Informationen zur Frage und Ziele der Testung (Kognitive Interviews):
Frage 7 erfasst, welchen späteren Schulabschluss sich die Befragten für ihr Kind wünschen.
In den kognitiven Interviews wurde die Frage den Testpersonen in zwei Versionen präsentiert: Zunächst erhielten sie die Frage ohne einleitende Bemerkungen (Version 1), dann mit einem Vortext, der darauf hinweist, dass man die aktuellen Schulleistungen des Kindes in seiner Antwort nicht berücksichtigen soll (Version 2).
Die Ziele der Testung bestanden darin herauszufinden, wie die Testpersonen bei der Beantwortung der Frage vorgehen und was Gründe für „Weiß nicht“-Antworten sind. Darüber hinaus sollte untersucht werden, ob sich die kognitiven Prozesse bei der Beantwortung der beiden Frageversionen sowie die Antworten auf die beiden Versionen unterscheiden. Aus früheren Forschungsarbeiten und auch dem ersten Web Probing-Pretest ist bekannt, dass Befragte, die Version 2 der Frage beantworten, im Mittel einen niedrigeren Schulabschluss auswählen als Befragte, denen Version 1 der Frage präsentiert wird. Dieser Befund könnte mit einem Priming-Effekt erklärt werden: Der Hinweis darauf, dass die aktuellen Schulleistungen des Kindes nicht berücksichtigt werden sollen, könnte den gegenteiligen Effekt haben, dass Befragte erst durch den Hinweis auf die aktuellen Schulleistungen des Kindes darüber nachdenken, und sie dadurch (bewusst oder unbewusst) doch in ihren Antworten berücksichtigen. Die kognitiven Interviews sollten Hinweise darauf liefern, ob diese Erklärung zutrifft oder Alternativerklärungen bevorzugt werden sollten.
Befund Kognitive Interviews:
Beide Frageversionen wurden von allen Testpersonen beantwortet, d. h., es trat kein Item-Nonresponse auf (vgl. Tabelle 13). In Version 1 entfielen etwas mehr Nennungen auf das Abitur (n = 14) als auf die mittlere Reife bzw. den Realschulabschluss (n = 10). In Version 2 wurden beide Abschlussarten jeweils von der Hälfte der Testpersonen genannt. Niedrigere Schulabschlüsse (kein Abschluss, Hauptschulabschluss) wurden in keiner der beiden Versionen angegeben.
Die weitere inhaltliche Auswertung erfolgte im Zuge der Verfassung einer Research Note unter der Leitung von Dr. Thomas Zimmermann, weshalb an dieser Stelle keine weiteren Ergebnisse dargestellt werden.