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Projektname: Krankheitswissen und Informationsbedarfe – Diabetes mellitus. - Fragebogen für Personen mit Diabetes

  1. Fragetext: Wie würden Sie Ihr Wissen über Diabetes und die Behandlung von Diabetes einschätzen?
    Als…
  2. Instruktionen: INT: Weiß nicht-Kategorie und Keine Angabe-Kategorie werden nicht mit vorgelesen. Diese werden nur eingetragen, wenn befragte Person dies von sich aus äußert.
  3. Antwortkategorien:

    Sehr gut

    Gut

    Schlecht

    oder sehr schlecht/nicht vorhanden

    Weiß nicht

    Keine Angabe


    1. Empfehlungen: Frage: Die Frage kann belassen werden. Wenn allerdings bei dem vorgesehenen Vergleich von subjektiver Wissenseinschätzung und der Beantwortung von Faktfragen zwischen Wissen allgemein (Entstehung, Ursachen) und Wissen über die Behandlung von Diabetes unterschieden werden soll, empfehlen wir die Frage in zwei separate Fragen aufzuspalten.
      Antwortoptionen: Belassen.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Specific Probing, General Probing
  2. Befund zur Frage: Mit Ausnahme von TP 19 („sehr gut“) schätzen alle Befragten ihr Wissen über Diabetes und die Behandlung von Diabetes als „gut“ ein. Diese Personen begründen ihre Antworten meist damit, dass sie in ständigem Austausch mit Ärzten und Diabetologen stehen, an Schulungen zum Umgang mit Diabetes teilnehmen oder teilgenommen haben und sich selbst im Internet oder anhand von Zeitschriften über die Krankheit informieren.
    Testperson 19 begründet ihre „sehr gut“-Antwort damit, dass sie an einem dreitägigen Seminar teilnehmen musste und sich auch darüber hinaus regelmäßig über das Thema informiert.
    Die Antwortkategorie „sehr gut“ wurde von der Mehrzahl der Personen deshalb nicht gewählt, weil sie sich selbst nicht als „Fachmann“ (TP 14) bezeichnen oder in bestimmten Bereichen (z.B. dem Umgang mit Spritzen) noch unsicher sind:
    • „Die Basissachen habe ich alle drauf. Aber ich bin immer glücklich, dass ich hier auch einen kompetenten Diabetesberater habe, der mir weiterhilft. Weil es auch immer wieder neue Medikamente gibt.“ (TP 11)
    • „Ich weiß hinsichtlich der Ernährung, auf was man achten muss. Auch welche Typen von Diabetes es gibt und wie die Folgen sind: erst mit Medikamenten, dann mit Insulin spritzen. Dass man auf die Füße achten muss, regelmäßig zur Fußpflege muss (...). Später dann, wenn man spritzt, wie man damit umgehen muss und evtl. in Unterzuckerung kommt, da weiß ich nicht Bescheid.“ (TP 20)
    Auf die Nachfrage, ob den Testpersonen beim Beantworten der Frage bewusst gewesen sei, dass hier zwei Wissensbereiche (1. Wissen über Diabetes allgemein und 2. Wissen über die Behandlung von Diabetes) abgefragt würden, gaben sechs Testpersonen an, den doppelten Stimulus nicht wahrgenommen zu haben, während vier Testpersonen die Nachfrage bejahten. Alle Testpersonen schätzten ihr Wissen in beiden Bereichen jedoch als mehr oder weniger gleich ein und hatten keine Schwierigkeiten bei der Beantwortung der Frage („Das ist für mich ein und dasselbe Thema“, TP 13).
    Diese Frage wurde auch im Fragebogen für Personen ohne Diabetes getestet (s. Projektbericht „Krankheitswissen und Informationsbedarfe – Diabetes mellitus – Fragebogen für Personen ohne Diabetes“ Frage 2). Abgesehen davon, dass Personen mit Diabetes ihr Wissen besser einschätzen als Personen ohne Diabetes, ähnelten sich die Befunde in beiden Pretests sehr stark und die Empfehlungen zur Verbesserung der Fragen sind identisch.
  1. Thema der Frage: Gesundheit
  2. Konstrukt: Subjektives Wissen Diabetes