Fazit und Empfehlung Kognitive Interviews:
Die Ergebnisse des Pretests zeigen, dass Frage 27 von den Befragten grundsätzlich verstanden wurde und die Einschätzungen zur Wahrscheinlichkeit eines späteren Studiums in hohem Maße an die Bewertungen zum Abiturerwerb (Frage 26) anschlossen. Die Begründungen der Antworten waren überwiegend konsistent und orientierten sich an wahrgenommenen Fähigkeiten, Interessen oder der schulischen Entwicklung des Kindes.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Einschätzungen zu Frage 27 häufiger auf einem Bauchgefühl beruhten als bei Frage 26. Vor dem Hintergrund des langen Zeithorizonts bis zu einem möglichen Studium ist dies plausibel und stellt keinen Hinweis auf ein Verständnisschwierigkeiten dar. Die Pretestergebnisse legen keine Überarbeitung der Frage nahe, weshalb sie in ihrer aktuellen Form beibehalten werden kann.
Informationen zur Frage und Ziel der Testung (Kognitive Interviews):
Frage 27 erfasst, wie sicher sich die Befragten sind, dass ihr Kind später eine Universität oder Hochschule erreichen wird. Die kognitiven Interviews sollten Informationen dazu liefern, woran die Testpersonen beim Beantworten der Frage denken und ob ihre Antwort eher einem Bauchgefühl entstammt oder einer rationalen Überlegung. Die Frage wurde aus Zeitgründen nur sechs der 24 Testpersonen gestellt.
Befund Kognitive Interviews:
Alle Testpersonen, denen Frage 27 gestellt wurde, beantworteten diese. Mit Ausnahme einer Testperson (TP01) bewerteten die Befragten die Sicherheit, dass ihr Kind später eine Universität oder Hochschule erreichen wird, in gleicher Weise wie bereits bei der Einschätzung zum Abiturerwerb (Frage 26). Das heißt, Testpersonen, die sich bei Frage 26 (eher) unsicher geäußert hatten, gaben auch bei Frage 27 eine (eher) unsichere Einschätzung ab. Gleiches galt für Befragte, die sich zuvor (eher) sicher gezeigt hatten. Auch die Begründungen der Antworten blieben weitgehend unverändert und bezogen sich überwiegend auf die aktuell wahrgenommenen Fähigkeiten, Interessen oder die Motivation des Kindes. TP01 bildete insofern eine Ausnahme, als sie ihre Einschätzung zur Aufnahme eines Studiums stärker an den beruflichen Interessen und Präferenzen des Kindes orientierte und weniger an schulischen Leistungserwartungen.
Im Gegensatz zu Frage 26 entsprangen die Antworten auf Frage 27 überwiegend einem Bauchgefühl (n = 5). Dies wurde damit begründet, dass der Zeithorizont bis zu einem möglichen Studium noch sehr lang sei und sich die weitere Entwicklung sowie die Interessen des Kindes zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verlässlich einschätzen ließen.