Projekt "Strive-Up" - Fragen zum Thema Statuserhalt und sozialer Aufstieg

Einleitungstext:

Einleitung
Bitte stellen Sie sich nun einmal folgendes Szenario vor. Nehmen Sie an, Ihre Familie würde umziehen und Ihr Kind müsste auf eine neue Schule gehen. Im Folgenden lesen Sie kurze Beschreibungen zu fünf möglichen Grundschulen, die alle in der Nähe Ihres neuen Wohnorts liegen. Bitte beantworten Sie zu den Schulen drei kurze Fragen.

Beispiel-Vignette 1
Schule 1:

  • Schulart: Privat, 300 € im Monat
  • Schwerpunkt: strukturierter Unterricht in den Grundlagenfächern mit klaren Lernzielen und regelmäßigen Rückmeldungen
  • Soziales Klima: Eltern sind wenig vernetzt, gemeinsame Aktivitäten finden eher selten statt
  • Zusammensetzung: Sehr wenige der Schüler leben in Haushalten mit niedrigem Einkommen (niedriges Einkommen = achtzig Prozent in Deutschland verdienen mehr)
  • Herkunft: Unabhängig vom Einkommen: Sehr wenige der Schüler haben einen Migrationshintergrund
  • Herkunftsregion: vordergründig aus EU-Ländern (Frankreich und Niederlande)
  • Sprache: Die Schuleingangsuntersuchungen haben ergeben, dass wenige der Kinder an der Schule für ihr Alter sehr gutes Deutsch sprechen.

Beispiel-Vignette 2
Schule 2:

  • Schulart: Privat, keine Schulgebühren
  • Soziales Klima: Eltern sind wenig vernetzt, gemeinsame Aktivitäten finden eher selten statt
  • Übergangsquote: Sehr wenige der Kinder wechseln nach der Grundschule aufs Gymnasium
  • Zusammensetzung: Viele der Schüler leben in Haushalten mit niedrigem Einkommen (niedriges Einkommen = achtzig Prozent in Deutschland verdienen mehr)
  • Herkunft: Unabhängig vom Einkommen: Viele der Schüler haben einen Migrationshintergrund
  • Herkunftsregion: vordergründig aus Syrien und Afghanistan

Beispiel-Vignette 3
Schule 3:

  • Schulart: Privat, 300 € im Monat
  • Soziales Klima: Eltern unterstützen sich gegenseitig; viele engagieren sich in Schulaktivitäten
  • Sprache: Die Schuleingangsuntersuchungen haben ergeben, dass wenige der Kinder an der Schule für ihr Alter sehr gutes Deutsch sprechen.

Beispiel-Vignette 4
Schule 4:

  • Schulart: Öffentlich, keine Schulgebühren
  • Schwerpunkt: praxisorientiertes Lernen (z.B. Werkunterricht) und Arbeiten mit Materialien
  • Soziales Klima: Eltern unterstützen sich gegenseitig; viele engagieren sich in Schulaktivitäten
  • Übergangsquote: Sehr wenige der Kinder wechseln nach der Grundschule aufs Gymnasium
  • Zusammensetzung: Viele der Schüler leben in Haushalten mit niedrigem Einkommen (niedriges Einkommen = achtzig Prozent in Deutschland verdienen mehr)
  • Herkunft: Unabhängig vom Einkommen: Viele der Schüler haben einen Migrationshintergrund
  • Herkunftsregion: vordergründig aus der Türkei
  • Sprache: Die Schuleingangsuntersuchungen haben ergeben, dass wenige der Kinder an der Schule für ihr Alter sehr gutes Deutsch sprechen.

Beispiel-Vignette 5
Schule 5:

  • Schulart: Privat, 300 € im Monat
  • Soziales Klima: Eltern sind wenig vernetzt, gemeinsame Aktivitäten finden eher selten statt
  • Übergangsquote: Sehr viele der Kinder wechseln nach der Grundschule aufs Gymnasium
  • Herkunft: Unabhängig vom Einkommen: Sehr wenige der Schüler haben einen Migrationshintergrund
  • Herkunftsregion: vordergründig aus EU-Ländern (Bulgarien und Rumänien)

Fragetext:

Wie zufrieden wären Sie mit dieser Schule für Ihr Kind, wobei 1 „sehr unzufrieden“ und 10 „sehr zufrieden“ bedeutet?
(Web Probing 2)

Instruktionen:

Bitte wählen Sie eine der folgenden Antworten:

Antwortkategorien:

10 - sehr zufrieden
9
8
7
6
5
4
3
2
1 - sehr unzufrieden

Empfehlungen:

Fazit und Empfehlung Web Probing 2:

Die Bewertungen der fünf Vignetten zeigen ein insgesamt konsistentes Antwortverhalten ohne Anzeichen von Ermüdungseffekten. Berichtete Schwierigkeiten sind vor allem auf die Vielzahl der zu berücksichtigenden Informationen, auf teils unrealistische Kombinationen einzelner Merkmalsausprägungen und auf Unterschiede im Umfang der dargestellten Informationen zwischen den einzelnen Vignetten zurückzuführen.

Wir empfehlen, den faktoriellen Survey in seiner Grundstruktur beizubehalten. Für die Haupterhebung sollte jedoch geprüft werden, ob auf eine vollständige Randomisierung der Dimensionen verzichtet werden kann, um die Szenarien stärker realitätsnah zu gestalten. Des Weiteren sollte die Anzahl der pro Vignette angezeigten Dimensionen konsistent gehalten werden.