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Projektname: Erwerbstätigenbefragung 2016

  1. Fragetext: Und wie viele Stunden arbeiten Sie im Durchschnitt pro Woche von zu Hause?
  2. Antwortkategorien:

    __________ Stunden

    Unregelmäßig

    kann ich nicht sagen


    1. Empfehlungen: Frage:
      Aufgrund der Tatsache, dass es der Mehrheit der Testpersonen (TP 02, 05, 06, 07, 10, 11) eher schwer gefallen ist, eine durchschnittliche Stundenanzahl pro Woche anzugeben, wäre es ratsam, die Frage zu verändern.
      Eine Möglichkeit wäre, erst einmal abzufragen, ob die Befragten regelmäßig oder unregelmäßig von zuhause aus arbeiten. Die anschließende Frage könnte bei der Antwort „regelmäßig“ so belassen werden, wohingegen bei „unregelmäßig“ eine monatliche Angabe abgefragt werden könnte.

      Antwortoptionen:
      Belassen.
  1. Eingesetzte kognitive Technik/en: Specific Probing.
  2. Befund zur Frage: Diese Frage wurde all jenen Testpersonen gestellt, die entweder Arbeiter/in, Angestellte/r oder Beamter/Beamtin sind und auf die Frage 3 angaben, einen Teil ihrer Arbeit im Home Office zu erbringen (n=8). Zwei der Testpersonen (TP 01, 12) fiel es „sehr leicht“ eine durchschnittliche Stundenanzahl pro Woche anzugeben, sechs Testpersonen (TP 02, 05, 06, 07, 10, 11) empfanden dies jedoch als „eher schwer“. Testperson 02 merkt an, dass die Frage spezifiziert werden müsste, da es einen Unterschied zwischen der tatsächlichen und der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit gibt: „Wie viele Stunden von meiner Regelarbeitszeit oder tatsächliche Stunden? Das ist ja gerade der Witz bei Heimarbeit, dass es keine Zeiterfassung gibt. Ich könnte jetzt sagen, von 5 Tagen bin ich 2 Tage im Büro, also bin ich 3 Tage Zuhause. Bei 8 Stunden Regelarbeitszeit pro Tag sind das 24 Stunden. De facto arbeite ich zuhause mehr.“

    Die übrigen Testpersonen empfinden die Angabe als „schwer“, da sie unregelmäßig von Zuhause aus arbeiten und daher Schwierigkeiten haben einen durchschnittlichen Wert anzugeben:
    • „Eher schwer, weil man entscheiden muss, was hat mit der Arbeit zu tun, was hat nicht mit der Arbeit zu tun. Aber sobald ich mich um Sachen kümmere, die mit Arbeit zu tun haben, auch wenn es nur irgendwelche Notizen sind, wenn mir Sachen einfallen und ich mich hinsetze und die aufschreibe oder mich in den Server einlogge, ist das alles Arbeit. […] das ist total unregelmäßig. Es gibt auch Wochen, in denen ich gar nichts von Zuhause aus machen muss. Aber manchmal bleibt halt etwas liegen und dann will man es halt nicht liegen lassen.“ (TP 05)
    • „Weil das doch sehr, sehr unterschiedlich ist. Weil es nicht kontinuierlich ist. Es kann auch sein, dass ich zwei Wochen am Stück unterwegs bin und gar nicht zu Hause arbeite, aber es kann auch sein, dass ich in der Woche mal zwei Tage zu Hause bin.“ (TP 07)
    • „Weil es häufig nicht regelmäßig ist. Es ist nicht so, dass ich jeden Monat zwei Stunden Zu-hause arbeite. Das ist wenn irgendwas mal liegen geblieben ist, dann mach ich das Zuhause fertig oder ich noch was vorbereiten muss für den nächsten Tag, wenn wir aber z.B. Prüfungsvorbereitung haben, dann kann schon mal sein, dass ich 10 Stunden Zuhause arbeite, weil ich da auch mehr Ruhe habe. Aber es ist ja auch nicht unbedingt erwünscht, dass man es so oft macht, aber wenn man es halt bei der Arbeit nicht schafft, muss man es halt.“ (TP 10)
    • „Pro Woche eine vielleicht. Das ist eher ein Block. Wenn ich es nicht schaffe, auf der Arbeit die Klassenarbeit zu korrigieren, dann nehme ich die mit nach Hause und mache das dann mal am Wochenende in vier Stunden. Aber ich würde sagen im Schnitt eine Stunde.“ (TP 11)
    Testperson 06 war es nicht möglich einen durchschnittlichen Stundenwert anzugeben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie Frage 3, die nach Telearbeit bzw. Home Office fragt, nicht im intendierten Sinn versteht. Sie denkt dabei an „Rufbereitschaft“ per Handy. (Testperson 06 ist Platzwart auf einer Tennisanlage und beantwortet Frage 3 mit „Ja“. Für ihn bedeutet „von zu Hause aus“ arbeiten, dass er „Rufbereitschaft hat“ und in dringenden Fällen auch außerhalb der regulären Arbeitszeit zum Tennisplatz kommen muss.)

    Ein Vorschlag von Testperson 07 zur Erleichterung der Beantwortung lautet, nicht nach einem wöchentlichen Wert zu fragen, sondern nach einem monatlichen.
  1. Thema der Frage: Arbeit & Beruf
  2. Konstrukt: Durchschnittliche Heimarbeitszeit pro Woche