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Projektname: Eingabenkultur und Diktaturerfahrungen in der DDR

  1. Fragetext: Hatten Sie sich freiwillig bei der Nationalen Volksarmee über die Grundausbildung hinaus verpflichtet?
  2. Antwortkategorien:

    Ja

    Nein


    1. Empfehlungen: Frage: Die Frage selbst kann belassen werden. Allerdings empfehlen wir eine Anweisung zu geben, dass diese Frage „Nur für Männer“ zu beantworten ist. Darüber hinaus sollte die korrekte Bezeichnung „Grundwehrdienst“ verwendet werden.

      Antwortoptionen: Belassen.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Emergent Probing.
  2. Befund zur Frage: Von den vier weiblichen Testpersonen (02, 03, 06, 07) haben zwei die Frage nicht beantwortet, weil sie nicht auf sie zutrifft (TP 02 und 06). Die anderen beiden haben mit „nein“ geantwortet (TP 03 und 07). Die fehlende Filterführung verwundert eine der Teilnehmerinnen: „Trifft nicht auf mich zu. Weiß ich nicht, wie man da eine statistische Auswertung macht, wenn das auf 50 % der Teilnehmer nicht zutrifft.“ (TP 06).

    Von den sechs teilnehmenden Männern beantworten drei die Frage mit „Ja“: „Ich bin nach dem Studium gefragt worden, Reserveoffizier zu werden: und nur zweimal zur Reserve für 3-4 Wochen eingezogen worden. Ich hatte es besser durch die Reserveoffizier–Laufbahn, und konnte im Prinzip als Lehrer arbeiten.“ (TP 05).

    Eine Testperson merkt an, dass die richtige Bezeichnung Grundwehrdienst lautet: „Heißt eigentlich Grundwehrdienst und geht 1 ½ Jahre; die Grundausbildung sind nur die ersten 6 Wochen.“ (TP 10).
  1. Thema der Frage: Arbeit & Beruf
  2. Konstrukt: Politisches Engagement in der DDR