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Projektname: Krankheitswissen und Informationsbedarfe – Diabetes mellitus. - Fragebogen für Personen mit Diabetes

  1. Einleitungstext: Jetzt geht es darum, wie Sie bei Ihrem Umgang mit Ihrem Diabetes, also dem Diabetesmanagement von Ihrem privaten Umfeld, also Ihrer Familie, Freunden und Bekannten, unterstützt werden.
  2. Fragetext: Wie oft sagt Ihnen jemand, wenn Sie Ihr Diabetesmanagement gut im Griff haben?
  3. Antwortkategorien:

    Nie

    Selten

    Manchmal

    Häufig

    Immer


    1. Empfehlungen: Frage: Belassen.
      Antwortoptionen: Belassen.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Comprehension Probing, Specific Probing
  2. Befund zur Frage: Die Frage, wie oft die Testpersonen gesagt bekommen, wenn Sie Ihr Diabetesmanagement gut im Griff haben, beantworten drei Testpersonen mit „nie“ (TP 15, 14, 19), fünf mit „selten“ (TP 11, 18, 13, 16, 17) und zwei mit „manchmal“ (TP 12, 20).
    Begründet werden die Antworten entweder damit, dass die Personen aus dem Umfeld wüssten, dass es gut läuft, sie dies aber nicht immer kommunizieren würden (TP 16, 17, 18) oder damit, dass dies niemand aus dem Umfeld beurteilen könne (TP 11, 14, 15, 19).
    • „Es ist eher so, dass meine Mutter z.B. mich fragt, ob ich es im Griff habe. Wenn mir das jemand sagt, dann fast nur mein Arzt oder meine Beraterin. Aber es kommt niemand auf mich zu, Freunde oder Familie, und sagt, Mensch, du machst das aber klasse mit deinem Diabetes. Aber ich finde das auch von außen schwer zu beurteilen, ich würde auch selbst zu keinem hingehen und sagen du machst das aber toll mit deinem Diabetes. Es ist eher fragen, als sagen, wie es läuft.“ (TP 11)
    • „Sagt nie jemand, weil‘s keiner weiß. Und die die es wissen, lassen mich damit in Ruhe, die wissen, okay der macht das schon gut.“ (TP 14)
    • „Ich bin alleinstehend, von daher wäre da auch niemand da, der mich darauf hinweisen würde, wenn ich schludern würde.“ (TP 15)
    • „Man überlässt mir vollkommen die Sache, ich informiere und ansonsten interessiert das keinen. Es ist keinerlei Auseinandersetzung mit meiner Diabetes vorhanden.“ (TP 17)
    • „Ich weiß schon, dass meine Mama schon weiß, dass ich das gut hinkriege und dass sie da stolz drauf ist, aber das wird nicht explizit gesagt. Und wenn man auch nicht zuhause wohnt, von Mitbewohnerinnen kommt das eher selten.“ (TP 18)
    Zwei Testpersonen geben an manchmal positives Feedback zu ihrem Diabetesmanagement (TP 12, 20) zu bekommen: „Meine Diabetesberaterin sagt halt selten, aber ab und zu wenn es gut läuft. Oder mein Freund, wenn er sieht, dass meine Werte in Ordnung sind.“ (TP 12)
    Neben dem allgemeinen Verständnis der Frage, sollte noch überprüft werden, was die Testpersonen unter dem Begriff „Diabetesmanagement“ verstehen. Nachfolgend sind die Antworten der Testpersonen zusammengefasst dargestellt:
    • Medikamentenmanagement im Allgemeinen (Richtige und regelmäßige Einnahme und das Mitführen der entsprechenden Medikamente bzw. Insulin, Vorrat) (TP 11, 12, 15, 16, 17, 18)
    • Kontrolle des Blutzuckers, regelmäßiges Messen (TP 11, 13, 15, 18)
    • „guter“ Umgang und Handhabung mit der Krankheit (TP 11, 12, 17)
    • Kontrolle beim Arzt oder der Diabetesberatung (TP 11, 15)
    • Gesunder Lebensstil (Ernährung, Gewicht, Bewegung/Sport) (TP 13, 14, 15, 16, 20)
    • Neben Medikamenteneinnahme auch Nachsorge / Überprüfung der Beine (TP 17)
  1. Thema der Frage: Gesundheit
  2. Konstrukt: Private Unterstützung bei Diabetes