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Projektname: Eingabenkultur und Diktaturerfahrungen in der DDR

  1. Fragetext: Wie häufig konnten Sie es sich leisten, in Exquisitläden einzukaufen?
  2. Antwortkategorien:

    Wöchentlich oder häufiger

    1x im Monat

    Mehrere Male im Jahr

    Einmal im Jahr zu einem besonderen Anlass

    Seltener oder nie


    1. Empfehlungen: Frage: Wir empfehlen, die Frage zu spezifizieren, indem der Fokus auf die Häufigkeit des Einkaufens gelegt wird:

      Wie häufig haben Sie in Exquisitläden eingekauft?

      Antwortoptionen: Belassen.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Emergent Probing.
  2. Befund zur Frage: Die Testpersonen tun sich schwer damit, eine adäquate Antwort zu finden. Sie sind sich unsicher, ob sie angeben sollen, wie häufig sie in diesen Läden eingekauft haben, oder wie oft sie es sich hätten leisten können. Viele haben die Läden seltener genutzt, als sie es sich hätten leisten können:
    • „Ich konnte mir das zwar leisten, habe es aber nicht gemacht.“ (TP 10, „1x im Monat“)
    • „Fällt mir schwer zu beantworten, denn wenn ich in Exquisitläden einkaufen wollte, dann konnte ich einkaufen. Aber ich bin niemand, der es nötig hat jeden Tag einkaufen zu gehen.“ (TP 02, „1x im Monat)
    Eine Testperson kann die Frage aufgrund dieser Unterscheidung gar nicht beantworten: „Die Frage ist nicht richtig gestellt. Ich kann diese Frage nicht beantworten, weil ich grundsätzlich nie hingegangen bin. Das war nur die absolute Ausnahme. Ich hätte es mir leisten können, habe es aber nicht gemacht aus Prinzip. Es gibt sicher viele Leute die da aus Prinzip nicht reingegangen sind.“ (TP 08, keine Antwort).
  1. Thema der Frage: Demografie
  2. Konstrukt: Sozioökonomischer Status in der DDR