Hinweis: Sie können Ihre Zustimmung zwischen 1 (stimme gar nicht zu) und 10 (stimme voll und ganz zu) abstufen.
Bitte wählen Sie eine der folgenden Antworten:
Fazit und Empfehlung:
Die Ergebnisse zu Frage 35 zeigen, dass die Befragten den Zusammenhang zwischen persönlichem Glück und Statuskriterien differenziert bewerteten. Zwar stimmten sie der Aussage, dass das Glück des Kindes wichtiger ist als dessen beruflicher oder finanzieller Erfolg, mehrheitlich zu, zugleich wurde deutlich, dass Glück häufig nicht losgelöst von Statusmerkmalen wie Einkommen oder beruflicher Eigenständigkeit verstanden wurde. Die klar unterscheidbaren Argumentationslinien, die weitgehend bestimmten Skalenwertbereichen zugeordnet werden können, sprechen insgesamt für ein konsistentes Antwortverhalten. Insgesamt legen die Ergebnisse des Pretests keinen Überarbeitungsbedarf der Frage nahe.
Informationen zur Frage und Ziel der Testung (Kognitive Interviews):
Frage 35 erfasst, wie Befragte den Zusammenhang zwischen persönlichem Glück und Statuskriterien wie Beruf und Einkommen bewerten, indem sie ihre Zustimmung zu der Aussage angeben, dass das Glück des Kindes wichtiger ist als dessen beruflicher oder finanzieller Erfolg. Ziel der Testung war es zu prüfen, wie die Befragten bei der Beantwortung der Frage vorgehen und welche Rolle Statuskriterien bei der Beurteilung eines glücklichen Lebens für sie spielen.
Befund:
Alle Testpersonen beantworteten Frage 35. Dabei wählte die Mehrheit (n = 18) Skalenwerte in der oberen Hälfte der Antwortskala (Skalenpunkte 6 bis 10, vgl. Tabelle 46). Der Mittelwert der Antworten betrug M = 7.1 (SD = 2.3), der Median lag bei Md = 7. Insgesamt stimmten die Testpersonen der Aussage, dass das Glück des Kindes wichtiger ist als dessen beruflicher oder finanzieller Erfolg, somit tendenziell zu.
In den Antworten der Testpersonen auf die kognitiven Nachfragen lassen sich drei inhaltliche Argumentationslinien unterscheiden, die nahezu überschneidungsfrei bestimmten Bereichen der Antwortskala zugeordnet werden können.
Eine erste Gruppe von Testpersonen (n = 3) vertrat die Meinung, dass ein glückliches Leben ohne bestimmte Statusmerkmale nicht möglich sei. Eine berufliche Tätigkeit und finanzielle Absicherung wurden hierbei als grundlegende Voraussetzungen für ein glückliches Leben angesehen. Entsprechend bewerteten diese Testpersonen die Aussage (eher) ablehnend und wählten niedrige Skalenwerte (2 bis 4).
Eine zweite Gruppe von Testpersonen (n = 13), die mittlere bis höhere Skalenwerte (5 bis 8) wählte, argumentierte, dass persönliches Glück und bestimmte Statusmerkmale miteinander verbunden sind. Insbesondere ein ausreichendes Einkommen wurde als wichtige Rahmenbedingung für ein glückliches Leben genannt. Zugleich betonten die Befragten jedoch, dass weder Status noch Einkommen allein ein glückliches Leben garantieren.
Eine dritte Gruppe von Befragten (n = 8) die mehrheitlich den höchsten Skalenwert (10) wählte, betonte, dass Glück und persönliche Zufriedenheit im Leben eindeutig Vorrang vor beruflichem oder finanziellen Erfolg hätten. Statusaspekte wurden in diesen Antworten als nachgeordnet oder zweitrangig beschrieben. Vereinzelt bewerteten diese Testpersonen die Aussage nicht in ihrer Gesamtheit: Statt ihre eigene Prioritätensetzung zu reflektieren, argumentierten sie aus der Perspektive des Kindes und betonten, dass sie dessen Lebensentscheidungen akzeptieren müssten, sofern das Kind selbst damit zufrieden sei.