Zu welchem Anteil gehört Ihnen diese Immobilie (in Prozent)?
Der Anteil wird nicht kleiner, wenn Kredite noch nicht vollständig abbezahlt sind.
Wenn Sie sich unsicher sind, geben Sie eine Schätzung ab.
Fazit und Empfehlungen:
Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Instruktion in der Frage überwiegend wie intendiert verstanden wurde. Die nahezu ausschließliche Nennung von Partner*innen als Mit-Eigentümer*innen sowie die nur vereinzelte Nennung der Bank sprechen dafür, dass Kredite (z. B. Hypotheken oder Grundschulden) in der Regel nicht fälschlicherweise als Eigentumsanteile interpretiert werden.
Gleichzeitig zeigt die Nennung der Bank durch eine Testperson, dass Missverständnisse in Einzelfällen auftreten können. Um diese weiter zu reduzieren, könnte die Instruktion präzisiert werden, etwa durch einen expliziten Hinweis darauf, dass Kredite keine Eigentumsanteile der Bank darstellen. Eine mögliche Formulierung der Instruktion lautet:
„Ein bestehender Kredit bedeutet nicht, dass ein Teil der Immobilie der Bank gehört.“
Informationen zur Frage und Ziel der Testung:
Die Frage richtet sich an Befragte, die zuvor im Fragebogen angegeben haben, anteilig Eigentümer*in einer Immobilie zu sein (Antwortoptionen 2 und 3; n = 56; vgl. Tabelle 13). Ziel der Testung war es zu untersuchen, ob die Befragten die Instruktion in der Frage („Der Anteil wird nicht kleiner, wenn Kredite noch nicht vollständig abgezahlt sind“) wie intendiert verstehen und mögliche Anteile der Bank (z. B. im Rahmen einer Hypothek oder Grundschuld) entsprechend nicht in ihre Angaben einbeziehen.
Befund:
Der Großteil der Testpersonen (82 %) gab einen Anteilswert an (vgl. Tabelle 14). Die genannten Werte reichten von 40 % bis 80 % und lagen im Mittel bei M = 50.7 (SD = 5.2; vgl. Tabelle 15). Es wurden durchweg plausible Werte berichtet.
Auf die Nachfrage, wem die restlichen Anteile an der Immobilie gehören, nannten nahezu alle Testpersonen (96 %) die*den Lebens- bzw. Ehepartner*in. Eine Testperson gab ein Elternteil an, eine andere die Bank.