene Ziel- oder Adressatengruppen nennen, mit denen sie vorrangig (also am häufigsten) zusammenarbeiten, sondern alle Ziel- oder Adressatengruppen, mit denen sie zusammenarbeiten oder jemals zusammengearbeitet haben:
    • „Ich habe überlegt, mit wem ich schon zusammengearbeitet habe.“ (TP 06, 10 Nennungen)
    • „Ich habe an die gedacht, mit denen ich jemals zusammengearbeitet habe. Ich habe natürlich nicht immer alle zur gleichen Zeit.“ (TP 07, 8 Nennungen)
    • „Ich habe an alle gedacht. ‚Menschen mit Behinderung‘ kommt bei uns nicht so oft vor, aber es kommt vor.“ (TP 14, 9 Nennungen)
    Dieses Problem wird auch durch die Gesamtzahl von 143 Nennungen deutlich. Im Durchschnitt haben die Testpersonen also 7 Ziel- oder Adressatengruppen ausgewählt, mit denen sie „vorrangig“ zusammenarbeiten.

    Darüber hinaus gibt Testperson 04 an, dass ihr unklar sei, in welche Antwortkategorie sie ‚Studenten an einer dualen Hochschule‘ einsortieren sollte: „Studenten, sind das dann Akademiker? Hier steht ‚beschäftigte‘ Akademiker. Im dualen Studium sind die ja schon beschäftigt.“

    Testperson 07 schlägt vor, die Kategorie „Jüngere Menschen (bis 34)“ noch explizit um „Kinder“ zu ergänzen: „‘Jüngere Menschen‘, fallen da auch Kinder darunter? Es ist schon klar, da müssten Kinder auch dabei sein, aber da sollte noch explizit ‚Kinder‘ dabeistehen“.
  1. Thema der Frage: Arbeit & Beruf
  2. Konstrukt: Adressaten in der Weiterbildung