Informationen zur Frage und Ziel der Testung:
Frage 5 erfasst, ob die Befragten in den letzten drei Monaten beabsichtigt haben, mehr Sport zu treiben. Sie wird ausschließlich denjenigen Befragten gestellt, die bei Frage 1 angegeben haben, „gar nicht“ oder „weniger als 1 Stunde in der Woche“ Sport zu treiben.
Im Rahmen des Pretests wurde untersucht, wie die Befragten die Frage interpretieren und auf welcher Grundlage sie ihre Antworten geben. Zudem wurde geprüft, ob bei der Beantwortung Schwierigkeiten auftreten.
Befund:
Alle Testpersonen, denen Frage 5 gestellt wurde, beantworteten diese. Etwas mehr als ein Drittel der Befragten (39 %) gab an, in den letzten drei Monaten vorgehabt zu haben, mehr Sport zu treiben. Knapp zwei Drittel (61 %) verneinten die Frage (vgl. Tabelle 9).
Wie begründen die Testpersonen ihre Antworten?
Befragte, die in den letzten drei Monaten vorgehabt hatten, mehr Sport zu treiben, nannten entweder Zeitmangel als Hauptgrund für die Nichtumsetzung (37 %), berichteten von Hindernissen, die sie davon abgehalten hatten (z. B. Verletzungen, schlechte Wetterbedingungen, fehlende Sport-partner*innen; 30 %), gaben an, gerne weitere oder andere Sportarten betrieben zu haben (19 %), oder nannten Gründe, weshalb sie gerne mehr Sport getrieben hätten (z. B. Gewichtsreduktion, Verbesserung der Gesundheit; 14 %).
Befragte, die Frage 5 verneinten, begründeten dies überwiegend mit mangelndem Interesse an Sport (48 %). Weitere Gründe waren gesundheitliche Einschränkungen (25 %), Zeitmangel (16 %) sowie die Einschätzung, dass das aktuelle Sportpensum ausreichend sei (11 %).
Haben die Testpersonen Schwierigkeiten, die Frage zu beantworten?
Insgesamt 24 der 280 Testpersonen (9 %) gaben an, dass ihnen die Beantwortung von Frage 5 „eher schwer“ (n = 19) oder „sehr schwer“ (n = 5) gefallen sei. Die Schwierigkeiten wurden überwiegend damit begründet, dass die Frage Scham oder ein schlechtes Gewissen aufgrund geringer sportlicher Aktivität hervorrufe. Eine Testperson äußerte – wie bereits bei Frage 1 – Schwierigkeiten damit, dass die letzten drei Monate nicht repräsentativ für ihr übliche Sportverhalten gewesen seien.