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Projektname: Kommunikation und Information im Gesundheitswesen aus Sicht der Bevölkerung - Patientensicherheit und informierte Entscheidung (KomPaS)

  1. Fragetext: Konnten Sie dabei Fragen stellen und somit klären, was Sie nicht verstanden haben?
  2. Antwortkategorien:

    Ja

    Nein


    1. Empfehlungen: Frage:
      Wir empfehlen, die Frage in zwei unterschiedliche Fragen aufzuteilen:

      Frage 1: „Konnten Sie dabei Fragen stellen?“ mit den Antwortoptionen Ja/Nein

      Frage 2: „Konnten Sie dabei klären, was Sie nicht verstanden haben?“ mit den Antwortoptionen Ja/Nein

      Antwortoptionen:
      Falls keine Aufteilung in zwei Fragen gewünscht ist, empfehlen wir die folgenden Antwortoptionen:

      Alternative a) Ausführliche Antwortkategorien:

      Ja, konnte Fragen stellen, aber keine Klärung
      Ja, konnte Fragen stellen und Klärung
      Nein, konnte keine Fragen stellen
      Nein, habe keine Fragen gestellt

      Alternative b) Einfügen einer „teilweise“-Kategorie:

      Ja
      Teilweise (nur für den Interviewer sichtbar)
      Nein
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: General Probing, Specific Probing.
  2. Befund zur Frage: Alle 12 Testpersonen haben die Frage bejaht, ob Sie beim letzten Arztgespräch Fragen stellen und somit klären konnten, was Sie nicht verstanden haben. Allerdings hatte Testperson 10 zuerst Schwierigkeiten, sich für „Ja“ zu entscheiden, antwortete erst mit „Jein“ und begründete dies wie folgt: „Ich konnte Fragen stellen, aber das war mir zwischendurch zu kurz. Aber ich bin da im Zwiespalt, das ist ein bisschen ambivalent. […] So „teilweise“ wäre für mich besser.“ Auch Testperson 12 wies darauf hin, dass Sie bei ihrem letzten Arztgespräch alles verstanden hat und daher keine Fragen stellen musste und sich bei Ihrer Antwortwahl nicht auf den letzten, sondern einen vorhergehenden Arzttermin bezog.

    Auf die Aufforderung hin, ihre Antwortwahl noch etwas näher zu erläutern, gaben drei Testpersonen (TP 02, 08, 12) an, dass sie Nachfragen bezüglich ihrer Medikamente hatten:
    • „Es gab Fragen zum Medikament und die konnte er mir einfach erklären. Ich hatte das schon mal und da hatten sie die Dosierung erhöht und dieses Mal war sie geringer und ich habe gefragt „warum“, und er meinte aus dem und dem Grund braucht man das nicht so hoch machen“ (TP 02)
    • „Ich hatte dann explizit nochmal nachgefragt, ob ich ein Medikament von der Dosierung absetzen darf und wenn ja, wie ich das am besten zu reduzieren habe. Und das wurde mir dann erläutert.“ (TP 08)
    • „Bei früheren Terminen habe ich nachgefragt. Angina hatte ich mal oder einmal musste ich ein schweres Antibiotikum nehmen und da habe ich Fragen gestellt und da hat er mir erklärt, dass das sein muss.“ (TP 12)
    Ebenso erwähnten Testpersonen, dass sie Nachfragen zu den Krankheitsursachen (TP 01, 03), zum Krankheitsbild (TP 04) und der Behandlungsstrategie (TP 06) stellten. Dahingegen zeigten sich Testperson 07 und 09 irritiert bzw. verunsichert über diese Frage, da sie Frage 7 bereits mit Frage 6 beantwortet sahen:
    • „Dass auf die Fragen eingegangen wurde? Was soll ich da noch näher erläutern? Das was mir auf dem Herzen lag, … das wurde beantwortet und auch sachlich und direkt.“ (TP 07)
    • „War eigentlich in der anderen Frage schon mit drin.“ (TP 09)
    Zusätzlich wurden die Testpersonen danach gefragt, wie leicht oder schwer es ihnen gefallen ist, sich bei der Frage für „ja“ oder „nein“ zu entscheiden, um herauszufinden, ob die Testpersonen zwei verschiedene Stimuli in der Frage wahrnehmen und daher Schwierigkeiten bei der Beantwortung haben. Hier gaben sieben der Testpersonen an, dass ihnen die Antwortwahl „sehr leicht“ fiel (TP 03, 04, 07, 08, 09, 11, 12) und vier Testpersonen, dass ihnen die Antwortwahl „eher leicht“ fiel (TP 01, 02, 05, 06). Bei einer Testperson (TP 10) kam es aufgrund der doppelten Stimuli zu Problemen. Sie wünschte sich eine zusätzliche Differenzierung durch eine „teilweise“-Antwortkategorie.
  1. Thema der Frage: Gesundheit
  2. Konstrukt: Möglichkeit zur Klärung von Fragen