Projekt "Strive-Up" - Fragen zum Thema Statuserhalt und sozialer Aufstieg

Einleitungstext:

In unserer Gesellschaft gibt es Bevölkerungsgruppen, die eher oben stehen und solche, die eher unten stehen. Stellen Sie sich bitte einmal eine Skala vor, die von unten (1) nach oben (10) verläuft, vergleichbar mit der abgebildeten Leiter.

Fragetext:

Wenn Sie an sich selbst denken: Wo würden Sie sich auf dieser Skala aktuell einordnen?
(Kognitive Interviews)

Antwortkategorien:

10
9
8
7
6
5
4
3
2
1

Empfehlungen:

Fazit und Empfehlung Kognitive Interviews:

Die Ergebnisse zu Frage 2 zeigen, dass der subjektive soziale Status von den meisten Testpersonen primär über finanzielle Aspekte eingeschätzt wurde, während Bildung und berufliches Prestige überwiegend als damit verknüpft oder nachrangig verstanden wurden. Wie schon im ersten Web Probing-Pretest, flossen bei einigen Testpersonen auch Aspekte in die Bewertung ein, die nur indirekt mit dem intendierten Konstrukt verbunden sind, etwa allgemeine Lebenszufriedenheit, gesundheitliche Versorgung oder Vergleichsmaßstäbe im Zusammenhang mit Migration. Dies weist darauf hin, dass die Frage einen gewissen Interpretationsspielraum zulässt und von einzelnen Befragten weiter gefasst wird.

Wir empfehlen daher, den intendierten Bezugsrahmen der Frage stärker herauszustellen, etwa durch eine kurze Erläuterung oder beispielhafte Nennung zentraler Statusdimensionen (z. B. Einkommen, Bildung, berufliche Stellung). Dies könnte dazu beitragen, abweichende Interpretationen zu reduzieren und die Vergleichbarkeit der Antworten weiter zu erhöhen, ohne den subjektiven Charakter der Selbsteinschätzung grundlegend einzuschränken. Eine solche Frageformulierung findet sich zum Beispiel in der deutschen Version der MacArthur-Skala von Hoebel et al. (2015).