Pretest-Datenbank

Projektname: PIAAC-Longitudinal (PIAAC-L) 2016 - Kompetenzerwerb

  1. Allgemeine Informationen: Wenn bei Frage 4 Kategorie 5 oder 6 („Mindestens einen Monat, aber weniger als drei Monate“, „Drei Monate oder mehr“).
  2. Fragetext: Wie viele Stunden waren dies pro Monat?
  3. Antwortkategorien:

    __________ Stunden


    1. Empfehlungen: Frage:
      Die Frage 7 sollte um eine Anweisung, ob die Stunden für etwaige Vor- und Nachbereitungszeiten inkludiert werden sollen oder nicht, ergänzt werden:

      7.1 Wie viele Monate waren dies?
      7.2 Und wie viele Stunden waren dies pro Monat? Bitte berücksichtigen Sie auch Ihre Vor- und Nachbereitungszeiten.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: General Probing, Information Retrieval Probing
  2. Befund zur Frage: Nachdem die acht Testpersonen in Frage 4 Angaben über den gesamten Zeitraum der wichtigsten beruflichen Weiterbildung im Jahr 2014 gemacht haben, wurden sie anschließend (Frage 5, 6 oder 7) danach gefragt wie viele Stunden die jeweilige Weiterbildung in Anspruch genommen hat. 5 Testpersonen (Kategorie 5: TP 16; Kategorie 6: TP 03, 08, 10, 12) hatten in Frage 4 angegeben, dass die entsprechende Weiterbildung „Mindestens einen Monat, aber weniger als drei Monate“ (Kategorie 5) bzw. „Drei Monate oder mehr“ (Kategorie 6) gedauert hat. Die beiden Testpersonen 03 und 12 finden die Beantwortung der Frage „sehr leicht“. Die restlichen drei Testpersonen (TP 08, 10, 16) geben jedoch an, dass ihnen die Beantwortung der Frage „eher schwer“ fiel. Testperson 08 gibt den Wert 40 Stunden pro Monat an, erwähnt jedoch, dass sie lediglich den Theorieunterricht zusammengerechnet und den Praxisteil nicht miteinbezogen hat: „Weil man die Anlernzeit nicht so richtig in Stunden im Kopf hat. Bin ich da jetzt zwei Tage oder zwei Wochen eingearbeitet worden? Und das ist ja auch nie konstant. Die Schultage sind klar abgegrenzt, aber das praktische ist schwierig einzuschätzen“ (TP 08). Auch Testperson 10 fällt es schwer zu entscheiden, ob sie die Stunden, die sie neben der eigentlichen Veranstaltung mit der Weiterbildung verbracht hat, mitzählen soll: „[…] Ich musste nachdenken wie viele Stunden tatsächlich. Soll ich die, die ich am Schreibtisch alleine verbracht habe, dazuzählen oder nicht und außerdem hatte ich zwei Semester und da hatte ich unterschiedliche Wochenstunden und hätte ich da einen Durchschnitt wählen sollen?“ Sie entscheidet sich für 64 Stunden im Monat „ohne irgendwelche Vorbereitungszeit […].“

    Testperson 16 gibt zwar an Schwierigkeiten bei der Beantwortung der Frage zu haben, diese Probleme liegen jedoch lediglich bei dem eigentlichen Zusammenrechnen der Stunden und nicht daran, dass die Testperson sich nicht an die Anzahl der Stunden erinnern kann: „Weil ich schon so abhängig vom Computer und das Kopfrechnen nicht mehr gewöhnt bin“ (TP 16).

    Insgesamt muss klar werden, dass die Fragen sich ausschließlich auf die für die Befragten wichtigste Weiterbildung im Jahr 2014 bezieht, wobei bislang nicht explizit erfragt wird, welche das war. Wenn den Testpersonen dies eindeutig vermittelt wurde, können sie sich weitestgehend an die Dauer ihrer beruflichen Weiterbildung erinnern.
    Hierbei wird auch deutlich, dass je länger eine Weiterbildung dauert bspw. über mehr als einen Monat hinaus, desto eher werden die Stundenangaben überschlagen. Darüber hinaus ist es potentiell unklar, was die Befragten für die Kategorien 4, 5 und 6 bei Frage 4 überhaupt an Stunden addieren sollen: Wenn die Gesamtdauer einer beruflichen Weiterbildung ermittelt werden soll, die länger als eine Woche (Kategorie 4: „Mindestens eine Woche, aber weniger als einen Monat“) oder einen Monat (Kategorie 5: „Mindestens einen Monat, aber weniger als drei Monate“; Kategorie 6: „Drei Monate oder mehr“) ging, ist zusätzlich zu erfassen über wie viele Wochen bzw. Monate die Veranstaltung andauerte.
  1. Thema der Frage: Arbeit & Beruf
  2. Konstrukt: Dauer der Weiterbildung